Blogparade von SEOkratie: Das hat sich für mich geändert

Julian hat auf dem SEOkratie-Blog eine Blogparade gestartet, die sich eben um das Thema SEO dreht. Er stellt einige Fragen rund um das Thema SEO, die aber nichts mit Rankingfaktoren oder ähnliches zu tun haben, sondern fragt er, wie sich die Suchmaschinenoptimierung für jeden einzelnen Verändert hat. Da ich heute mal etwas Zeit habe, möchte ich mich der Blogparade natürlich anschließen, weil sie recht interessant ist und sich im Gegensatz zu einigen anderen, bei mir gar nicht mal so viel verändert hat.

Für die Blogparade hat Julian im Startpost, in dem er übrigens auch seine eigenen Fragen beantwortet, ein paar Fragen gestellt, auf die ich jetzt eingehen werden. Am Ende des Blogposts findet ihr dann weitere Links zu den anderen Teilnehmern, die auf SEOkratie aufgeführt sind.

Wie bist Du zu SEO gekommen?

Ich war schon immer jemand, der sich für das Internet interessierte und sich auch aktiv darin bewegte. Irgendwann habe ich dann angefangen mich für das Thema Webdesign und Webseiten zu interessieren, so dass ich dann auch, ich glaube 2005 war das, meine erste eigene Webseite hatte, die aber recht schnell wieder Offline genommen wurde. Trotzdem war ich weiterhin im Web unterwegs und habe mir während meiner Ausbildung (zum Industriemechaniker) gedacht, ich könnte doch nochmal eine Webseite bzw. einen Blog Online stellen.

Da ich kein passendes Thema hatte, mich aber eigentlich in den Monaten davor immer wieder für das Thema Online-Marketing interessiert hatte, habe ich meinen Blog zweidoteins.de ins Netz gestellt. Es ging eigentlich gar nicht mal in erster Linie um das Thema SEO, sondern eher darum, dass ich anhand des Live-Beispieles zweidoteins.de zeigen wollte, wie man Besucher auf die eigene Webseite bringt, wie man mehr Twitter Follower aufbauen kann und so weiter.

Erst ein paar Wochen später hat sich das Thema bei mir immer mehr eingebrannt und ich habe mich immer mehr auf die Suchmaschinenoptimierung bezogen. Bis ich dann letztlich so davon angetan war, dass ich gerne hauptberuflich SEO werden wollte.

Welches war Dein erstes Webprojekt?

Mein erstes Webprojekt war dieser Blog auf dem du gerade diese Zeilen ließt. Wenn ich jetzt noch weiter zurückgehen würde, fällt mir noch eine Webseite ein, die ich damals hatte, aber wie schon gesagt, war diese ja nach wenigen Wochen wieder Offline. Also kann man sagen, das erste ernsthafte betriebene Projekt ist zweidoteins.de.

So sah zweidoteins.de damals aus

So sah zweidoteins.de damals aus

Danach kamen deejayblog.de – welcher heute nur noch Schrott ist und einige andere dazu. Gerade weil ich mich als Affiliate versuchen wollte, gab es einige Webprojekte. Eines davon, welches mein erstes Projekt mit Einnahmen war, war www.kuchen-versand.net. Hier sieht man schön das von Julian im Post angesprochene: Spam hat auch damals, ich glaube es war noch 2010, sehr gut gezogen und einiges gebracht. Ich stand einige Monate unangefochten auf Platz 1 mit „Kuchenversand“ und „Kuchen Versand“ sowie allerhand ähnlicher Suchbegriffe, so dass ich monatlich auf eine nette dreistellige Summe kam. Für ein Projekt, von dem ich vorher nichtmal wusste wie es fruchten wurde, denn wer bestellt sich schon Kuchen im Internet? :D

Kuchen-Versand.net Screenshot

Was hat sich für Dich seit dem Beginn von SEO geändert?

Ich selber bin ja nicht „seit Beginn von SEO“ dabei, sondern erst seit dem 24. April 2010, wo ich zweidoteins.de ins Leben gerufen habe, aber seitdem hat sich schon eine Menge getan. Auch 2010 hat Spam noch funktioniert (ok, heute teilweise auch noch), mittlerweile wird es immer schwerer. Panda und Penguin sind jetzt mal zwei Begriffe/Tiere, die ich gerne in den Raum werfen möchte.

Das Problem ist ja nicht, dass Google uns Steine in den Weg werfen will, sondern dass wir Google Anlass dazu geben, uns das Leben schwer zu machen. Sobald jemand ruft „Ey, das geht auf diesem Weg viel einfacher und es rankt!“, macht sich niemand mehr die Mühe auf Qualität zu achten, sondern versucht wieder nur Google mit möglichst geringem aufwand zu playen. Das Resultat: Google nimmt wieder ein süßes Tier und hetzt es auf diese Seiten.

Google fordert immer mehr Qualität und möchte, dass wir uns Gedanken machen. SEO ist nicht einfach mehr „Links aufbauen“, sondern eine Mischung aus PR und technischer Optimierung – wie es Julian so schön sagt.

Wie erklärst Du Unbeteiligten, die sich nicht im Internet auskennen, was Du genau machst?

Ehrlich gesagt habe ich aufgehört ins Detail zu gehen und den Leuten die Fragen zu erklären, was ich mache. Während ich damals noch recht ausführlich darauf geantwortet habe, gibt es heute nur noch einen Spruch wie „Dafür sorgen, dass wenn du bei Google nach etwas suchst, auf der richtigen Webseite landest“. Die meisten verstehen es dann schon bzw. tun so als würden sie es verstehen.

Wer weitere Fragen stellt, bekommt diese natürlich auch von mir beantwortet, aber eben nur oberflächlich. Praktisch wie „Ich sorge dafür dass meine Kunden weiter oben in Google aufgeführt sind“.

Welche Tools nutzt Du hauptsächlich?

SISTRIX, Searchmetrics und ahrefs. Diese drei Tools begleiten mich täglich, obwohl es gefühlt 10000 andere Tools gibt, die ich oft nutze.

Wie sieht Deine Arbeitswoche aus? Wie viel arbeitest Du?

SEO und einige FaktorenWenn man diese Frage meinen Freunden und Bekannten stellen würde, würde es heißen: „Wie, der Christian arbeitet?“ :D Bisher habe ich 40 Stunden pro Woche im Büro gearbeitet und dann noch zu Hause. Im Büro waren es aber nicht meine eigenen Projekte an denen ich gearbeitet habe, die musste ich also dann auf nach Feierabend planen. Oder eben am Wochenende. Nun hat sich beruflich einiges getan. Ich arbeite nun nur noch zu Hause und nur noch an eigenen Projekten und Kunden.

Wie viele Stunden ich arbeite kann ich eigentlich nicht sage, da ich mich derzeit den Luxus gönne, Mittags auch mal für ein paar Stunden die Arbeit liegen zu lassen und in der Stadt mit Freunden einen Kaffee trinken zu gehen. Oder Abends ein paar Runden Billard zu spielen. Ich muss sagen, dass sich dass anhört als wenn ich extrem Faul wäre, aber ich selber haben gemerkt, dass die Produktivität von mir auf diesem Wege stark gestiegen ist. Ich komme auf andere Gedanken, bekomme eine Tapetenwechsel und kann mich, wenn ich wieder nach Hause komme, gleich wieder an die Arbeit machen und bin total entspannt und habe den Kopf frei.

Stundentechnisch zähle ich also nicht mit. Aber ich kann sagen: Ich arbeite eigentlich schon viel. Weil ich mich auch Abends zu Hause hinsetze und die Arbeit dann mal bis in die Nacht oder Morgenstunden dauern kann. Damit habe ich dann aber kein Problem. Ich denke aber nicht, dass ich auf 40 Stunden pro Woche komme, sondern weniger.

Was gefällt Dir an SEO am meisten?

SEO macht mir einfach Spaß, weil es verschiedene Faktoren gibt, die man beachten muss. Außerdem spielt Google so häufig am Algo rum, dass es nie langweilig wird, sondern man immer was neues machen muss. Und wenn dann mal eine Seite total abrutscht, dann muss man eben eine umfassende Analyse durchführen, schauen woran es gelegen hat und die Seite aus dem Sumpf holen.

Außerdem gefällt mir dieses freundschaftliche Verhältnis, welches viele SEOs und generell Onliner zueinander pflegen. Wenn man auf einer Konferenz ist (Campixx ist ja bald wieder!! :D), dann trinkt man sich auch mal mit der Konkurrenz ein Bier. Und auch so gefällt es mir, wie man miteinander umgeht. Man schaue sich nur mal die Onliner auf Facebook und in Skype an. Bei Problemen und Fragen wird dir von jedem geholfen. Egal ob man sich einen Namen in der Szene gemacht hat, oder man noch gar nicht in Erscheinung getreten ist.

Was magst Du nicht an SEO?

Leider ist es so, dass Google manchmal Updates durchführt und die falschen trifft. Es kam schon häufiger vor, dass die Suchergebnisse nach dem Rollout deutlich schlechter waren und durch das Update eigentlich nur Müll nach oben gespült wurde – nicht auf allen Suchbegriffen, sondern auf vielen. Das stört mich am meisten.

Wie sieht SEO in fünf Jahren aus?

Eine sehr schwere Frage. Als ich vor drei Jahren angefangen habe mit dem Thema, sah SEO ja anders aus als heute. Demnach wird es in 5 Jahren ebenfalls anders aussehen. Onpage und Offpage wird es zwar weiterhin geben, aber ich denke, dass einfach noch eine Menge anderer Faktoren dazu kommen werden. Ich denke dass man sich gerade dann noch intensiver mit dem Thema Mobile beschäftigt, weil dann noch mehr Smartphones in der Gesellschaft vorhanden sind und auch intensiver genutzt werden. Ich denke aber auch, dass Links dann nicht mehr eine all zu große Rolle spielen werden, weil Google es innerhalb der nächsten 5 Jahre schaffen wird, Links immer irrelevanter lassen zu werden und auf andere Faktoren setzen wird. Aber: Links werden weiterhin eine Rolle spielen, nur eben nicht mehr die Nummer 1 der Rankingfaktoren sein.

Das wars

So, dass war dann mein Part zur Blogparade von Julian, die man übrigens hier findet: http://www.seokratie.de/aufruf-zur-seo-blogparade-hat-sich-fuer-dich-geaendert/. Falls Fragen sind: Ab in die Kommentare ;-)

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12 Kommentare

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    23. Februar 2014 at 14:01

    […] http://www.zweidoteins.de […]

  2. SEO Blogparade: Was hat sich für mich geändert? | Netgrade aus Würzburg
    24. Februar 2014 at 10:29

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  3. Meine Antworten zur SEO Blogparade
    25. Februar 2014 at 09:05

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    25. Februar 2014 at 13:59

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    28. Februar 2014 at 19:47

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