Aus dem Urlaub zurück: Geschichten, Erzählungen und Ereignisse

Einige haben es schon mitbekommen, andere werden es noch: Ich bin aus meinem Urlaub wieder zurück. Der zweiwöchtige Aufenthalt auf Fehmarn war wie jedes Jahr sehr entspannend und erholsam. Wie es aber sicherlich alle gemerkt haben, war ich regelmäßig auf Facebook und Twitter unterwegs und veröffentlichte sogar einen Artikel. Auf diese Art und Weise entspanne ich halt und dies akzeptierte meine Mutter, mit der ich zusammen den Urlaub genossen habe.

Erlebnisse
Diese Überschrift passt eigentlich gar nicht zu Fehmarn, denn dort ist es anders wie in einigen Urlaubsorten: Es gibt nur zwei kleine Discos (die zwar von Mittwoch bis Samstag jeden Abend öffenen, trotzdem kaum Besucher begrüßen dürfen), eine Hand voll Cocktailbars und sehr viel ruhe. Wir wohnten direkt in Burg, dem größten Ort auf bzw. in Fehmarn, in der auch am meisten los ist. Die wichtigsten Ereignisse spielen sich eigentliche am Strand ab, wo wir mit einigen anderen Wuppertalern die tägliche Dosis Sonne genießen durften. Dazu muss man sagen das alle Wuppertaler (inkl. meiner Mutter und mir) Stammgäste in einer Kneipe sind und dort immer der Urlaub geplant wird.

Dieses Jahr wurde ich von einer Möwe angegriffen. Das ist kein Spaß, denn die Viecher werden immer dreister. Während ich bei einem Kaffe gemütlich ein Rühreibrötch zu mir nahm und die Bild laß (wie jeden morgen am Strand), schlich sich eine kleine aber gemeine Möwe von hinten an und landete auf unseren Strandkorb. Da sich ein solches Spektakel nicht immer abspielt und die anderen Wuppertaler den Angriff schon ahnten, schauten sie alle gespannt zu wie es denn weiter gehen würde. Die Möwe muss mich laut aussagen der Augenzeugen beobachtet und den passenden moment abgewartet haben und langte dann zu: Von hinten flog kam sie rasant angeflogen und biss zu. In mein Brötchen und in meinen Finger. Voller Schreck sprang ich auf und wollte das Brötchen schützen, doch die Kraft die ein solches Tier aufbringen kann ist enorm, denn sie hat mir, einem 20 Jahre jungen Mann, das Brötchen aus der Hand gezogen.

Das war dann doch noch nicht alles, denn ein Ereignis liegt mir noch auf der Seele, da dieses eher nicht so schön ist. Wir alle kennen das Problem: Man liegt am Strand vor seinem Strandkorb und möchte die Sonne genießen, doch kleine Kinder laufen immer umher und stören. Ich habe ja nichts gegen kleine Kinder, allerdings möchte ich im Urlaub auch meine ruhe haben und nicht die ganze Zeit das Geschreih der Kinder hören. Weiterhin ist es eine unverschämtheit wenn die Kinder so dicht am eigenen Handtuch laufen und einem dabei Sand ins Gesicht wirbeln. Daher bauten wir uns eine Art Wall vor und seitlich von unserem Strandkorb, damit die Kinder dort nicht mehr her liefen. Da der Südstrand kostenpflichtig ist (er ist der sauberste Strand!) geht täglich ein Kontrolleur den Strand entlang der die Ostseekarten bzw. Tageskarten für den Strand kontrolliert. Dieser war etwas übereifrig und sagte uns das die Wälle die wir „gebaut“ haben zu weit vom Strandkorb weg sein würden. Dafür würde es eine Bestimmung in den Geschäftsbedingungen geben und wir sollten diese doch Platt machen. Ich fragte mich allen ernstes wie man so penetrant sein kann, immerhin habe ich teuer für den Strandkorb bezahlt. Der nette Herr von der Kurverwaltung sagte uns das wir andere Strandgäste damit stören könnten da diese nicht mehr barrierefrei zur See gelangen könnten. Jetzt muss man dazu wissen das ein Strandkorb nicht sehr breit ist und das jeder einzelne Wall nicht breiter als der Strandkorb selber war. Diesen haben wir dann auf einer Seite mit dem Strandkorb „verbunden“. Überall war genug Platz und als ich den netten Herr darauf aufmerksam machte wurde er lauter und sagte mir mit erhobener Stimme das morgen der Bagger kommt und alles Platt machen würde. Mir selber ist das egal, denn dann baue ich mir am nächsten Tag einen neuen Wall, doch eine Familie hatte ihren kleinen Sohn dabei, der mittlerweile 6 Jahre ist und diese gesamte Thematik nicht versteht. Als er die schreierei mitbekam fing er zu weinen an, was mich wütend gemacht hat, immerhin hat der kleine (Leon sein Name) mitgeholfen die Wälle zu errichten und hatte sehr viel Spaß daran. Okay, wer hatte in diesem alter nicht auch Spaß daran im Sand zu buddeln und damit Burgen und Wälle zu bauen. Nichts destotrotz informierten wir uns wegen der Vorschrift bezüglich der Wälle. Eine nette Dame in der Strandverwaltung sagte zu uns das es dieses gar nicht gebe und wir unseren Wall sehr wohl behalten dürfen. Traurig diese Streitsucherei von Leuten die meinen nur weil sie dort arbeiten hätte sie auch was zu sagen. Das ganze fing mich an zu stören als der kleine Leon anfing zu weinen. Wie kann man als erwachsener Mensch ein kleines Kind zu weinen bringen ?

Erholung pur
Bis auf diese zwei Ereignisse war der Urlaub aber sehr erholsam: Es gab nur einen Tag an dem wir nicht am Strand waren. Die restlichen Tage war schönes Wetter oder so das wir den Strandbesuch abbrechen mussten. Schon am ersten Tag holte ich mir einen Sonnenbrand an den Schienbeinen, welches mich die nächsten zwei Nächte nicht schlafen ließ. Doch selbst die Tage an denen wir nicht lange am Strand sein konnten wurden genutzt, denn andenken für Familie und Freunde findet man schließlich nicht am Strand. So wurden zwei Tage dazu verwendet in die Stadt zu gehen, Mitbringsel zu holen oder einfach nur zum Shoppen.

Urlaub und Internet. Sucht ?
Schon auf der Hinfahrt fuhr ich öfters den Laptop hoch um im Internet nach dem rechten zu sehen. Schließlich bin ich Blogger und Social Networker. Während der ganzen fahrt durfte ich mich über HSDPA-Empfang freuen, doch in unserer Ferienwohnung in Burg, leider nur über EDGE mit sehr geringer Signalstärke. Ich fand heraus das ich im Hafen von Burgstaaken vollen EDGE-Empfang habe, was natürlich die ganzen Verbindungsabbrüche beseitigte. Weiterhin erfuhr ich das in den Hotels am Strand, auch die „Hochhäuser“ genannt, W-LAN angeboten wird. Ich fragte nach ob dies nur für Kunden gelte und erhielt das Passwort mit dem ich mich ins W-LAN Netz einloggen konnte. Ich freute mich natürlich denn mit meinem iPod Touch kann ich nun auch Surfen wenn ich am Strand bin. So wurde meine Internetsucht befriedigt und ich hatte nicht mehr das Gefühl etwas zu verpassen.

Fototouren
Das ich begeisteter Besitzer einer DSLR (Sony Alpha a200) bin und sehr gerne fotografiere ist zwar kein Geheimnis, allerdings wissen die wenigsten von meinem Hobby. Daher war es für mich selbstverständlich das meine Kamera mich mit in den Urlaub begleitet. Vorher für genug Speicherplatz gesorgt indem ich vier weitere Speicherkarten á 2 Gigabyte gekauft hatte, konnte der Urlaub aus Fotografie-Sicht beginnen. Auf Fehmarn angekommen wurde auch der erste Abend schon für die erste Fototour genutzt. Und so zog es mich am ersten Abend schon zum Südstrand, wo man auch sehr schöne Bilder machen kann. Im Verlauf des Urlaubs wurden dann folgende Orte mit der Kamera besucht:

  • Yachthafen (Neue Tiefe)
    Auf der anderen Seite des Südstrands liegt ein kleiner aber feiner Yachthafen, welcher frei zugänglich ist. Auch die Stege können frei betreten werden. Die meisten Anlieger haben nichts gegen Fotos wenn man freundlich nachfragt. Am Abend wenn die Sonne untergeht füllt diese den gesamten Yachthafen mit einem kräftigen Orange aus.
  • Naturstrand (Katarienenhof)
    Der bekannte Naturstrand zieht sich über mehrere Orte hinaus: Von Staberhuk bis nach Gahlendorf und noch viel weiter. Einen Abend habe ich den Naturstrand am Ort Katarienenhof besucht und bereute nichts, denn es sind sehr viele sehr schöne Aufnahmen entstanden.
  • Naturstrand (Gahlendorf)
    Am Gahlendorfer abschnitt des Naturstandes bin ich auf dem oberen Gehweg geblieben, direkt zwischen Steilklippe auf den Strand und Kornfelder. Mein Ziel war es Aufnahmen der Felder zu machen, da das Korn im Sonnenuntergang schön Goldig strahlte.
  • Naturstrand und Steilklippen (Staberhuk)
    Die Steilklippen in Staberhuk sind deutlich größer als die in Gahlendorf, so war ein Besuch am Naturstrand in Staberhuk pflicht. In Staberhuk steht auch ein sehr schöner Leuchtturm, allerdings konnten hier keine brauchbaren Aufnahmen gemacht werden, da die Lichtverhältnisse an diesem Tag etwas nachteilig waren.
  • Strand und Promenade (Neue Tiefe)
    Der Südstrand ist der bekannteste und geplegteste Sandstrand auf Fehmarn. Neben dem ganzen Trubel der sich den ganzen Tag über abspielt ist der Südstrand mit Promenade ein sehr schönes Motiv für tolle Fotos. Die Dünen bieten ebenfalls eine interessante Kulisse.

Ich hätte noch einige weitere Orte besuchen können, darunter die Fehmarnsundbrücke oder Puttgarden mit dem Fähren hafen, doch das Wetter bot es immer wieder an sich am Strand in die Sonne zu legen.

Nachtleben
Wie schon erwähnt spielt sich Abends bzw. Nachts nicht viel auf Fehmarn ab. Auch die zwei Discos füllen sich nur sehr schleppend. Mittwochs bis Samstags bieten diese gute Musik aber überhöhte Preise. Wer 3,00 Euro für ein Bier nimmt, muss damit rechnen das kaum Besucher kommen. Ich selber kenne Preise aus bekannten Großraumdiskotheken und Szeneclubs, welche sich zwar Preislich sehr nah sind, allerdings muss man dazu sagen das diese sich auch immer in Großstädten befinden und nicht in Ferienorten. Nichtsdestotrotz bin ich feiern gegangen, um genau zu sein vier mal in diesem Urlaub. Die Abende waren richtig amüsant und endeten sehr erst früh morgens wenn die Diskothek die Tore dicht machte. Die restlichen Abende verbrachte ich in der Ferienwohnung vor dem Laptop, auf Fototouren oder in einer der unzähligen Cocktailbars mit meiner Mutter oder Bekannten. Keine Angst: Wenn ich vor dem Laptop saß, war ich immer Produktiv und bearbeitete einige Bilder die einen Vorgeschmack bieten sollten oder erweiterte die ToDo-Liste für meinen Blog.

Bilder
Ich habe ja versprochen Bilder auf meinem Blog zu veröffentlichen, allerdings hat die Internetverbindung auf Fehmarn es nicht zugelassen. Auf der Heimfahrt habe ich dann den entschluss gefasst keine Bilder auf meinem Blog zu veröffentlichen. Stattdessen habe ich einige der Bilder nun auf meinen Flickr-Account hochgeladen, wo sie für jeden einsehbar sind. Das soll in erster Linie den Speicherplatz und den Traffic schonen. Die Fotos die ich schon fertig bearbeitet habe, sind also auf Flickr in meinem Album Fehmarn 2010 einsehbar. Aktuell umfasst das Album 13 Bilder, allerdings kommen in den nächsten Tagen weitere hinzu. Wer sich ein wenig mit der Materie auskennt, wird wissen wie lange es dauern kann das richtige Bild ausgewählt und entsprechend bearbeitet zu haben.

Fazit
Jedes Jahr aufs neue ist Fehmarn ein schönes Urlaubsziel zu dem ich hingezogen fühle. Hier hat man keine betrunkenen Personen am Strand liegen wie am Ballermann 6 oder anderen Spanischen Party-Orten. Da ich den Urlaub zur Erholung vom Alltagsstress benötige, weiss ich, das ich nächstes Jahr wieder dort anzutreffen bin. Dann hoffentlich mit einem anderen Provider für den SurfStick und einer größeren Kamera-Ausrüstung.

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  1. Das war mein Jahr. Das war dein Jahr. Das war unser Jahr. Das war 2010. - zweidoteins - 2010, Affiliate, besucher, Blogger, Blogosphäre, Danksagung, echtes Leben, Google, Internet, Jahresrückblick, Kunden, leser, Real Life

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