WordPress für hohe Besucherzahlen optimieren

Gerade bei hohen Besucherzahlen ist es wichtig, dass der Server diesen Peaks auch standhalten kann. Wer zum Beispiel in den Google News ist, wird feststellen, wie schnell sich hohe Besucherzahlen generieren lassen, die aber auch eine entsprechende Last verursachen. WordPress ist das beliebteste System für Blogs, kann aber dank der großen Auswahl an Themes und Plugins zu mehr als nur einem Blog verwandelt werden. Vergessen wird hierbei immer, dass WordPress auch entsprechende Ressourcen benötigt und je mehr Plugins genutzt werden und das Theme Funktionen unterstützt, desto mehr Ressourcen benötigt das System auch.

Da ich selber in den Google News vertreten bin und dadurch auch täglich einige Besucher zustande kommen, weiß ich nun wie wichtig es ist, trafficstarke Projekte recht schlank zu halten, da ansonsten in extrem teure Server investiert werden darf. Ich selber habe auch schon den ein oder anderen Serverabsturz durch zu hohe Besucherzahlen hinbekommen, allerdings nur, weil meine Technik bzw. der Server, auf dem das Projekt lief nicht über genügend Leistung verfügte und WordPress nicht wirklich angepasst wurde. Es gibt viele Möglichkeiten, das System anzupassen, wenn man nicht in unnötig teure Hardware investieren möchte. Vor allem hilft WordPress mit den Plugins auch ein wenig mit. In diesem Beitrag möchte ich auf grundlegende Themen eingehen, die helfen werden, wenn ihr trafficstarke Webseiten habt und den Server nicht so derartig belasten möchtet.

WordPress Plugins: Nicht mehr als nötig

Plugins erleichtern so vielen in WordPress und fügen dem System auch neue, nützliche und schöne Funktionen hinzu. Allerdings sollte man auch bedenken, dass jedes Plugin wieder neue Datenbankabfragen und Aufrufe generiert. Daher sollte man sich gut überlegen, welche Plugins sinn machen und welche weg können. Plugins wie “Wer schreibt die meisten Kommentare” oder “Die am meisten gelesenen News” sind in meinen Augen, besonder bei Google News-Projekten, weniger sinnvoll und verbrauchen unnötige Ressourcen. Man muss sich vor Augen halten, dass es zwar wieder schöne Links in der Sidebar sind, die von den Nutzern angeklickt werden können, der Google News Traffic aber anders tickt als der Traffic, der euch über die organische Suche findet. Bei den Google News kommen die Leute, lesen einen Artikel (wenn man Glück hat auch noch ein paar mehr) und verschwinden wieder. Dazu aber in einem gesonderten Artikel mehr. Also: Unnötige Plugins deaktivieren, löschen und vergessen.

WordPress Themes schlanker gestalten

Besonders bei den Google News kann es einiges bringen, das eingesetzte WordPress-Theme einer Kur zu unterziehen. Wer sich ein Premium-Theme kauft, wird seine Gründe dafür haben: Es unterstützt viele Funktionen, sieht gut aus und wird nicht von jedem zweiten Blog oder Magazin genutzt. Durch die vielen Funktionen die mittlerweile in den Themes angeboten werden, entstehen auch einige Abfragen, die euren Server unnötig belasten, obwohl ihr die Funktion selber gar nicht nutzt. Bedeutet: Unnötige Funktionen aus dem Quelltext selber entfernen. Das bringt euch zwar in den Rankings nicht nach vorne, spart aber einiges an Ressourcen und bringt vor allem in der Ladezeit einiges. Also: Entfernt die unnötigen Funktionen aus eurem Quelltext. Macht dies aber nie im Live-Einsatz, sondern auf einer Testumgebung, auf denen keine anderen Besucher Zugriff haben. Wenn ihr euer Theme aus Unwissenheit zerschießt, könnt ihr es einfach neu aufsetzen und von vorne beginnen, wenn ihr nicht mehr weiter wisst. Das angepasste Theme lässt sich dann schnell und unkompliziert auf den Live-Server übertragen.

Wichtig: Caching!

Was viele Unterschätzen, sind die Datenbankanfragen und Aktionen, die eine Webseite ausführen muss, wenn sie aufgerufen wird. Ist das Caching nicht aktiviert, wird jeder Inhalt der Seite neu aufgerufen. Texte werden aus der Datenbank gelesen, Pfade von Bildern ebenfalls und alle Abfragen, die sich im Quelltextes befinden, genauso. Aktiviert man das Caching aber, beugt man dem ganzen vor: Die Seite wird ein mal erzeugt und gespeichert. Das bedeutet: Die Datenbankabfragen werden deutlich reduziert, da die gespeicherte Seite ja eh schon vorhanden ist und generiert wurde. Und dafür braucht WordPress nun keine Abfrage mehr ausführen. So läuft WordPress deutlich schneller und verringert nicht nur die Last, die auf den Server drückt, sondern auch die Seitenladezeit.

Da es bislang noch keine Funktion im Grundsystem von WordPress für das Caching gibt, müssen wir auf alternativen Zurückgreifen. Für Leute, die sich nicht mit der Technik auskennen, gibt es unzählige Plugins, die sich kostenlos nutzen lassen. Eine Auflistung über 5 der besten und beliebtesten Caching-Plugins für WordPress findet man auf t3n.de. Ich persönlich finde das Plugin “Quick Cache” sehr gut und wende es selber an. Den Hinweis auf das Plugin habe ich Pelle Boese von gjuice bekommen, der auf seinem Blog übrigens eine weitere Möglichkeit des Cachens beschreibt, nämlich via Memcached Object Cache.

Weiterführende Links

Über Christian

Seit April 2010 schreibe ich hier auf zweidoteins.de Beiträge zum Thema Suchmaschinenoptimierung, Affiliate-Marketing, AdSense und wenige Themen mehr.

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