WordPress Backup – Mit Plugin, aber wohin mit den Daten?

Okay, der Webmasterfriday ist vorbei, denn heute ist ja Sonntag. Trotzdem kann man noch am aktuellen Webmasterfriday teilnehmen, der diese Woche das Thema „Daten speichern – wie und wo?“ behandelt. Jeder Blogger bzw. Webmaster ist wie immer herzlich dazu eingeladen, am Webmasterfriday teilzunehmen. Ich selber kenne die Situation, das man sehr viele Texte ins Internet publiziert und diese auch benötigt. Denn jeder Text beinhaltet Keywords, auf dessen Nachfrage bei Google auch Besucher kommen. Ich bin also auf meine Inhalte angewiesen, da nur diese mir auch Besucher garantieren. Um meine Daten nicht zu verlieren, lege ich regelmäßig Backups an, die ich mit einem WordPress Plugin durchführe. Auf allen meinen Projekten läuft das gleiche Plugin, so das ich mir immer die Backups bequem im WordPress Backend erstellen lassen und anschließend herunterladen kann. Auf eine Automatisierung habe ich verzichtet, da ich mir die Backups lieber auf Wunsch erstelle und herunterlade. Doch nicht nur die Datenbank muss gesichert werden.

WordPress Datenbank Backup

Bevor ich mir irgendwas anderes von meinem Blog sichere, ist ein Datenbank Backup meiner WordPress Inhalte (Beiträge, Kommentare, Links, etc.) dran, welche alle Inhalte beinhalten. Auch die Umfragen die selten vorkommen werden gesichert, so das ich im schlimmsten Fall, also bei einem kompletten Crash, alle Daten zur Hand habe und einfach nur noch in die neue Datenbank einspielen muss. Und schwups sind alle Daten wiederhergestellt.

Für das Datenbank Backup nutze ich das WordPress Plugin „WordPress Database Backup“, welches mir erlaubt, aus dem WordPress Backend heraus ein komplettes Datenbank Backup zu erstellen. Zum Backup zählen alle Daten, wie zum Beispiel auch die, die aus einem Plugin heraus erstellt worden sind.

WordPress Database Backup PluginDas Plugin bietet eine Reihe voll mit Einstellungen, die das Plugin für jeden Blogger sehr interessant machen sollten. So lassen sich neben den Haupttabellen der Datenbank (Content, Kommentare, etc.) auch einzelne Tabellen auswählen, die von Plugins gefüllt worden sind. Diese Auswahl ermöglicht es mir, Tabellen aus dem Backup zu lassen, die für meinen Blog eh nicht mehr interessant oder von Bedeutung sind, weil die Plugins schon lange entfernt worden sind. Leider ist es nämlich so, das die Tabellen auch bei der Löschung des Plugins bestehen bleiben und die Datenbank weiterhin gefüllt lassen. Desweiteren kann ich mit dem WordPress Database Backup Plugin ein automatisiertes Backup einstellen, welches mir nach Wunsch einmal die Stunde, alle 6 Stunden, Zwei mal täglich, Täglich, einmal täglich oder einmal Wöchentlich erstellt wird. Automatisierte Backups werden dann per E-Mail versendet, welche ich dem Plugin vorgebe. Wenn ich jedes Backup „per Hand“ erstellen möchte, lässt sich dieses auch per E-Mail verschicken, aber auch auf dem Server speichern sowie direkt herunterladen. Ich lade das Backup immer direkt herunter, denn so habe ich die Daten immer direkt auf dem Rechner und das ohne irgendwelche Umwege.

Die Daten auf dem Server

Mit jedem Beitrag gibt es auch ein neues Thumbnail für die Startseite und die Archive. In manchen Beiträgen kommen auch Bilder (wie in diesem) vor, welche auch auf dem Server in den WordPress Ordnern gespeichert werden. Auch diese Sichere ich mir, aber wesentlich seltener als ich ein Datenbank Backup erstelle.

Diese Daten, inklusive Theme und jeder einzelnen WordPress Datei für meinen Blog, lade ich per Hand mit einem FTP-Programm (FileZilla) herunter und speichere es auf meinem lokalem Rechner in einem extra angelegten Order an. Der extra Ordner hat keine besondere Funktion, sondern dient nur der Übersichtlichkeit, denn mit der Zeit sammeln sich dann doch schon sehr viele Daten für meinen Blog an. Die Daten werden so wie sie heruntergeladen wurden im Ordner abgespeichert und bleiben auch erhalten, bis das nächste Backup gesichert wird. Im Falle eines kompletten Servercrahes lade ich die ganze Struktur einfach nur hoch, spiele das WordPress Datenbank Backup ein und habe alle Daten wieder vollständig erhalten. Natürlich kann es sein, das der ein oder andere Beitrag fehlen, aber daran soll es ja nicht scheitern.

Wie oft kommt ein Backup vor?

Ich habe es mir in den letzten Monaten angewöhnt, alle zwei Wochen ein Backup erstellen zu lassen. Somit bin ich auf der sicheren Seite, falls mal etwas abstürzt und mir gehen nicht all zu viele Daten verloren, denn nur die, die seit dem letzten Backup dazugekommen sind, sind auch weg. Zum Monatsende hin wird dann auch immer ein Daten Backup gemacht, also ein Backup der WordPress Daten.

Natürlich sollte jeder selber wissen, wie häufig er ein solches Backup anlegt. Würde ich jeden Tag 4-5 Beiträge raushauen, würde ich mit Sicherheit häufiger ein Backup durchführen, denn dann ist die Datenmenge, die sich innerhalb dieser zwei Wochen ansammelt, viel größer als die, die ich momentan produziere. Jeder muss also selber wissen, wie oft ein Backup angelegt werden sollte, um die Datenmenge, die im schlimmsten Falle verloren geht, möglichst klein zu halten.

Datenspeicherung: Wo und Wieso?

Die gesicherten Daten aus dem Backup müssen natürlich abgespeichert werden, damit sie immer wieder abrufbar sind. Doch viele vergessen es, das eine Sicherung auf der Festplatte auch nicht immer die sicherste Lösung ist. Deswegen habe ich mich dafür entschieden die Daten auf eine CD zu brennen, welche ich mir ins Regal stelle und beim nächsten Backup eventuell entsorge. Denn: Auch eine Festplatte kann mal kaputt gehen. Und dann sind die Daten futsch. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit gering, das Servercrash und Festplatten-K.O. gleichzeitig passieren, aber die Möglichkeit besteht dennoch. Ich muss ehrlich sagen, das ich die letzten Backups auch nicht auf CD gesichert habe, da ich eine Menge arbeit hatte, aber wenn es Zeitlich passt, wird die CD eben befüllt.

Wer einen besonders Wertvollen Blog hat und vom Bloggen lebt, sollte natürlich immer auf Nummer sicher gehen und die Daten immer extern Speichern. Schließlich geht es da um Geld, auf das man als Selbständiger Blogger nicht verzichten kann. Aber wie schon oft erwähnt, gibt es von Bloggern, die von ihrem Blog leben können, nicht all zu viele.

Auf einen Online-Dienst würde ich für die Datenspeicherung verzichten, denn man weiß ja nie, was diese mit den Daten machen und wie sicher deren System ist. Auch vor einem Servercrash ist man bei einem Online-Dienst nie geschützt, was ein wichtiger Grund für mich ist, solche Daten niemals auf solche Anbieter hochzuladen. Dann könnte ich das Backup auch direkt auf meinem eigenem Server laden und dort speichern…

Bildquelle: Datensicherrung 1 © Ronald Leine

6 Kommentare

  1. Hallo Christian,

    wie immer ein guter Artikel.

    Ich selbst lege Backups – genauso wie du – von der Datenbank und von meinen Dateien auf dem FTP Server an. Die Datenbank lasse ich mir täglich per E-Mail zuschicken und die FTP Dateien möchte ich eigentlich alle 2-3 Wochen herunterladen – Meistens werden dann aber 4-5 daraus.
    Naja, das ist bei mir kein riesiges Problem, da ich alle Artikelbilder auf dem PC speichere und auch nach dem Upload nicht lösche. So könnte ich sie im Ernstfall jederzeit wieder hochladen.

  2. Hmm, guter Artikel. Ich bin eben so einer, der hat seine Backups (zumindest Datenbank) auf dem Google Mail Account (glaube kaum, dass die da verloren gehen) und was will Google schon mit meinen SQL Daten machen?
    Den Rest lade ich gelegentlich auf Dropbox hoch. Vielleicht mache ich aber auch noch monatlich eine Kopie auf eine DVD, das wäre bestimmt nicht so verkehrt. Guter Punkt den Du da ansprichst!
    LG Nathanael

  3. Ich lösche auch keines meiner Bilder, sobald ich sie hochgeladen habe. Aber wenn die mehrere Artikel durch einen Crash des Servers fehlen, finde ich es nicht so prickelt, wenn ich jedes Bild heraussuchen und hochladen muss. Bei 2-3 Artikeln geht es noch, vielleicht auch noch ein paar mehr, aber ab 10 Bildern, die neu hochgeladen werden müssen, wird es eine Arbeit, die nur noch Zeit frisst.

  4. Hab bisher auch noch keine Bilder gelöscht. Je nachdem dauert so ein Backup per Filezilla auf meine Festplatte aber je nach dem auch mal ein paar Minuten… ;-) War schon mehrmals froh ein Backup gemacht zu haben.
    LG Nathanael

  5. hallo christian,

    du hast kurz das thema online-backup angesprochen, leider wie ich finde sehr kritisch. ich habe da eine andere meinung.

    ab einem gewissen umfang macht es in meinen augen sinn auf online-backup lösungen zu setzen. nachteile gibt es nur einen: sie kosten geld. aber zu den vorteilen:

    * die backups werden autom. gefahren – man muss sich nicht mehr drum kümmern
    * es werden nur die „veränderungen“, also differenzen gesichert. das spart traffic
    * im fall der fälle kann man fast auf knopfdruck den stand von vor x stunden herstellen

    natürlich weiss man nicht, was die mit den daten machen. und man sollte auch schauen, dass man sich einen seriösen anbieter sucht. aber ganz ehrlich: du weisst auch nicht was dein server-anbieter mit deinen daten macht und du vertraust ihm trotzdem, oder? dafür gibts ja schließlich verträge.

    bei einem evtl. server-crash des anbieter gilt zum einen, dass man schon wirklich pech haben muss dass der crash deines servers und der des anbieters zum selben zeitpunkt passieren. zum anderen sichern die wirklich guten anbieter deine daten ohnehin mehrfach und auch in verschiedenen rechenzentren, so dass die daten dort wesentlich sicherer sind als bei dir.

    trotzdem: schöner artikel. aber mit dem thema online-backup würde ich mich an deiner stelle noch etwas intensiver beschäftigen.

    gruss hannes

  6. WordPress Datenbank-Sicherungen laufen bei mir über die Software MySQL-Dumper. Einmal die Konfig einrichten und dann größtenteils automatisiert per Arbeitsablauf auf dem Mac (Automator und Kalender-Serie) ansteuern.

    Sämtliche Webseiten-Daten (Files und DB-Backups) werden regelmäßig auf den Mac gezogen und synchronisiert. Von dort greift dann auch noch das Backup-Konzept in die Cloud (natürlich verschlüsselt).

    Somit nutze ich kein extra WP-Plugin aber mehrere Datensicherungslevel meiner Online- und offline Daten.

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