Statify – WordPress Plugin für eine Datenschutzgerechte Statistik

Das sich die Datenschützer über Google Analytics beschweren, ist ein alter Hut und nervt langsam aber sicher. Wer Angst vor einer Abmahnung hat und nach einer Datenschutzgerechten Statistik-Software für seinen WordPress-Blog sucht, wird nun bei Sergej Müller fündig. Dieser veröffentlichte heute ein kleines aber feines Statistik-Plugin für WordPress, welches Datenschutz-konform ist. Statify nennt sich das kleine Plugin, welches WordPress 3.0, PHP5 und MySQL5 als Mindestvoraussetzungen benötigt. Anders wie andere Statistik-Tools wie Google Analytics, WordPress.com Stats und Piwik verzichtet Statify komplett auf die Speicherung und Verarbeitung der IP-Adressen der Besucher.

Statify ist für WordPress-Blogger geeignet, die für ihre Statistiken nicht mehr benötigen wie ein Diagramm der Seitenaufrufe der letzten Tage sowie den Top Referrer und die häufigsten Ziele auf dem WordPress-Blog. Weitere Informationen zeichnet und spuckt das kleine Plugin nicht auf und reicht auch eigentlich vollkommen aus, wenn man nur die Zahlen sehen möchte. Informationen wie Browser, IPs, Herkunftsländer, etc. sucht man bei Statify vergeblich.

Statify ist das neue Statistik Plugin für WordPressDas Plugin bietet keine vielen Einstellungsmöglichkeiten, so dass man auch nach einer Seite für die Einstellungen, so wie man sie von vielen Plugins kennt, vergeblich sucht. Trotzdem hat Sergej bei der Programmierung neben den Datenschutzgesetzen auch auf die Usability geachtet und bietet dem Anwender zwei Möglichkeiten, das Plugin etwas an seine Bedürfnisse anzupassen. Die erste Möglichkeit ist, das eingestellt werden kann, für wie viel Tage die Statistiken angezeigt werden sollen. Hier kann man zwischen 7 Werten entscheiden, die zwischen 7 und 30 Tagen liegen. Die zweite Einstellungsmöglichkeit ist, wie viele Einträge in den Listen angezeigt werden sollen, also wie viele Top Verweis-Webseiten (Top Referrer) und wie viele Top Ziele angezeigt werden sollen. Hier kann sich mindestens eine, maximal aber 12 Einträge anzeigen lassen. Das war es dann auch schon wieder mit den Einstellungen, aber mehr benötigt es auch gar nicht, weil mehr Informationen sowieso nicht ausgegeben werden.

Was man meiner Meinung nach dem Plugin noch hinzufügen könnte, wären die Besucherzahlen. Aktuell gibt das Plugin nur die Seitenaufrufe aus. Mich persönlich würde es aber auch freuen, wenn ich im gleichen Diagrann noch die Anzahl der unique Visits, also der absolut eindeutigen Besucher angezeigt bekommen würde. Vielleicht ließt Sergej den Beitrag ja und ist bereit ein kleines Update zu schreiben. Weiterhin muss ich sagen, das es mich stört, das die Permalinks bzw. die Ziel-URL als Top-Ziel angezeigt werden. Ich persönlich fände es schöner, wenn dort die Titel der Seiten stehen würden. Und falls es sich um ein Bild oder um eine andere Datei auf dem Webspace handelt, kann man doch eben den Permalink anzeigen.

Ich selber habe das Plugin jetzt auch mal im Einsatz und werde mir das auch noch genauer anschauen. Was mir direkt aufgefallen ist, ist das die Statistiken Live sind und mir in Echtzeit angezeigt werden. Das hat man auch nicht bei jedem Statistik-Plugin und spricht klar für Statify. Ich kann dieses Statistik-Plugin für WordPress-Blogs nur empfehlen und werde es auch mal in Zukunft beobachten. Vielleicht findet Sergej meine Anregungen ja gut und bringt ein Update heraus, mit meinen Verbesserungen. Ich würde mich freuen.

1 Kommentar

  1. Ich verstehe den Trubel im Analytics auch nicht. Zumal mich interessieren würde, ob die Datenschützer wissen, dass man Analytics anonymisieren kann und wenn ja, wie man dann mit der Übertragung der Daten umgeht. Ist dies dann für die Datenschützer rechtlich sauber oder gibt es dann immer noch etwas zu bemängeln?

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*