zweidoteins hat euch eine Freundschafts-Anfrage gesendet

Diese Woche geht es beim Webmasterfriday um Freundschaften. Genauer gesagt um Blogfreundschaften. Zum aktuellen Thema Blog-Freunde und Web-Bekanntschaften – alles Illusion? möchte ich natürlich mitmachen. Der Grund ist der, das nicht nur das Thema sehr interessant ist weil das Web das Wort Freundschaften zweckentfremdet, sondern auch weil so gut wie jeder der sich im Web 2.0 aufhält, davon betroffen ist. Ich auch. Meine Profile findet man auf StudiVZ, Facebook, Wer kennt Wen?, Twitter und mehr. Facebook zum Beispiel bietet eine Freundesliste an. Doch nicht alle auf dieser Liste sind meine Freunde.

Reale Freunde und Web-Bekanntschaften – Die Trennung
Meine Freundesliste auf Facebook umfasst aktuell stolze 241 Personen. Davon kenne ich allerdings nur einen kleinen Teil. Viele dieser Personen sind Blogger und Web-Bekanntschaften. Einige kenne ich auch nur vom kurzen sehen und Hallo sagen weil ich mit Freunden unterwegs waren, die diese Person kannten. Aber es sind noch lange nicht meine Freunde. Ich kenne den Unterschied zwischen Freunden und Web-Bekanntschaften: Freunde kenne ich jahrelang persönlich und kann ich Blind vertrauen. Web-Bekanntschaften kenne ich vielleicht auch jahrelang, dafür aber nicht persönlich. Und ob man Menschen trauen sollte die man nicht persönlich kennt, darauf muss ich ja jetzt nicht eingehen.

Reale Freunde und Web-Bekanntschaften – Der Vergleich
Reale Freunde sind wie schon erwähnt Personen mit denen ich jahrelang persönlich zu tun hatte und mit denen ich stets sehr gut ausgekommen ist. Vergleiche ich sie mit meinen Web-Bekanntschaften, erkennt man hier und da Ähnlichkeiten. Web-Bekanntschaften ist ja im Prinzip nichts anderes wie eine Freundschaft die über das Web stattfindet. Als Social Media und Web 2.0 Fan habe ich mit meinen Web-Bekanntschaften fast täglich zu tun. Genau wie mit meinen Freunden. Diese Web-Bekanntschaften, haben oft ein offenes Ohr für eigene Probleme im Web. Das kann hilfe bei der Einbindung von Werbung sein oder einfach nur Tipps und Tricks wie man den eigenen Blog verbessern kann. Im richtigen Leben geben meine Freunde zwar keine Tipps die zur Verbesserung des Blogs beitragen, allerdings helfen sie mir im realen Leben, zum Beispiel wenn mein Auto mal nicht anspringen sollte und ich irgendwo hin muss. Reale Freunde unterscheiden sich also vom Verhalten sehr wenig gegenüber den Web-Bekanntschaften.

Web-Bekanntschaften im realen Leben
Ich bin ein Mensch der seine sozialen Kontakte sehr gerne pflegt. Daher kommt es gelegentlich auch vor das ich mich mit bestimmten Personen aus dem Web treffe. Das erste mal geschah dies im Rahmen eines Golf 3 Treffens in Köln. In einem Golf 3 Forum bin ich auf eine Truppe gestoßen die sich regelmäßig einmal im Monat in Köln trifft. Dort wird dann gegrillt, Fachgesimpelt oder sich einfach nur nett unterhalten. Dann war es soweit: Das nächste Kölntreffen stand vor der Tür, und ich fuhr kurz entschlossen hin. Ich wurde sehr nett aufgenommen, jeder stellte sich vor bis ich dann regelmäßig an den treffen teilnahm. Da ich auch gerne FIFA im Onlinemodus spiele und ein sehr guter Freund (realer!) damit erfolgreich ist, bin ich mal mit ihm zu einem Offline-Turnier gefahren wo sich die Spieler trafen um sich für die nächst höhere Liga zu qualifizieren. Das Wochenende in Köln war auch sehr nett.

Bisher ist es leider nicht dazu gekommen das ich einen Bloggerkollegen oder eine Bloggerkollegin getroffen habe. Aber das soll sich in Zukunft auch ändern, denn Jasmina von der Onlinelupe und ich wollten uns schon vor längerer Zeit auf einen Kaffe treffen, woraus bis heute leider nichts geworden ist. Hoffentlich meldet sie sich mal wieder so das wir das Treffen endlich mal stattfinden lassen können. Also Jasmina, wenn du das hier ließt: Meld dich doch mal bei mir, meine E-Mail könntest du ja noch haben und wenn nicht, kennst du mich ja auf Twitter.

Die Distanz
Vielen ist ja auch ein gewisser Abstand zu anderen wichtig. Zwischen Bloggern sieht man das eigentlich schon ziemlich krass. So richtig kommt man an gewisse Personen einfach nicht ran, auch wenn sie auf Twitter ab und zu mal antworten. Diese Distanz zu wahren kann einen zwar schützen, aber auch gefährlich werden. Für mich ist sowas okay wenn jemand lieber Anonym bleiben und nicht immer ausgefragt werden will. Andere aber können das als Zeichen von Einbildung aufnehmen und diese Distanz ganz anders Interpretieren. Man sollte das Mittelmaß finden um die anderen auf Abstand zu halten, aber auch nicht also Eingebildetes Arschloch darzustehen.

Das Problem der „Neuen“
Was mir auch sehr aufgefallen ist, ist das neue Blogger es sehr schwer haben in Kommunikation mit anderen zu treten. Bei mir hat es auch länger gedauert das die großen auf mich aufmerksam geworden sind. Seitdem antworten sie mir auf Twitter, retweeten auch gerne gute Artikel von mir oder plaudern einfach nur nett mit mir.

Ich sehe das Problem da drin, das die großen ein Denken besitzen das ihnen sagt „Der Blog ist gerade mal ein paar Monate alt, es gibt nicht viele Artikel und Traffic hat er auch keinen“. Schlussfolgernd gibt es dann auch keine Antwort an den kleinen, frischen Bloggerkollegen. Ich möchte jetzt auch nicht jeden großen Blogger da reinziehen, einige sind ja wirklich nett und antworten jeden der seine Fragestellung höflich formuliert. Das ein oder andere schwarze Schaf gibt es trotzdem.

Mein Fazit
Wie man es auch dreht und wendet: Web-Bekanntschaften ähneln sich zwar mit realen Freundschaften, machen aber nicht dasselbe aus. Oftmals passiert es auch – wie zum Beispiel in meinem Fall – das Web-Bekanntschaften in kurzer Zeit zu realen Freundschaften werden, was man aber in keinem Falle versuchen sollte zu erzwingen. Weiterhin ist es egal auf wie vielen Freundeslisten ihr steht, denn nicht immer bedeutet das Wort Freunde im Web das was es in der Realität bedeutet.

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