Phase 2: Der Blog wird Erwachsen

Es ist mal wieder soweit: Wir haben Freitag, was ein neues Thema beim Webmasterfriday bedeutet. Nachdem ich mich in den letzten Wochen zurückgehalten habe, was den Webmasterfriday angeht, so finde ich das heutige Thema sehr interessant und beteilige mich mal wieder. In dieser Woche geht um die Phase 2 eines Blogs, der Weiterentwicklung. Unter dem Motto „Blog: Phase 2“ sind alle Blogger herzlich eingeladen, über das Thema zu schreiben und wie sie die Weiterentwicklung von Blogs sehen. Gibt es überhaupt eine Phase 2, oder ist die Entwicklung eines Blogs ein stetiger Prozess, welcher langsam aber sicher immer weiter läuft? Nun, ich führe jetzt seit über einen Jahr meinen Blog zweidoteins, der sich sicherlich schon ein wenig weiterentwickelt hat. Anders könnte ich mir meine Besucherzahlen gar nicht erklären.

Wie sieht die Entwicklung eines Blogs aus?

Sicher könnte man sagen, das es mehrere Phasen eines Blogs gibt: Die Anfangsphase, die Mittelphase und die Endphase. Doch gibt es solche Phasen überhaupt? Und wie zeichnen sich diese aus? Nun, in der Anfangsphase hat der Blog wenige Beiträge, wenige Kommentare und wenige Besucher. Der Blogger steht also praktisch alleine dar und hat nur die Besucher, die sich über Links oder durch diverse Social Media Kanäle auf den Blog verirren. In der zweiten Phase hat der Blogger schon ordentlich rein gehauen, einige Artikel veröffentlicht, Besucher kommen nun auch über die Suchmaschinen wie Google und vor allem gibt es Stammkommentatoren, die öfters ein Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen. In der Endphase beginnt der Blogger an zu schwächeln, Beiträge erscheinen immer seltener bis gar nicht mehr, die Lust und Freude am Bloggen ist verloren und Kommentare gibt es aufgrund der seltenen neuen Beiträge gar nicht mehr.

So zumindest könnte ich mir die Phasen für Blogs erklären. Ich bin aber nicht der Meinung, das es Phasen oder Stufen für einen Blog gibt, denn der Blog entwickelt sich mit jedem Beitrag immer weiter. Die Entwicklung eines Blogs ist – bei guter Pflege und ständig neuen Beiträgen – wie eine kurve nach oben in einem Diagramm. Erst dauert es ein wenig bis der Blog in fahrt kommt, bis er dann immer weiter und schneller wächst. Immer mehr Leute werden auf den Blog aufmerksam, Tweeten und Liken Artikel, setzen Links und Kommentieren. Bis der Blog den Blogtot stirbt. Es handelt sich meiner Meinung nach also um einen fließenden Prozess, welcher sich ständig weiterentwickelt, sofern der Blog gepflegt wird.

Wie entwickel ich meinen Blog weiter?

Ganz einfach: Bloggen. Der Blog ist dazu da, um Inhalte ins Web zu publizieren. Und das sollte auch getan werden, denn nichts anderes erwarten die Besucher. Wer immer wieder neue Beiträge veröffentlicht, entwickelt seinen Blog weiter. Der Blog wächst nicht nur in der Datenbank, sondern er erhält auch ständig neue Links, ohne das man einen Linktausch eingeht oder sich Links kaufen muss. Wer gute Artikel schreibt, erhält mehr Links als die, die schlechte Artikel schreiben.

Mit der Zeit weiß man einfach was ankommt und was nicht und lernt, wie man Links ergattern kann. Mit der Zeit erkennt man auch, wie man gut getarnte Linkbaits startet um an Links zu kommen. Doch sind Links wirklich alles? Links sind wichtig, um Rankings in den Suchmaschinen zu erhalten, was wiederum mehr Besucher bedeutet. Aber ein Blog lebt eben nicht nur von Links, sondern von den Inhalten, die veröffentlicht werden. Besucher kann man auch bekommen, indem gute Artikel getweetet werden. Diese werden dann Retweetet, was wiederum bedeutet, das mehr Leute den Link auf den Bildschirm bekommen. Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis immer mehr Besucher auf den Blog kommen, weil er eben gute Inhalte veröffentlicht, die gerne Retweetet werden.

Denken wir doch mal in Phasen

Wenn wir nun doch mal in Phasen denken, so ist die Phase 2 erreicht, wenn die ersten Stammleser gewonnen wurden, vielleicht ein paar mehr Follower den Blog-Account auf Twitter folgen und der Blog schon einige Beiträge hat. Doch leider halten viele gar nicht bis in Phase 2 durch, denn das schreiben eines Beitrages kostet eben Zeit, welche man sich nicht immer nehmen kann und manchmal auch nicht möchte.

Wer einen Blog startet und denkt, er erreicht direkt tausende von Besuchern täglich, erreicht Phase 2 nie. Denn die Realität sieht anders aus: In den ersten Monaten kommen keine 100 Besucher täglich zustande, was natürlich für viel Frust sorgt. Also gibt man das Bloggen auf, weil man nicht das erreicht hat, was man sich erhofft hat. Das gleiche gilt natürlich auch für Geld: Eine Hand voll Menschen (oder auch ein paar mehr), verdient Geld mit seinen Blog. Und das manchmal auch nicht zu knapp. Schauen wir zum Beispiel mal den Blog von Peer an, so sehen wir monatlich Zahlen, die jeder gerne in seinem Portmonaie hätte. 3000-4000€ klingt doch gut fürs bloggen, oder etwa nicht? Wer diese Summen mit einem Blog verdienen möchte, sollte sich aber auch über die Arbeit welche dahinter steckt im klaren sein. Ein Blog, welcher so viel Geld abwirft, ist nicht mal eben von heute auf morgen gestartet und hochgezogen. Dazu braucht es Zeit und eine menge an Durchhaltevermögen. Peer bloggt nun schon seit mehreren Jahren und veröffentlicht täglich Beiträge, die nicht nur sehr gut geschrieben sind, sondern auch zu 100% in seine Nische passen. Und wer in seiner Nische so erfolgreich und lange bloggt, kann auch gut und gerne 3000€ und mehr im Monat mit seinem Blog verdienen.

Wie seht ihr das mit den Phasen?

Wie denkt ihr über die Phasen eines Blogs? Nun, der Webmasterfriday ist für alle da und jeder Blogger kann gerne teilnehmen. Ich denke, das nicht nur ich mich freuen würde, wenn mal wieder ein paar neue Blogs teilnehmen würden. Gerne könnt ihr mir auch ein Kommentar hinterlassen und mir sagen, ob ihr die Entwicklung eines Blogs auch in Phasen seht oder nicht.

2 Kommentare

  1. Ein sehr interessanter Artikel. Schade, dass es keine Zahlen und Untersuchungen gibt, welche sich mit dem Thema der Blogentwicklung beschäftigen. Ich bin gespannt, wie lange es bei uns dauert, bis wir „Phase 2“ erreichen – oder ob wir diese Entwicklung auch als kontinuierliches Wachstum erleben.

    Liebe Grüße, Tanja

  2. Guter Beitrag, find das Theme des Webmaster Fridays echt gelungen. Aber Peer hat würde ich mal sagen keinen Nischenblog denn er behandelt echt eine riesen Reihe an Themen…

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