Nicht die Länge ist entscheidend – Auf die Technik kommt es an!

Nein, jetzt folgt kein Inhalt, der euch darüber aufklärt das die Länge beim Geschlechtsverkehr nicht entscheidend ist. Das Vorweg, damit jetzt wieder 90% der Besucher abspringen und nur noch der Teil übrig bleibt, der sich für das eigentliche Thema des Artikels interessiert: Der optimale Blogartikel. Dieses Thema gibt der Webmasterfriday nämlich für diese Woche vor und zielt dabei etwas genauer auf die Länge eines Blogartikels. Sollt er lang sein oder doch lieber kurz? Oder kommt es hinterher sowieso nur auf die Technik, in dem Falle den Inhalt, an? Nun, sehr gerne möchte ich mich auch diese Woche wieder am Webmasterfriday beteiligen, schließlich wird im entsprechenden Artikel vom Webmasterfriday über die Suchmaschinenoptimierung geschrieben und ob sich die Länge des Artikels vielleicht auf das Ranking auswirken kann.

Lesen die Leser lange Artikel überhaupt?

Einen langen Artikel zu lesen kostet sehr viel Zeit, was viele Besucher abschreckt. Das hat zur Folge das von 1000 Besuchern, vielleicht 100 den Artikel überhaupt von Anfang bis Ende lesen. Der Rest ließt entweder nur einen Teil oder ist vom langen Text so schockiert, das er die Seite direkt wieder schließt. Für den Blogger mag das vielleicht frustrierend sein, aber irgendwo muss man die Besucher auch verstehen. Nicht jeder hat die Zeit oder die Nerven, sich einen Artikel in Überlänge durchzulesen. Man kann auch nicht genau sagen, wie lang ein Artikel sein darf, damit ihn noch jeder ließt, genau so wenig wie man sagen kann, wie viele Besucher die etwas längeren Artikel lesen.

Bei manchen Texten muss es länger werden!

Es gibt Blogartikel, die können und müssen einfach nicht lang sein. So wie bei meinen Artikeln über die WordPress Updates. Wieso sollte ich ellenlange Texte schreiben, wenn nur zwei oder drei Sicherheitslücken geschlossen wurden? Das würde dem Leser nicht nur sehr viel Zeit stehlen, sondern auch vom Kernpunkt des Beitrages ablenken. Es gibt aber auch Artikel, welche einfach länger sein müssen. Ein gutes Beispiel dafür sind Testberichte: Wenn ich einen Testbericht schreibe, wie über den SEO Traffic Booster oder über Xovi, müssen diese einfach etwas länger ausfallen als andere. Schließlich beinhaltet ein Testbericht alle Funktionen die besprochen werden sollten. Dazu muss man ins Detail gehen und den Leser über alles aufklären. Stellen wir uns mal vor, einer meiner Traffic Booster Artikel wäre nur Oberflächlich behandelt geschrieben worden und würde deswegen kurz ausfallen. Ich hätte nur geschrieben, welche Funktionen das SEO-Tool hat und wie viel es kostet. Jetzt kauft sich jemand die Software und ist enttäuscht, denn hinter den Namen der Werkzeuge und Funktionen steckt nicht das, was man erwarten würde. Dann wäre es zum Teil auch meine Schuld, denn ich habe nicht genug Informationen gegeben um einen Einblick in die Software zu erhalten. Ihr wärt dich sicherlich auch enttäuscht, oder?

Medien nutzen, um Interesse zu wecken

Mit Bildern und Videos lassen sich Blogartikel nicht nur optisch Aufwerten, sondern können beim Besucher auch noch Interesse wecken. Behandelt man zum Beispiel ein Thema oder stellt ein Produkt vor, so kann eine Visualisierung durch Bilder den Besucher dazu bringen, wenigstens Ausschnitte des Blogartikels zu lesen. Auch Videos wecken eine menge Interesse, sofern diese das Produkt zum Beispiel vorstellt. So handhabe ich das zum Beispiel auf meinem DJ Blog. Stelle ich ein Produkt vor, zum Beispiel ein DJ Controller, so binde ich am Ende des Beitrages sehr gerne ein Video ein, welches das Produkt und dessen Funktionen vorstellt. Damit bekommt der Besucher nicht nur einen Einblick auf das Produkt, sondern in den meisten Fällen auch einen Großteil des Inhaltes aus meinem Text. Im DJ Bereich habe ich das Glück, das die Hersteller von sich auch sehr gerne Videos ihrer Produkte hochladen, so das ich dies nicht mehr machen muss.

Struktur – Dem Leser einen roten Faden bieten

Ein optimaler Blogartikel hat nicht nur die wichtigsten Informationen in sich, sondern ist klar Strukturiert. So wie dieser Artikel zum Beispiel. Ich schreibe zuerst über die Länge eines Blogartikels, dann über die Verwendung von Medien, und nun über die Struktur. Es gibt kein durcheinander und der Besucher findet sich zurecht und ließt die Teilbereiche dieses Artikels nacheinander. Auf diese Weise versteht der Leser, also auch du, was ich ihm, auch wieder dir, mitteilen möchte. Falsch wäre es gewesen, wenn ich erst ein wenig über die Länge eines Blogartikels schreibe, dann über die Struktur und anschließend wieder auf die Länge zurückkomme. Dann fehlt der Zusammenhang zum Text der davor stand und der Besucher kann mir im schlimmsten Falle folgen. Wichtig ist, das der Text einen imaginären roten Faden enthält, der durch den ganzen Text führt. Um den Content des Blogartikels sauber zu strukturieren, eignen sich Überschriften, wie zum Beispiel in diesem Artikel, sehr gut.

Ich lese auch lange Artikel

Auch wenn ich mir manchmal denke, das ich mir sehr viel Zeit sparen könnte, so lese ich auch sehr oft lange Artikel durch. Mich schreckt die Länge eines Blogartikels nicht ab, denn ich bin alles andere als Lesefaul. Oft kommt es aber auch vor, das ich nach dem ersten Absatz schon wieder abspringe und die Seite schließe. Das liegt dann aber nicht daran, das ich keine Lust zu lesen habe, sondern merke, das der Artikel nicht das ist, was die Überschrift verspricht. Lange Artikel gehören einfach dazu und sind meiner Meinung nach nicht umsonst so lange geworden.

Und wie sehen es die Suchmaschinen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, das Google nicht wirklich einen Unterschied macht, ob ein Artikel kurz oder lang ist. Man sollte aber bedenken, das ein Artikel seine 300 Wörter haben sollte, um von der Suchmaschine überhaupt richtig wahrgenommen zu werden. Google selber sagt ja, man solle für die Menschen schreiben und nicht für die Suchmaschine. Daher wäre es schon sinnvoll, keine Artikel mit nur 50 bis 100 Wörtern zu veröffentlichen, denn wer kann in 50 oder 100 Wörtern schon etwas beschreiben, so das man jemanden weiterhelfen kann? Trotzdem gibt es keine optimale Länge für die Suchmaschinen, wie ich finde. Ich ranke mit kurzen, aber auch mit langen Artikeln gut, was mir wiederum sagt, das es Google nicht unbedingt auf die Technik ankommt. Google mag aber Struktur und mag auch Überschriften (H2, H3, H4), welche im Content selber vorkommen. Daher sollte man, sofern man seine Webseite auch für die Suchmaschinen optimieren möchte, auf die Struktur achten.

Checkliste für den optimalen Blogpost

  • Eine knackige Überschrift, die die Kernaussage des Inhaltes wiedergibt
  • Einen Einleitungstext, welcher einen kurzen Überblick über den Inhalt verschafft
  • Mindestens 300 Wörter, aber den Artikel nicht viel zu lang (>2500 Wörter) werden lassen
  • Medien wie Bilder und Videos benutzen
  • Eine klare Struktur verfolgen
  • Überschriften für einzelne Themen und Unterthemen im Artikel verwenden
  • Fazit aus der eigenen Meinung schreiben

Mein Fazit

Obwohl ich selber lange Artikel lese, weiß ich, das viele von der Länge abgeschreckt werden und den Artikel gar nicht erst Anfangen zu lesen. Letztendlich kommt entscheidet aber nicht die Länge des Artikels darüber, ob ein Leser den Artikel auch komplett ließt, sondern das Thema. Während viele keine Lust haben, einen sehr langen Artikel über ein neues, aber kleines WordPress Update zu lesen, so habe ich die Erfahrung gemacht, das gerade lange Testberichte, die sehr detailliert und sehr ausführlich sind, bei den Besuchern und Lesern gerne ankommen.

3 Kommentare

  1. Hey Christian,
    langer, aber treffender Artikel! ;-) Im Grunde genommen siehst Du es ähnlich wie ich, nur schaffst Du es dank Deiner Erfahrung das Ganze besser in Szene zu setzen und in Worte zu fassen. Ich meine, wenn ein Artikel gut ist, dann kann er auch etwas länger sein. Und wie Du schon selbst sagst, wenn ich anfange zu lesen und es steht nicht da was ich suche, dann springe ich sofort wieder ab, denn wieso sollte ich so viel lesen, wenn ich es eigentlich gar nicht wissen will?!
    LG Nathanael

  2. Dafür, dass lange Text abschrecken sollten, hast du mich mit diesem Text gut gehalten. :)
    Danke für die vielen wertvollen Tipps – besonders die Checkliste ist sehr praktisch. Werde ich gleich unseren Autoren bei Beyond-9to5 weiterschicken.

    Liebe Grüße & ein schönes Wochenende,
    Tanja

  3. Es kommt ja letztendlich darauf an, für was für ein Publikum man schreibt, bzw. welche Leser man ansprechen möchte. Hat man etwas sinnvolles mitzuteilen, dann werden interessierte Nutzer sich auch die Zeit nehmen, einen langen Text zu lesen, oder diesen gar als Bookmark zu speichern, um ihn später zu lesen.

    Es gibt ja auch Zeitgenossen, die Twittern lange Beiträge, auch ohne diese gelesen zu haben, sozusagen als „Merkbefehl“ an sich selbst, um z.B. Abends mit etwas mehr Zeit, den Text in Angriff zu nehmen.

    Wie Du ja auch selbst schreibst, kommt es vor allem auf die „Technik“ an, sprich: Ein roter Faden, eine sinnvolle Gliederung mit Überschriften und Absätzen sowie eine ansprechende Bebilderung des Inhalts. Das Fazit am Ende ist dann ja wieder für die eiligen Leser, die nur die Headline lesen, ein paar Zwischenüberschriften überfliegen, um die Essenz des Beitrags am Ende zu konsumieren, was oft auch einer Prüfung gleichkommt, ob man sich überhaupt die Zeit nehmen will, einen längeren Beitrag zu lesen… daher sind diese auch oben von Dir aufgeführten Punkte in jedem Fall wichtig – gerade bei längeren Artikeln.

    Gruß,
    Sebastian

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