Kommentar-Spam und Trackback-Spam

Ein problem welches ich mit dem Plugin AntiSpam Bee entgegenwirke ist der Kommentar- & Trackback Spam. Das ist nämlich ein problem welches jeder Blogger kennt, auch wenn die Plugins den Spam herausfiltern. Es stört einfach ungemein, vorallem wenn man wie ich immer wieder eine E-Mail erhält „Kommentar wurde als Spam markiert“. Mir ist klar das ich das auch ausstellen kann, aber ich will ja auch immer auf dem neusten Stand sein. Es kann ja auch mal sein das dass Kommentar falsch eingeordnet wurde. Aber okay. Warum ich dieses altbekannte Thema wieder einmal aufnehme ich der, das der Webmasterfriday diese Woche das Thema Kommentar-Spam und Trackback-Spam ausgesucht hat.

Kommentar-Spam
Es ist fakt das man durch Kommentare sein Traffic erhöhen und seine Leserzahl steigern kann. Die Frage ist nur: Wie offensiv kann man dabei vorgehen ? Um diese Frage zu klären, muss man natürlich erstmal wissen wofür die Kommentar-Funktion überhaupt gedacht ist. Egal ob auf Community-Portalen, Webseiten oder Blogs: Die Kommentar-Funktion ist nicht nur da sondern auch wichtig. Egal ob Erfahrungsaustausch, Meinungskundgebung oder Disskussion: Immer mehr werden die Kommentare genutzt. Doch wofür überhaupt ? Das mache ich an einer kleinen Liste ersichtlich, die ihr folgend seht.

  • Meinungen
    Jeder hat zum beschriebenen Thema oder zur veröffentlichte News eine andere Meinung. In den Kommentaren kann jeder Nutzer seine eigene Meinung und Auffassung äussern.
  • Erfahrungen
    Es kann auch sein das Nutzer eigene Erfahrungen mit in die Kommentare schreiben. Wird zum Beispiel ein Handy gelobt (zum Beispiel das neue iPhone 4G) und ein Nutzer damit negative Erfahrungen gemacht hat weil ein Produktionsfehler vorliegt (zum Beispiel kann der Akku defekt sein), kann der Nutzer die Kommentar-Funktion nutzen um dieses bekannt zu machen.
  • Antworten
    Artikel enthalten die verschiedensten Formen von Texten, dazu zählen auch Fragen. Fragt der Autor des Artikels die Nutzer etwas, könnten diese darauf antworten.
  • Ergänzungen
    Kein Mensch ist perfekt und so kann es jedem Autor mal passieren das er etwas vergisst. Aufmerksame Nutzer, denen sowas auffällt haben durch die Kommentar-Funktion die möglichkeit den Artikel zu ergänzen. Kurze Anmerkung: Es muss nicht umbedingt dran liegen das der Autor etwas vergisst, vielleicht weiss er nur nicht alles, denn nicht jeder ist ein Experte.
  • Lob
    Das für einen Blogger wichtigste zum Schluss: Das Lob und die Anerkennung. Natürlich kann man in den Kommentaren auch einfach mal ein Lob aussprechen um den Blogger zu zeigen wie sehr man seine Arbeit schätzt.

Es gibt natürlich noch weitere Gründe weshalb man die Kommentar-Funktion nutzen kann. Die genannten waren nur die wichtigsten, um zu erklären wieso es überhaupt eine Kommentar-Funktion gibt.

Haben wir das nun geklärt, kann man sich langsam den Kommentar-Spam zuwenden. Wieso gibt es ihn überhaupt ? Die Antwort ist ganz einfach: Backlinks und Traffic. Angenommen ich kümmere mich nicht um meinen Blog welcher PageRank 3 oder höher hat. Der Spamer knallt seinen Link in meine Kommentare die nicht gefiltert werden und kassiert durch meinen Traffic Besucher. Für Google sieht die Welt dann wieder anders aus, denn die gesamte Seite ist für Google nichts mehr als ein Ellenlanger Text. Da sein Link jetzt in meinem „Text“ steht, wertet Google das als Empfehlung und dementsprechend könnte Herr Spamer in den Suchergebnissen steigen.

Dem ganzen kann man entgegenwirken in dem Plugins wie AntiSpam Bee oder ähnliche auf den Blog eingesetzt werden. Ich setzte es seit einigen Wochen ein und habe bisher nur gutes zu berichten. Natürlich kann man auch „von Hand“ aussortieren, aber so bleiben nicht nur die Spamkommentare länger sichtbar (falls ihr mal nicht am PC seid) sondern werden auch noch mehr. Eins muss man sich merken: Spamer sind nicht Dumm und immer wenn die Kommentare länger als ein paar Stunden öffentlich bleiben, kommen immer mehr und immer mehr und und und. Und irgendwann habt ihr eine Spamplantage, was natürlich nicht Sinn und Zweck eines Blogs ist.

Wechseln wir aber mal das Thema, denn bisher bin ich nur auf die Bloggersicht eingegangen, möchte aber nun auch auf die Sicht als Kommentarschreiber eingehen. Immerhin ist es wichtig das man sich bei eröffnung eines eigenen Blogs einen Namen macht. Dies geschieht nicht nur über Social Networks und guten Artikeln, sondern auch über Kommentare auf Blogs anderer Blogger. Hier muss man drauf achten das die Kommentare positiv auffällig sind und nicht als Spam markiert werden. Daher ist es besser nicht auf jeden Artikel einen Kommentar zu schreiben, sondern nur auf die, die einen wirklich interessieren und wo man auch was zu sagen kann. Ist man nämlich einmal auf der Spamliste bzw. im Spamfilter drin, kommt man nur sehr schwer wieder runter bzw. raus.

Trackback-Spam
Ein großes Thema ist auch der Trackback-Spam, welcher in letzter Zeit immer häufiger vorkommt. Der Grund ist das viele Anti-Spam-Plugins noch gar nicht auf den Trackback-Spam vorbereitet sind und daher auch keinen Spam markieren können. An dieser Stelle nochmal kurz Werbung, denn AntiSpam Bee unterstützt auch die Filterung von Trackback-Spam, was sehr nützlich und angenehm ist. Als Trackback-Spam bezeichnet man Pings oder Trackbacks auf Artikel, die einfach nur den ersten Satz des Artikels enthalten oder einen Artikel der viele tausende Trackbacks versendet. Hier ist es schwieriger Spam als Spam zu identifizieren, denn man weiss nicht immer ob man ernsthaft verlinkt worden ist oder nur um einen Backlink zu erhalten. Ich kontrolliere jeden Ping bzw. Trackback, egal ob als Spam gefiltert oder nicht, denn auch Plugins machen mal fehler. Ist der Artikel der auf einen meiner Artikel verweist lesenswert und enthält nicht mehr als 10 Links zu Artikeln genehmige ich ihn und mache ihn somit öffentlich.

Hier muss aber jeder selber entscheiden wie er aussortiert. Als kleine Hilfe habe ich mal eine kleine Liste erstellt wie man eventuellen Trackback-Spam als solchen identifizieren kann.

  • Aktualität des Blogs
    Wie oft wird der Blog gepflegt und aktualisiert auf dem sich der Trackback befindet ? Ist er lesenswert ? Wieviel Datenmüll enthällt er ?
  • Anzahl der Trackbacks
    Wieviele Trackbacks werden im Artikel gesendet ? Mehr als 10 ? Wie wird euer Artikel erwähnt ? Mit einem Satz oder schon ein Absatz ?
  • Wie sieht der Artikel aus ?
    Sind im Artikel ganze Sätze geschrieben ? Wurde der Text zusammenhängend geschrieben oder werden einfach nur tausende von Keywords nacheinander angereiht ?

Das sind die ersten Faktoren auf die ich achte und die für mich ausschlaggebend sind ein Trackback zu untersuchen.  Hier sollte sich aber jeder selber gedanken machen inwiefern er Trackbacks untersucht.

Kommen wir aber wieder zu Seite des Trackback-Senders, in der sich jeder Blogger mal befindet. Möchte man nicht auf der Spamliste landen, ist es wichtig einige Dinge zu beachten. Diese habe ich wieder als Liste dargestellt.

  • Pflege
    Wenn ihr auf die Pflege der Blogs achtet, tuhen das andere bestimmt auch. Also: ein gepflegter Blog ist wichtig !
  • Anzahl der Trackbacks
    In einem Artikel mit 500 Wörtern sollten keine 50 Trackbacks versendet werden. Das wirkt unseriös und bewirkt eine schnelle löschung des Trackbacks. Natürlich kann ich in einem Artikel 50 Trackbacks versenden, dann sollte der Artikel aber auch dementsprechend lang sein.
  • Erwähnung
    Wie wird der Artikel der angepingt wird erwähnt ? Das ist ein wichtiger Faktor für viele, denn wenn nur Keywords verwendet werden, nützt das keinem was ausser dem Trackback-Sender. Schreibe ich jedoch einen ganzen Absatz zum beworbenen Artikel, freut sich nicht nur der Spamfilter, sondern auch der Blogger.

Jenachdem wie gründlich ein Blogger seine erhaltenen Trackbacks durchleutet, kann es sein das ihr trotzdem durch den Spamfilter fallt. Dann hilft es den Blogger einfach mal eine freundliche E-Mail zu schicken oder ihn per Twitter zu kontaktieren.

Spamverdacht
Ein Kommentar oder Trackback gerät bei mir unter Spamverdacht wenn er auf einer anderen Sprache geschrieben wurde als mein Artikel. Ausserdem sollten nicht nur Keywörter im Kommentar enthalten sein, denn das ist auch mehr als auffällig. Noch auffälliger ist nur noch wenn der Kommentar nur Links enthält. Wie man sieht kann man das ganze relativ Simpel eingrenzen, da die Spamer noch nicht auf die Idee gekommen sind echt aussehende Spam-Kommentare rauszuschicken. Hoffentlich bleibt das auch so, denn dann wird es ganz schön nervig.

Ich habe das problem das ich jeden Kommentar mit mehr als 140 Zeichen mit einem follow-Link belohne. Das habe ich mir zwar selbst ausgesucht, das aber so viel Mist dabei rauskommt, hätte ich nicht gedacht. Es erreichten mich zum Beispiel Kommentare wie „Sehr schöner Artikel, gefällt mir super der tolle Artikel über Suchmaschinenoptimierung und Twitter. Sehr gut gemacht“. Mal ganz ehrlich: Das nimmt doch kein Mensch ernst. Und doch ist die realität so hart, das die Menschen mit solchen Kommentaren versuchen einen follow-Link abzustauben – Und das nicht zu knapp, denn mehr als zwei bis drei mal pro Woche erreicht mich so ein Kommentar. Aber zum Glück erkenne ich das immer recht schnell und komme auch fix dazu diese Kommentare auszusortieren.


1 Kommentar

  1. Ich Zitiere mal:

    „denn mehr als zwei bis drei mal pro Woche erreicht mich so ein Kommentar.“

    Ja, das ist einfach so im Internet. Damit muss man leben. Deshalb finde ich es gut wenn man trotzdem auf DoFollow bleibt. Das mit den 140 Zeichen ist eine Lösung finde ich. In meinem Blog mache ich vorerst alles per Hand. Mal sehen wie’s sich entwickelt.
    Ich kann übrigens ein Lied vom Spam singen. Ich betreibe nämlich auch einen Web-Katalog (dessen Link ich jetzt hier nicht „spamme“, wer’s wissen will..: fragen, dann gibs die URL ;-) ). Und in diesem melden sich täglich massenhaft Spamseiten an. Ein Menge davon wird schon durch die erforderliche Mail-Bestätigung gefiltert, aber ein Großteil geht eben durch. Ca. 50% aller bestätigten Anmeldungen muss ich löschen.
    Da sind dann z.B. Seiten dabei, die aus einer einzelnen Webseite mit einer Ansammlung von Keywörtern umringt von Werbung bestehen.
    Naja, eh ich mich verquassel… so is das Netz.. :-)

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*