Ich mag dich zwar nicht, aber für meinen Blog bist du gut

Jemanden Kritisieren, vor die Wand stellen, in aller öffentlichkeit blamieren – Das wollen die Leser sehen, oder nicht ? Der Webmasterfriday lädt diese Woche dazu ein über das Thema „Sind die Bösen fürs Bloggen die Besten?“ zu schreiben. Im eigentlichen Sinne geht es darum das die „erfolgreichsten“ Artikel immer die sind, in denen man sich über jemanden auslässt. Das man jemanden Kritisiert und einen „bösen“ im Blogartikel hat, dem man alle Schuld zuschiebt. Ein sehr interessantes Thema wie ich finde, denn ich habe auch mal Kritisiert. Dabei war es aber nicht das es einen bösen gab, sondern eher darum das mir etwas nicht gefiehl. Wie soll es auch anders sein: Der Artikel wurde ein Hit und sogar vom „bösen“ erwähnt und gelobt…

Du bist böse, machst meinen Artikel aber zum Hit
Provokation wird gerne gelesen. Es ist wie Klatsch und Tratsch: Man erzählt die schlimmen Dinge einer Person und schreibt sich direkt in die Leserherzen. In der Blogosphäre im Bereich SEO, Marketing, Social Media glaube ich aber das man das nicht verallgemeinern kann. In meinen Augen sind die Leute die unsere SEO-Blogs lesen meist die Leute die etwas gebildeter sind und nicht jeden quatsch glauben. Ausserdem sind sie vom Verstand soweit das es ihnen weniger gefällt wenn man jemanden in Grund und Boden schreibt. Natürlich fängt man sich andere leser dadurch, die aber in den weiteren Beiträgen eh wieder die Lust verlieren.

Das Zauberwort ist konstruktive Kritik. Wenn ich jemanden anständig Kritisiere, mit handfesten Begründungen und meiner eigenen Meinung, werde ich erfolg haben. Nichts ist besser als immer die Wahrheit zu sagen und dazu gehört auch mal jemanden zu Kritisieren. Beschimpfe ich aber jemanden und gehe weit unter die Gürtellinie nur weil ich das Handeln einer Person nicht gut finde, wird der Schuss nach hinten losgehen. Beleidigungen, Beschimpfungen und alles was dazu gehört ist einfach kein Verhaltensmuster mit denen sich anständige Leute abgeben wollen.

Definition „Böse“
Die Definition von „Böse“ ist grundlegend eine Auslegungssache des Bloggers. Für mich persönlich sind die Menschen böse die unrechtes tun und sich total daneben benehmen. Das kann durch Contentklau, Spamerei oder halt durch Beleidigungen anderer Blogger sein.

Ich kritisiere auch…
Du hast richtig gelesen, denn ich kritisiere auch. Wer meinen Blog verfolgt hat oder Martin Missfeldt heisst, wird es bestimmt mitbekommen haben, denn ich habe den Webmasterfriday, bzw. Martin Missfeldt, den Betreiber des Webmasterfridays, wegen einem Thema kritisiert. In der Kalenderwoche 24 lautete das Thema „Zwei schöne Blogempfehlungen“ und wie uns die Headline schon verrät, sollte man als Teilnehmer zwei Blogs vorstellen. Ich tat dies auch, kritisierte im gleichen Beitrag aber das Thema wie man in meinem Artikel „Zwei empfehlenswerte Blogs“ lesen kann. Wer keine Lust zum Nachlesen hat: Für mich hatte Martin mit dem Thema den Grundgedanken vom Webmasterfriday verfehlt.

Da ich selber ein ruhiger Mensch bin der nur gut überlegt und konstruktiv Kritisiert, wurde meine Ehrlichkeit „belohnt“. Er schrieb in seinen Artikel über meine unaufgeregten Art zu Kritisieren und sagte er fände es toll, denn unter Blogger-Kollegen würde man kaum Kritik lesen. Damit hatte er auch recht. Eine weitere Belohnung war ein Backlink von seinem Blog zu seinem, weil er mich ja kurz vorstellen musste.

Seitdem haben sich meiner Meinung nach auch ein wenig die Themen für den Webmasterfriday geändert. Sie sind näher am Grundgedanken und fordern die eigene Meinung und nicht zwei Links. Wie man sieht kommt man mit konstruktiver Kritik einfach weiter.

Feindbilder pflegen ?
Ich finde das Wort „Feind“ trifft nicht ganz zu, denn wenn ich jemanden Kritisiere ist er nicht zwangsläufig mein Feind. Allerdings gibt es auch sowas wie „Feinde“ in der Blogosphäre, Beispiele dafür habe ich jedoch nicht. Ob man seine Feindbilder pflegen soll ich so eine Sache, denn ich bin der Meinung das wenn ich jemanden Kritisiere dann auch erstmal gut sein muss. Schließlich muss ich ihm ja auch etwas Zeit geben darauf zu reagieren und sich meine Kritik zu Herzen zu nehmen. Ändert der Kritisierte dann noch seine Handlungen oder äussert sich auf einer vernünftigen Ebene, gibt es keinen Feind dessen Bild ich pflegen muss. Meistens ist das so der Fall, denn wir Blogger sind doch alle dufte Leute, oder ?

Was in eine konstruktive Kritik gehört
Deine Art gefällt mir nicht weil du Dumm bist. Der Satz zieht immer, glaubt es mir. Nicht. Möchte man etwas bewirken, darf man dem gegenüber nicht „dumm kommen“. Bei Kritiken ist immer äusserste Vorsicht geboten, da man nie weiss wie Kritikfähig der kritisierte ist. Man sollte ehrlich und offen sagen was einem Stinkt. Wenn man das noch gut begründet ist man meistens auf der sicheren Seite. Wer noch hilfestellung geben möchte, kann einen kleinen Tipp mitgeben wie man es besser machen kann.

Weiterhin gilt beim Kritisieren: Höflich sein. Beleidigungen oder Vorwürfe sind fehl am Platz und bewirken genau das gegenteil von dem was ihr erreichen wollt. Haltet euch immer vor Augen wie ihr Behandelt werden möchtet und legt selber dieses Verhalten an den Tag.

2 Kommentare

  1. Ja, an die Geschichte hatte ich auch schon gedacht. Stimmt natürlich genau, dass diejenigen, die man kritisiert, noch lange keine „Feinde“ sind. Im gegenteil, man kann daraus sogar recht gut einen für alle unterhaltsamen „Battlebait“ machen (schon wieder eine neue Baitform gefunden).
    Gruß, Martin

  2. Ich stimme Dir (ich hoffe, das Du ist nicht zu persönlich?) grundsätzlich zu. Tatsächlich ärgere ich mich immer maßlos, wenn ich mich durch viele beleidigende Kommentare durchhangeln muss, um die „echten“ Kommentare zu lesen.
    Ist eigentlich Kritik an „Oberflächlichkeiten“ wie schlechter Rechtschreibung konstruktiv?

    Grüße

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