Wie sieht Twitters Zukunft aus ?

Eine Frage dich mich in den letzten Tagen kaum losgelassen hat ist ob Twitter nur ein Hype ist oder ob es sich in der Zukunft durchsetzt.
Twitter ist neu, Twitter ist hübsch, Twitter macht Spaß und jeder twittert.
Kann sich der Microblogging-Dienst überhaupt in Zukunft etablieren oder wird er genau so schnell wieder von der Bildfläche verschwinden wie er gekommen ist ?
Besonders Interessant ist für mich die Frage ob in 5 Jahren überhaupt noch getwittert wird und wenn ja: Vergleichbar viel ?

Was ist Twitter überhaupt ?

Es gibt bestimmt noch den ein oder anderen Menschen auf dieser Welt, der noch nichts von Twitter gehört hat.
Das ist ja nicht weiterschlimm und aus diesem Grund mal eine kurze und knappe Erklärung zu Twitter:

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, welcher in meinen Augen Instantmessenger und SMS kombiniert hat.
Anders wie beim schreiben einer SMS muss ich keine Nummer eingeben, denn die eigene Kurznachricht, auch Tweet genannt, wird für jeden sichtbar, der mir folgt.
Folgen ist auf Twitter nichts anderes wie das Abonnieres eines RSS-Feeds, denn die Tweets vom gefolgten sind für dem folger immer auf dem aktuellsten Stand.
Jeder Twitter-User kann jedem anderen folgen und damit seine Kurznachrichten abonnieren.
Eine Kurznachricht ist auf Twitter 140 Zeichen lang und kann nicht verlängert werden.

Ein Video, welches ich gerne zur Frage Was ist Twitter zeige ist das von CommonCraft:

Twitters Einschlag

Seit Barack Obama 2008 das zwitscher begonn, kam der Twitter-Trend langsam ins Rollen.
Nachdem die Medien aber über Twitter berichteten, war Twitter nicht nur in aller Munde, sondern auch in so gut wie jedem Tagesprogramm Millionen Internet-Nutzer.
Mit Interesse vieler Blogger siegen auch drastisch die Besucherzahlen auf vielen Blogs und nun wurde Twitter zur Anlaufstelle vieler neuen Blogger um sich mit den alten Hasen in Verbindung zu setzen.
Die Funktion zum erstellen einer Liste brachte nicht nur die Blogger zusammen, sondern auch Freunde, Verwandte und Bekannte die Twitter nutzten.

Kritikpunkte

Neben den Vorteilen die Kommunikation zu steigern gibt es aber auch ein paar Negative auffälligkeiten auf Twitter.
Beobachtet man zum Beispiel mal seinen eigenen Twitter Account, so merkt man das man von Leuten gefolgt wird, die man nicht kennt oder mit denen man nicht mal was gemeinsam habt.
Die Rede ist von Follower-Jägern, die mit ach und krach versuchen die meisten Follower zu bekommen indem sie einfach die Listen durchklicken und jeden folgen bei dem sie es noch nicht tun.
Erwartet wird oft ein Re-Follow und schon hat man einen Follower mehr – Macht man das mehr als Tausend mal, bekommt man innerhalb weniger Zeit tausende Follower.
Die Gründe für dieses Verhalten sind nicht nur unerkenntlich, sondern auch total Sinnenfremdet.
Folgt man tausenden Usern, so hat man im Sekundentakt sehr viele neue Tweets von ihnen, für die man keine Zeit hat sie durchzulesen – Und das ist der Sinn von Twitter: Nachrichten der User lesen denen man folgt, und folgen tut man doch logischerweise nur den Leuten, die Interessant für sich sind.

Ein weitere Punkt ist dieses Zwitschern über alles: Ich geh jetzt mal was Essen, Lecker so ein kühles Bierchen und weitere dieser Nachrichten ließt man auf Twitter ohne Ende.
Meistens sind das genau diese Leute, die sich aufregen das Google alle Daten über diejenigen sammelt.
Auch die Hemmschwelle über bestimmte Themen zu schreiben, die aus dem Privaten und Intimen Leben stammen, scheint auf Twitter nicht vorhanden zu sein.
So ließt man das Erlebnis der letzten Nacht oder Private Probleme eines Users und fragt sich was er damit bezwecken will.

Sinnvoll für eine Hand voll User

Okay, eine Handvoll ist übertrieben, aber nicht viele User nutzen Twitter sinnvoll.
Ich zum Beispiel nutze es um anderen Bloggern und SEOs interessante Artikel zu tweeten oder um meine Artikel unter das Volk zu bringen.
Jedem folgen tuhe ich auch nicht, denn was bringen mir täglich 50 Sinnlose Tweets von uninteressanten Usern oder weshalb sollte es mich interessieren ob der User gerade einen Apfel isst ?
Für mich ist ein Faktor für das Folgen anderer: Sinnvolle und Interessante Tweets.

Natürlich nutze ich Twitter auch für die Kommunikation, so zum Beispiel baute ich schon einige Gespräche auf, unter anderem zum Beispiel mit Piet von Netzpanorama.
Man tauscht Erfahrungen aus, bietet sich gegenseitig Hilfestellungen und schreibt einfach so ein wenig hin und her.

Wann ist Schluss ?

Diese Frage kann ich nicht beantworten, ich kann nur Schlussfolgerungen ziehen.

Schauen wir mal auf ähnliche Trends: Deutschland sucht den Superstar.
In der ersten Staffel gewann Alexander Klaws, welcher direkt einen Nummer Eins Hit landete.
Auch in den folgenden Staffeln sah das nicht anders aus und jeder Sieger legte locker einen Nummer Eins Hit hin.
Nach einiger Zeit, meistens nur wenige Monate war nichts mehr vom Deutschen Superstar zu hören, und ich glaube das es Twitter vielleicht nicht genau so, aber ähnlich treffen wird.

Der Hype ist bzw. war da und meiner Meinung nach glaube ich das die Userzahlen bald abnehmen werden und nur noch ein kleiner Teil in der Twitter Community bestehen bleibt.
Dies werden unter anderem Blogger sein, die sich weiterhin auf schnelle und kurze Art und Weise austauschen wollen und Twitter für neue News und weiteres nutzen werden.

Eure Meinung ist gefragt !

Was haltet ihr von Twitter und wann denkt ihr wird es mit Twitter bergab gehen ?
Wird es überhaupt bergab gehen ?
Inwiefern nutzt ihr Twitter und wie Regelmäßig ?

Schreibt einfach in die Kommentare was ihr denkt !

4 Kommentare

  1. Ich, der persönlichen Kontakt vorzieht, sinniere häufig über Möglichkeiten, wie man mit diesem preiswerten Werkzeug Menschen ohne kommerziellen Hintergrund verbinden kann … – Parallel läuft die „Abzocke“, die Beeinflussungsmaschinerie gegen die wir wohl nicht ankommen … Statt twittern, zwitschern in frischer Luft, natur- und menschennah. – @TAZ_statt_HAZ wünscht gute Wege durch den Frühling !

  2. Für mich ist Twitter eine schnelle und unkomplizierte Lösung um mich über News auf der Welt zu informieren und diese meinen Interessen entsprechend zu filtern. Ich lese die Beiträge unterschiedlicher Menschen und bin so besser und schneller in der Lage mir eine eigene Meinung zu bilden und vielleicht sogar auch etwas dazu zu schreiben. Da auch Twitter jüngst über Werbung auf der Plattform verhandelte wird sich sicher mit der Zeit einiges ändern. Ob man das nun als „bergab-Trend“ bezeichnen sollte/müsste weiß ich nicht genau, denn am Ende ist es doch vielleicht ganz schön, wenn sich dieses kleine aber feine Werkzeug einer ernstzunehmenden Community erfreut. Für mich ist Twitter eine knackige Variante der Tageszeitung und eine Ergänzung zum morgendlichen Tee (trinke nämlich keinen Kaffee). Viele Grüße aus Bad Salzuflen und danke für den netten Beitrag.

  3. Also ich konnte von Anfang an irgendwie nicht viel mit Twitter anfangen. Von dem schon angedeuteten Sinn-Vakuum á la „gehe Kaffee holen“ das zur Anfangszeit wohl besonders im Fokus stand hat mich der Erfolg später eher überrascht. Sicher hat der Dienst auch Vorteile. Aber ein RSS-Feed tut es doch auch um beim Newsargument zu landen. Dann bauscht sich glaube ich auch ein riesiger selbsterzeugter Hype auf. Getrieben von diversen, teils selbsternannten Sozial-Marketing-Gurus auf. Jeder Würstchenverkäufer soll nun Twittern für den Umsatz *g*. Dabei soll Twitter bei der jungen Generation (entgegen den häufigen Behauptungen) gerade mal eine knapp zweistellige Nutzerquote aufzeigen. Drittel der Twitter-Nutzer sind 35 und älter (Nielsen).

  4. ich halte diesen „Dienst“ für eher sinnlos (wie auch Face.. und wie sie alle heissen mögen). Habe für weniger wichtiges eine mail-adresse bei der Krake – das muss den usa’s reichen …mehr gebe ich „öffentlich“ nicht preis.
    Resultat ist:
    Es gibt kaum etwas über mich im Netz was mich stören würde / sollte.

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  1. t3n.de/socialnews

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