Ökosuche mit Ecosia, der grünen Suchmaschine

Die Ölkatastrophe am Golf von Mexico ist aktuell in aller Munde und wird bestimmt der Aufreger des Jahres 2010. Der ein oder andere hat sich schon vorher gedanken zum Umweltschutz getan und spätestens jetzt machen sich auf die letzten ihre gedanken, denn wer die Welt nicht pflegt und schützt, wird seinen Kindern eine grausame Zukunft schenken. So sehe zumindest ich das. Vor wenigen Tagen dann, wurde ich auf eine Suchmaschine aufmerksam gemacht, die pro Suchanfrage ein paar Quadratmeter Regenwald schützen soll. Ich möchte euch also auf diesem Weg die grüne Suchmaschine Ecosia vorstellen.

Was ist Ecosia ?
Ecosia ist eine Suchmaschine im Internet die am 07. Dezember 2009 Online gegangen ist. In zusammenarbeit mit bing, Yahoo und WWF sollen pro Suchanfrage rund 2m² Regenwald geschützt werden. Die Webserver vom Internetdienst Ecosia werden mit Ökostrom betrieben, was allerdings nicht für die eigentlichen Suchanfragen über bing und Yahoo gilt.

Wie schützt Ecosia den Regenwald ?
Ecosia bekommt von bing und Yahoo die Suchergebnisse gestellt. In diesen sind immer Werbelinks vorhanden, welche zu Gewinnen führen. Von diesen Gewinnen soll nicht nur das Projekt finanziert werden, sondern auch der Regenwald geschützt. 50% der gesamteinnahmen fließen zu den Suchergebnisslieferanten bing und Yahoo. Der restliche Betrag geht zu 80% an ein WWF-Regenwaldschutzprogramm im Juruena Nationalpark in der Juruena-Apui-Region in Brasilien.

Pro Suchanfrage sollen rund 2 m² Regenwald geschützt werden (genau genommen 1,93 m²). Das funktioniert aber nur, wenn durchschnittlich 0,13 Cent pro Suchanfrage erwirtschaftet werden. Wenn 2% der gesamten Suchanfragen dazu führen das die Werbelinks angeklickt werden, kommt man auf 0,13 Cent pro Suchanfrage, da pro Werbeklick rund 6,5 Cent gespendet werden. 2% ist wenig und kann schnell gesteigert werden, was mich wiederrum freut, denn so kann bei größerer bekanntheit und reichweite von Ecosia schnell mehrere Quadratmeter Regenwald geschützt werden. Die Zahlungsbelege an die WWF sind übrigens Online einsehbar.

Ecosia setzte sich als langzeitziel pro Jahr eine Fläche so groß wie die Schweiz zu schützen. Dazu ist ein Marktanteil von mindestens 1% nötig. Im Januar 2010 reichte dieser gerade einmal für 0,1%. Allerdings sehe ich in diesem Projekt Zukunft, denn irgendwann muss sich jeder einmal gedanken über unsere Umwelt machen.

Sonstiges
Auf der Webseite der Suchmaschine kann man zu jedem Zeitpunkt einsehen wieviele Quadratmeter Regenwald schon von Ecosia geschützt wurden. Allerdings weiss ich nicht auf welche Daten diese Zahlen basieren: Auf der einen Seite könnte man die Anzahl der Suchanfragen mal 1,93 m² nehmen. Dann hätte man allerdings einen Wert der sich nicht auf die wirklichkeit bezieht, da man nicht davon ausgehen kann das aktuell wirklich 0,13 Cent pro Suchanfrage gespendet werden können. Auf der anderen Seite kann man eine reale Zahl angeben indem man die Summen der Zahlungen nimmt und schaut wieviel Quadratmeter pro Euro man schützt. Ich möchte hier niemanden etwas vorhalten, aber vielleicht wäre die Information über die Zahl ganz interessant und hilfreich.

Weiterhin stellt Ecosia auf ihrer Webseite ein tolles Video zur schau, welches allerhand Informationen rund um die grüne Suchmaschine und ihre tätigkeiten gibt. Dieses möchte ich natürlich niemanden vorenthalten.

Fazit
Jeder kann was für unsere Umwelt tun – Auch wenn er vor dem Computer sitzt. Ich hoffe das die bekanntheit von Ecosia weiter steigt und der Regenwald weiter geschützt wird. Ich für meinen Teil werde in Zukunft neben Google auch öfters mal Ecosia nutzen.

4 Kommentare

  1. Hi Christian,

    ein schöner Artikel, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich dieses Ökozeug nicht mehr hören kann. Das mehrere Gründe, aber vorher ein kurzer Kommentar zu BP.
    Es wird nicht zum Aufreger des Jahres, es ist schon längst der Fall. Seit nunmehr mehr als 2 Monaten fließt jeden Tag Öl ins mehr, Öl, dass die Natur so zerstören wird, wie es keine Katastrophe bisher getan hat, nur das wird den Leuten vorenthalten.

    Ebenso wie die Tatsache, dass dieses Regenwaldschützen etwas bringt. Den Leuten wird dabei stets vermittelt, dass man die Bäume nicht abholzen darf bzw man mit jedem Bier einen Baum pflanzen kann. Das ist für den Popo … der Wald muss davor geschützt werden nicht brandgerodet zu werden. Weil eben dadurch und nur dadurch so viel CO2 frei wird, zu viel auf einmal. Denn der Baum gibt in seinem Leben soviel CO2 ab und produziert O2, wie er selbst verbraucht(= plus-minus-null)

    Warum schauen alle so weit weg? Der Umweltschutz beginnt in den eigenen vier Wenden, Stichwort: Mülltrennung. Geht damit weiter, dass man die 400 Meter zum Semmeln holen mit dem Rad zurücklegt und nicht mit dem Auto. Eine Spende ist so einfach und macht andere Leute reich, der Wald hat davon nichts.

    So könnte ich jetzt ungebremst weitermachen, dieses Thema ist für mich wirklich grün … wie eine Gallenblase! Daher belass ich es dabei ;-)
    Dennoch, es ist ein schöner Artikel und eine Meinung sollte sich jeder selbst bilden.

    Liebe Grüße
    Patrick

  2. Klar beginnt der Umweltschutz zuallererst in den eigenen vier Wänden, das dass Spenden andere allerdings reich machen soll, glaube ich nicht. Immerhin werden diese Organisationen stark durch das Amt geprüft. Jede Spende allerdings wird nochmals geteilt: Weiterspende und finanzierung der Organisation, wobei gesetzlich festgelegt ist wieviel Prozent von der Spende für die finanzierung des Projekts bzw. der Organisation verwendet werden darf.

  3. Ich habe mal für eine kurze Zeit Forestle benutzt. Die haben die gleiche Idee; nur kommen die Ergebnisse, glaube ich, von Google.

    Aber da ich nie auf einen Werbelink klicke, glaube ich kaum, dass mein Nutzen etwas bringt. Ich habe es bei mir so eingestellt, dass ich mit „gg Suchwort“ auf die Google Ergebnisliste komme. Ich sehe eine Suchmaschine als Standard-Werkzeug wie einen Kompass.

    Wer ernsthaft irgendeinem Projekt etwas Gutes tun will, der erreicht mit 5€ Direkt-Spende mehr als er jemals durch Klicken erreichen wird.

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