Der „Dislike“-Button auf Facebook

Der Tatort ist Facebook, die Opfer sind die Nutzer. Täter ist der böse Stiefbruder des „Like“-Buttons (zu deutsch: „Gefällt mir“-Button): Der „Dislike“-Button. Seit einigen Tagen ließt man immer häufiger in der Facebook-Timeline von einem „Dislike“-Button der nun verfügbar wäre. Diese Meldungen sehen meist so aus: „Ich habe den Dislike-Button, jetzt kann ich all eure blöden Postings disliken“ oder „Holen Sie sich jetzt den offiziellen Dislike-Button!“. Doch eins steht fest: Der „Dislike“-Button ist alles andere als offiziell und gut.

Der Like- & Dislike-Button
Der Like-Button (offiziell von Facebook) dient dazu mit einem Klick kundzutun welche Meldung eines Freundes mir gefällt. Das können Links, Beziehungsänderungen, Pinnwandeinträge, Kommentare und viel mehr sein. Eine recht tolle Erfindung die Facebook da an den Tag gelegt hat. Doch viele Nutzer wünschen sich den gegenteiligen Button: Den Dislike-Button, mit dem man zum ausdruck bringen kann welche Meldungen einem nicht so gefallen. Da dieser von Facebook aber noch nicht entwickelt und eingebaut wurde, machte sich die Meldung über den Dislike-Button sehr schnell über Facebook breit. Innerhalb weniger Stunden sollen schon hunderttausende Leute die Drittanbieter-Applikation heruntergeladen haben.

Folgen der Applikation
Fakt ist das dieser Button (der auf deutsch übrigens soviel wie „Gefällt mir nicht“-Button heissen würde) nicht von Facebook ist und die Nutzerdaten eurer Freunde ausspäht. Weiterhin verteilt die Applikation Spam und leitet die Personen die auf den Link klicken zu Online-Umfragen weiter. Damit sich der Button schneller verteilt, wird ein Fenster geöffnet über welches ich das Facebook-App herunterladen kann – schließlich möchte ich den „Dislike“-Button selber nutzen. Ist das App installiert verteilt es über meinen Account Spam-Nachrichten die meine Freunde auffordern sollen sich die Applikation herunterzuladen.

Facebook im Visier
Mit rund 500 Millionen Nutzern ist Facebook das beliebteste Social Network Weltweit. Bekannt ist auch das Facebook Google überholt hat und die Weltweit beliebteste Internetseite ist. Hier gibt es für Hacker also ordentlich was zu holen, denn schließlich werden Nutzerdaten zu einem besonders hohem Kurs gehandelt. Mit der richtigen Idee und etwas Know-How in bestimmten Bereichen der Programmierung lässt sich durch Facebook also eine gute Menge an Geld verdienen – das dachte sich auch der Entwickler der Applikation und entwickelte den „Dislike“-Button, der ihn Nutzerdaten bescheeren sollte.

Auch in Zukunft wird Facebook immer wieder eine Zielscheibe der Hacker und Betrüger sein, denn die Tendenz der Nutzerzahlen steigt und steigt. Weiterhin lässt sich hier alles sehr schnell verbreiten, da das Internet keine Öffnungszeiten kennt und rund um die Uhr Personen auf Facebook Online sind. Die Ideale „Werbefläche“ sozusagen. Wer die Applikation entwickelt und verbreitet hat konnte bisher noch nicht festgestellt werden.

2 Kommentare

  1. Aloha,
    was ich mich dabei frage ist, wieso Facebook angeblich alle Apps prüft bzw. dies eingeführt hat, wenn dann doch dieser Scum bei durchkommt. Ich meine, das ich ja nicht mal etwas stark verstecktes gewesen… das man nicht jedes Game erst durchzocken kann, kann ich ja verstehen. Aber so. Hmm.

    Irgendwo schon fast lustig. Du darfst als Betreiber nur Apps einsetzen und kannst so sozgn. unfreiwillig mehr Daten sammeln als dir lieb ist, die geben derartige Apps dann auch noch frei und das große Sammeln wird auch noch ausgeweitet. Anfangs sozusagen im Rahmen der Legalität. Da kann man nur hoffen, dass Benutzer endlich lernen, nicht jeden kleinen und vor allem wichtigen „Müll“ auf Facebook zu posten und freizugeben.

    Aber leider bin ich, nach einiger Überprüfung wohl einer der wenigen, die grundsätzlich so ziemlich jede App blocken, anstatt sie zu akzeptieren. Hmm.

    Cheers, Andi

  2. Ich muss Andi ein wenig Recht geben – man sollte sich schon mal anschauen,welchen Apps man Zugriff erlaubt. Grundlegend genehmige ich den via Facebook ziemlich ungern. Man sieht ja, was dabei rum kommt. Andererseits ist die Masse der Facebook-User für solche „Themen“ natürlich absolut nicht sensibilisiert – was soll auch schon passieren ? oO

    LG
    Jasmina

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