Benehmen 2.0 – Schlechtes Benehmen wird bestraft

Facebook ist ein sehr effizientes Mittel, um die eigenen Projekte an eine sehr breite Masse zu vermarkten. Mit mehr als 500 Millionen Nutzern findet man hier definitiv seine Anhänger, die sich für den eigenen Blog, Shop oder für ein anderes Projekt aus dem eigenen Hause interessieren. Doch zwischen den vielen Menschen gibt es auch einzelne Personen, die immer wieder alles ins schlechte ziehen und meinen, sie wären die größten und wüssten alles. In letzter Woche hatte ich leider einen solchen Fall, in dem man mich persönlich beleidigt und beschimpft hat. Eigentlich lässt mich ein solches Verhalten kalt und stört mich auch gar nicht, schließlich sind die Leute, die im Internet am lautesten schreien, in Wirklichkeit die kleinsten. Dennoch ist diese Person nicht nur mir negativ aufgefallen, sondern noch sehr vielen anderen.

Es gab im Dezember eine Spendenaktion, in die eine Firma 10.000 Euro spenden wollte, und die Besucher der Aktion konnten entscheiden, an wen Teile des Geldes gehen. Ein Blogger-Kollege fand die Aktion sehr gelungen und berichtete kurz über Facebook darüber. Und dann geschah es: Die Person, die mich ein paar Tage später beleidigte, machte sich hier auch schon keine Freunde. Er deklarierte die Spendenaktion als Heuchlerisch und als billigen Linkaufbau. Okay, billig finde ich einen Linkaufbau für 10.000 Euro nun wirklich nicht, vor allem, weil die Aktion bestimmt nicht so viele Links bekommt, wie man einzelne Links für den Betrag kaufen könnte. Aber das ist ja nun nicht das Thema der Geschichte.

In den Kommentaren zum besagten Facebook-Beitrag wurde heftig diskutiert und stellenweise beleidigt. Einer wurde als „dickerchen“ und eine weibliche Person, die ihre Meinung dazu kundgeben wollte wurde als „Weib“ beschimpft. Und das, obwohl die besagte Person vorher noch bekannt gegeben hat, das man diskutiert. Sorry, aber diskutieren ist nicht beleidigen.

Insgesamt 68 Kommentare hat dieser Beitrag auf Facebook nun schon. Dadurch, das solche Beiträgt gerne mal öffentlich sind, haben viele mitbekommen, wie sich dort jemand ganz schnell ins aus geschossen hat. Mir ist die besagte Person vorher schon aufgefallen, weil er Spaß daran hatte, mich ein wenig mit seinem rechtlichen „Wissen“ zu kitzeln. Nun denn, nach dieser „Diskussion“ über die eben angesprochene Spendenaktion war erstmal ruhe. Bis ich für ein Projekt eine Fanpage auf Facebook eröffnete. Links von Facebook sind eben auch von Relevanz. Prompt schrieb mich auch schon wieder die Person aus der Diskussion an und riet mir, den Namen der Fanpage zu ändern. Dieser war nicht Richtlinienkonform. Okay, dafür bedanke ich mich, aber alles was danach geschah, war unter aller würde.

Er erzählte mir von seiner „tollen“ Fanpage und das ich „Idiot“ (so nannte er mich) noch viel von ihm lernen könnte. Kann vielleicht stimmen, ich weiß ja nicht was er so kann, aber ein Grund mich zu beleidigen ist es definitiv nicht. Er erzählte von seinen tollen Videotutorials und das er sich damit Referenzen aufbauen möchte. Solche wären in einer Bewerbung lieber gesehen als ein Lebenslauf.

Ab nun fing er an sich lächerlich zu machen, denn auf mein Kommentar „Ja sicher, Firmen wollen Videos sehen und Lebensläufe sind heute zu 1.0“ wurde er richtig beleidigend. Würde ich jetzt die ganzen Wortlaute wiederholen, müsste ich meinen Blog für unter 18 Jährige sperren. Denn neben mir beleidigte er auch gerne mal meine Familie. Irgendwann meinte ich dann zu ihm, das ich noch zu tun habe und ob noch irgendwas wäre, was er mir mitteilen möchte.

Wie erwartet kam eine Beleidigung mit anschließender Ruhe. Dann merkte ich auf meiner Fanpage ein nettes Kommentar: Solche Seiten sind Verboten! Spam gemeldet! Sehr interessant lieber Schlaumeier. Danke das du Spam gemeldet hast. Daran habe ich erkannt, das du extremen Neid auf Personen zeigst, die einfach etwas mehr wie du können.

spam gemeldet

An dieser wirklich wahren und so passierten Geschichte sieht man schnell wie man sich mithilfe von Web 2.0 Werkzeugen, wie Facebook, ins aus schießen kann. Es dauert lange, sich einen guten Ruf im Internet aufzubauen und Vertrauen von den Kontakten zu bekommen. In wenigen Minuten aber, kann man sich selber etliche Eigentore schießen und sich selber ausknocken. Aus diesem Beitrag kann man sehen, das Facebook und Co. für bestimmte Personen gefährlich sein kann, schließlich ist die Reichweite einzelner Beitrage ziemlich hoch – wenn man diese für jeden Sichtbar freigibt oder man genügend Kontakte auf Facebook hat.

Übrigens: Der besagte Herr hat mir auch noch die Bekanntschaft per Facebook gekündigt. Wie schade…

8 Kommentare

  1. Hallo Christian,

    die Schilderung erinnert mich an einen Fall Mitte Dezember, in der ein „Fan“ sich auf einer von mir betreuten Facebook-Page über eine RSS-Feed-Integration unverhältnismäßig aufregte und auf einen seiner recht oberlehrerhaft verfassten Blogartikel verwies. Der gesamte Blog wurde kurz danach gelöscht. Die Domain kann man nun kaufen. Kam Dein „Fan“ eventuell auch aus dem „hohen“ Norden?

    angenehme Weihnachten & nicht deswegen aufregen

    Michael

  2. Hi,

    tja, Id**ten findet man leider überall, sowohl im wahren Leben als auch im Internet. ich frage mich dann blos, wie sich solche Leute im RL benehmen, denn wenn man da mit solchen Tönen an den falschen kommt, hat man ganz schnell schmerzhafte Probleme ;)

    Lass dich blos von solchen Typen nicht ärgern, die sind einfach nur eine Nullnummer ;)

  3. Don’t feed the troll, since 1990 :D

    Er wird nicht der Letzte sein, der dich beleidigt. Bei mir passierts zwar nur im Blog und da hau ich die Kommentare mittlerweile ungelesen in die Tonne. Fertig. Würde meine Zeit offline ja auch nicht mit jedem Spinner vergeuden :)

  4. „Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.“ (Wilhelm Busch)

    Nicht ärgern lassen, keine Zeit verschwenden.

    Grüße aus Hamburg,
    Ralf

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