WordPress trifft SEO – Teil 3

Endlich ist es soweit: Der dritte Teil der Mini-Serie „WordPress trifft SEO“ wird veröffentlicht und gibt weiter Tipps zur Suchmaschinenoptimierung für WordPress.
Anzumerken ist wohl, das alle Tipps die ich in dieser Serie gebe, auch auf alle anderen Blogs und Webseiten angewendet werden kann.
Allerdings stelle ich meistens passende Plugins vor, die dem Blogger die Arbeit etwas abnehmen.
Der dritte Teil kommt etwas verspätet, aber immernoch in der versprochenen Frist von einer Woche.
Da meine Recherchen weitere Optimierungsmaßnahmen ergaben, werde ich in Zukunft immer mal wieder einen neuen Teil dieser Serie veröffentlichen, wobei ich mir hier keinen zeitlichen Rahmen setzen werde.

Der dritte Teil

Im dritten Teil möchte ich auf kleine und große Themen ansprechen, die ebenfalls wichtig sind um in den Suchmaschinen besser gelistet zu werden.
Mithilfe einer Liste möchte ich euch kurz einen kleinen Überblick verschaffen, was euch im dritten Teil alles erwartet.

  • Title-Tag optimieren
  • Bilder für die Suchmaschine optimieren
  • Anpingen von Services
  • Optimieren der Archiv-Navigation

Das war es erstmal, denn zu viel Text ist weder für die Suchmaschine gut, noch für meine Leser.
Ausserdem ist es nicht gut für meinen Traffic direkt alles zu verraten, denn immerhin ziehe ich mit dieser Serie massenweise Besucher auf meinen Blog.

Title-Tag optimieren

Ist WordPress neu auf dem Webspace installiert worden, wird der Title-Tag im Browser so angezeigt:

Nicht gerade Optimal für die Suchmaschinenoptimierung, denn:
Sucht ein Nutzer nach einem Blog der „SEO“ enthält, wird ihm zuerst der Tag „WordPress“ in den Suchergebnissen auffallen.
Daher hat sich bewährt den Title-Tag etwas umzubauen und den Artikelnamen an den Anfang zu setzen, gefolgt vom Blognamen.

Der Vorschlag eines Blogging-Kollegen ist es, die Lösung wie beim WordPress Default Theme anzuwenden:

<title><?php wp_title('&laquo;', true, 'right'); ?> <?php bloginfo('name'); ?></title>

Anderfalls gibt es auch ein Plugin welches euch die Arbeit abnimmt: SEO Title Tag.
Nutzer des WordPress-SEO Plugins „All in One SEO Pack“ benötigen kein Plugin und brauchen auch nicht im Quelltext zu arbeiten, da das Plugin diese Funktion mitliefert und sich komfortabel bearbeiten lässt.

Bilder für die Suchmaschine optimieren

Suchmaschinenoptimierung für Bilder klingt zwar merkwürdig, kann aber oftmals zu neuen Lesern führen.
Für die Verwendung der Bilder im Blog gibt es immer einen Grund bzw. einen Anlass, daher kann es hilfreich sein wenn die Bilder in der Google-Bildersuche weiter vorne erscheinen.
Richtig angewendet kann der Traffic des Blogs steigen, da sich viele Menschen auch die Webseite, bzw. in unserem Fall den Blog anschauen auf dem das Bild liegt.

Mit ein paar Tipps kann man seine Bilder so optimieren, das sie besser über Google und andere Suchmaschinen gefunden werden.
Doch die optimierung der Bilder ist nicht nur für die Suchmaschine gedacht, auch für den Besucher, denn die Bilder werden schneller geladen, da einige Bilder etwas komprimiert werden sollten wenn man sich für die Bilder-Suchmaschinenoptimierung entscheidet.

Im gegensatz zur Suchmaschinenoptimierungen für Webseiten und Blogs ist SEO für die Bildersuche noch nicht ganz so hart umkämpft und so ist es durchaus leichter, hier ein besseres Ranking zu erhalten.

Folgend eine Liste mit meinen Tipps um ein Bild für die Suchmaschine zu optimieren.

  • Dateiname
    Der wichtigste und erste Punkt für die Suchmaschinenoptimierung von Bildern ist der Dateiname.
    Da ein Bild ausser im Dateinamen keinen Text enthält, ist es hier angebracht, das Bild ordentlich nach dem Inhalt zu benennen.
    Habt ihr zum Beispiel ein Bild von Harry Potter, so sollte das Bild auch Harry Potter heißen.
    Allerdings ist wie immer der Spam hier fehl am Platze und so empfehle ich maximal 4-6 Keywords.
  • Kompression
    Ein noch nicht bestätigter Verdacht ist, das komprimierte Bilder mit guter Qualität ein besseres Ranking erhalten.
    Die Kompressionsrate sollte bei 65-80% liegen, um die Bildqualität aufrecht zu erhalten, die Dateigröße aber zu mindern.
  • Dateiformat
    Meiner Erfahrung nach Ranken Bilder des Dateiformates .jpg besser als .gif oder .png.
    Allerdings gibt es auch hier keine offizielle Aussage drüber, ob dies wirklich stimmt oder nur falsche Wahrnehmungen sind.
    Vom .gif-Format rate ich meistens ab, da die Bildqualtät unter minimalster Kompressionsrate deutlich leidet.
  • Alt-Text
    Ebenfalls wichtig für die Suchmaschinen ist der Text, der alternativ zum Bild erscheint.
    Kann das Bild nicht geladen werden, wird dieser Text angezeigt, welche vorher im HTML-Tag festgelegt wurde.
    Da die Suchmaschinen den Quelltext durchsuchen und dadurch auch über den „alt-Tag“ stoßen, können 2-3 Keywords hier ebenfalls helfen.
  • Umgebender Text
    Wichtig ist auch, das man mit dem umgebenden Text auf das Bild eingeht und nicht völlig ignoriert.
    Erfahrungsgemäß helfen hier die Keywords aus dem Dateinamen ein besseres Ranking zu erzielen.
    Auch für die Besucher ist es angenehmer wenn das Bild kurz erklärt wird oder erläutert wird, was auf dem Bild dargestellt ist.

Ist das Bild nun optimiert, erscheint es wie bei jeder Art der Suchmaschinenoptimierung nicht sofort auf dem Index.
Es dauert in der Regel meist wenige Wochen bis Google das Bild aufgenommen hat und gibt es dann zwischen Position 100 und 200 wieder.
Nach einiger Zeit wandert das Bild in den Rankings immer höher und sollte nach einigen Monaten ohne weitere Eingriffe zwischen den Plätzen 15 und 50 auftauschen.
Um noch besser zu Ranken ist Feintuning nötig, welchen man aber nicht in Worte fassen kann, da es immer wieder von anderen Faktoren abhängt.
Meistens sind es aber Links fremder Seiten die zu dem Bild führen.
Ab diesem Zeitpunkt muss genaustens Analysiert und optimiert werden, was individuell geschehen muss.

Anpingen von Services

Wird ein neuer Artikel veröffentlicht, ist es wichtig diesen auch zu verbreiten.
Hier bietet WordPress eine tolle Lösung für, denn ohne Plugin ist es möglich, Services anzupingen.
Der Vorteil dieses Features ist es, das andere Webseiten automatisch benachrichtigt werden das es etwas neues auf dem Blog gibt, der Blog besser verlinkt wird und dadurch höchstwahrscheinlich mehr Traffic generiert wird.

Die Ping-Schnittstelle befindet sich im Administrationsmenü unter Einstellungen Schreiben.

Allerdings sollte man diese Funktion auch mit Vorsicht genießen, denn von Hause aus hat WordPress schon den Dienst „Ping-O-Matic“ eingestellt, welcher viele Suchmaschinen und Blog-Dienste über den Ping informiert.
So sollte man das Feld nur mit reichlicher Überlegung füllen, denn wenn zu viele Ping-Services eingetragen wurden und dadurch die Suchmaschinen mehrfach über euren Ping informiert werden, kann es sein, das der Blog auf die Spam-Liste gesetzt wird und so aus dem Index fliegt.

Optimieren der Archiv-Navigation

Ein Suchmaschinen Spider durchsucht auf die Unterseiten des Archives und so ist es wichtig, diese auch optimiert navigieren zu können.
Die Standard Navigation für das Archiv von WordPress sieht so aus:

Natürlich ist das Layout von Theme zu Theme verschieden.

Aus SEO-Sicht ist es sinnvoller eine andere Navigation für das Archiv zu nutzen, damit ältere Artikel, die weiter hinten im Archiv verstauben, auch etwas von unserer starken Linkkraft abbekommen.
So werden sie besser in den Suchergebnissen gelistet, was ja letztendlich unser Ziel ist.

Mithilfe des Plugins WP-PageNavi erstellen wir eine Suchmaschinenfreundliche Archiv-Navigation und sorgen für ein besseres Ranking unserer älteren Artikel.
Nachdem das Plugin installiert wurde, muss nur noch kurz im Quelltext der index.php oder je nach Theme auch eine andere Datei wie navigation.php nach folgendem Code gesucht werden:

<div class=”previous”><?php next_posts_link(‘&larr;  Vorherige Artikel’) ?></div>
<div class=”next”><?php previous_posts_link(‘Weitere   Artikel &rarr;’) ?></div>

Diesen ersetzen wir dann durch folgenden Zeile:

<?php if(function_exists(‘wp_pagenavi’)) { wp_pagenavi(); } ?>

Nun haben wir eine Suchmaschinenoptimierte Archiv-Navigation, welche wie folgt ausschaut:

Das ist meiner Meinung nach nicht nur optisch aufwertender, sondern auch Leserfreundlich, da nicht tausendmal geklickt werden muss um in die hinteren Reihen des Archives zu gelangen.

Ende dritter Akt

Wieder ein so langer Text für nur vier Themen.
Ein Fazit spare ich mir mal an dieser Stelle, denn einen solangen Text muss man nicht wiederholen.
Der vierte Teil ist schon in Planung, allerdings kann sich die veröffentlichung noch etwas hinziehen.
Ich hoffe dieser Artikel hat euch ebenso geholfen wie die ersten beiden Teile dieser Serie.

4 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel – wobei von deiner Serie dieser am besten war bzw. ist. Vielleicht liegt es daran, dass du hier die Bilderoptimierung ansprichst, die bei einigen entweder nicht angesprochen wird, oder schlichtweg zur Seite gekehrt wird, da man ihr kaum Bedeutung beimisst.

    Finde jedoch, dass es sehr wichtig ist die Bilder in diesen Tagen zu optimieren, zumal ich jemand bin, der die Bildersuche auch aktiv nutzt.

    Aber mach auf jedenfall weiter so, deine Artikel gefallen mir und den Feed habe ich ja ohnehin schon lang abonniert ;-)

    Liebe Grüße

  2. PageNavi … ich wusste doch, ich wollte noch was an meinem Blog machen – jetzt weiß ich es wieder.

    Das mit ‚previous‘ und ’next‘ ist schon so eine Sache, stimmt! Aber nicht nur aus SEO-Sicht ist das Navi wichtig. Der Besucher weiß dann oft nicht, auf welchen Button er klicken muss, um die älteren Artikel einsehen zu können, da viele ein englisches Theme nutzen, aber nicht an die jeweilige Sprache der User angleichen.

    Liebe Grüße

  3. Habe jetzt mal das PageNavi Plugin eingebaut und dementsprechend verändert wie ich es haben möchte – danke für die indirekte Erinnerung ;-)

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  1. SEO für WordPress: Title Tags, Bilder-SEO - SEO.at

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