Qualitätsfaktoren die den Linktausch beeinflussen

Fast schon täglich erhalte ich E-Mails mit der Anfrage für einen Linktausch. Davon sind aber die meisten, geschätzte 97%, weder brauchbar noch unique. Leider bin ich dann wieder nur Opfer einer Massenanfrage geworden, was mich aber nicht sonderlich stört, denn so wird mein Spam-Postfach mit einer Adresse mehr gefüttert. Bekomme ich eine personalisierte Linktausch-Anfrage, die auf mich und meinem Blog bezogen ist, gilt es zu checken, ob ich selber überhaupt von dem Linktausch profitiere. Schließlich sollte ein Linktausch fair sein und nicht nur für eine Partei seine Vorteile mitbringen. Es gibt verschiedene Qualitätsfaktoren auf die ich persönlich achte, die letztendlich dazu führen ob ich den Linktausch eingehe oder nicht. Mit Qualitätsfaktoren ist gemeint, das der Link einen gewissen Wert an Qualität haben sollte und kein minderwertiger Link ist von einer Seite mit 1000 ausgehenden Links. Diese Qualitätsfaktoren helfen einzuschätzen ob der Linktausch etwas bringt oder nicht, denn Ziel ist es immer, die Sichtbarkeit der verlinkten Seiten zu stärken. Ist der Link von niedriger Qualität, lehne ich die Abfrage ab, ist die Qualität aber in einem guten bis sehr guten Bereich, kann man den Linktausch eingehen.

Ein Linktausch soll beiden was bringen

Damit ein Linktausch beiden Parteien überhaupt was bringt, ist es wichtig die eigene Seite oder die eigenen Seiten und deren Qualität zu kennen. Das ist die Grundvoraussetzung für einen Linktausch, da andere Seiten, mit denen Links getauscht werden anhand meiner Qualität gemessen werden. Da die Qualität möglichst gleich sein sollte, also die Qualität meines Linkes soll möglichst gleich sein wie die Qualität des getauschten Links, braucht man ein paar Werte um die Qualität zu bestimmt.

Sehr nützlich für solche Qualitätsbestimmungen sind immer die Sichtbarkeitswerte von Tools wie Xovi, Sistrix, SEOlytics und Co. Verfügt man nicht über ein solches Tool, kann man auf Xovi.de den OVI (Online Value Index) kostenlos checken und sich ausgeben lassen. Ein solcher Sichtbarkeitswert ist immer ganz gut, da er anhand eines Algorithmus berechnet wird, der aus verschiedenen Komponenten besteht. Stimmen die Sichtbarkeitswerte beider Seiten (der eigenen sowie der von dem der Tausch-Link kommt) überein oder liegen dicht beieinander, ist das ein erstes Plus für den Linktausch.

Weitere Qualitätsfaktoren, die wichtig sind

Es gibt aber weitaus mehr Qualitätsfaktoren auf die zu achten sind. Unter anderem ist das der Content der Seite. Ist dieser Unique? Falls nicht, muss man schauen, wo die anderen Texte liegen und gegebenfalls am Datum der Veröffentlichung nachschauen, wer von den Seiten den Content geklaut hat. Hat die Tausch-Seite den Content geklaut, würde ich persönlich nicht auf diesen Linktausch eingehen, denn eine Seite die Content klaut fällt irgendwann auf. Infolge dessen stürzt auch irgendwann der Sichtbarkeitswert ein, was gleichzeitig bedeutet das der Link den ich bekomme weniger Wert ist.

Für mich persönlich ist es ebenfalls wichtig, das eine Seite überhaupt im Google-Index gelistet ist. Denn: Google sieht nur Links von Seiten, die im Index auch selber vertreten sind. Um zu Überprüfen ob die Seite oder Unterseite bei Google überhaupt vertreten ist, gibt man den Domainnamen (www.seiten-url.tld) einfach bei Google ein. Unterseiten kann man ebenfalls so checken, nur das man eben den genauen Pfad an Google übermittelt (www.seiten-url.tld/unterseiten-pfad).

Es ist allgemein bekannt, das Google Webseiten abstraft, sobald mit diesen nichts in Ordnung ist. Ein Penalty von Google ist daher ein Grund, keinen Linktausch mit der Webseite einzugehen. Gründe für eine solche Abstrafung gibt es viele: Geklauter Content, Linkkauf, Verteilen von Maleware, etc. Leider gibt es keine Webseite die uns sagt, ob eine Webseite einen Google Penalty hat, so das wir uns für eine solche Abfrage an Google wenden müssen. Dafür wird einfach die Domain ins Suchfeld ein (www.seiten-url.tld) und schaut, wo die Seite die wir abchecken wollen platziert ist. Ist die Seite nicht unter den ersten Ergebnissen, ist dies der erste Hinweis auf eine Abstrafung von Google. Trotzdem sollte man sich aber noch anschauen, welche Seiten vor der abgefragten Domain liegen, denn durch ähnliche Domains muss es nicht immer sein, das die Seite abgestraft wurde und deshalb schlecht rankt.

„Die besten Linkpartner sucht und findet man selbst!“

Ein Zitat aus der aktuellen Website Boosting, die mich überhaupt erst an diesen Artikel gebracht hat. In der aktuellen Ausgabe der Website Boosting findet man nämlich einen sehr guten Artikel über die Qualitätsfaktoren beim Linktausch. In diesem stehen aber noch viel mehr als nur Qualitätsfaktoren, denn im Artikel enthalten ist auch eine Erklärung wie Google einen unnatürlichen Linkaufbau erkennt, was ein natürlicher Linkaufbau überhaupt ist und was ansonsten bei einem Linktausch zu beachten ist. Und ich finde, das der Autor des Artikels (Andreas Ganter) völlig recht mit der aussage hat, das man die besten Linkpartner selber sucht und findet. Diese kann man durch themenrelevante Keywords über die Google Suche finden oder eben durch Links auf anderen Seiten.

Bildquelle: Auf der Suche nach dem Frühling © jutta rotter

2 Kommentare

  1. Ich muss dir absolut recht geben – der beste Linktausch entsteht dort, wo es eine Themenverwandtschaft gibt. Ich denke, Fairness ist ein ganz wichtiger Punkt – schließlich geht es um einen Tausch, kein bloßes Nehmen.

    Was mich bei der ganzen Sache immer wieder wundert, ist allerdings eines: Wie immer wieder der Wert von Beziehungen vernachlässigt wird – und das ausgerechnet in Zeiten des Social Webs.

  2. Danke für den Artikel.
    Ich tu mich noch relativ schwer abzuwägen, auf welche Anfragen ich näher eingehen sollte und auf welche nicht. Aber vielleicht kommt jetzt ein wenig mehr Licht ins Dunkel…

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