Linkaufbau – Probieren geht über Studieren

Das Thema Linkaufbau ist ein Thema, über das man Bücher schreiben kann, denn schließlich ist der Linkaufbau nicht irgendeine Sache, die man mal eben tut. Um Webseiten bei Google ranken zu lassen, muss man praktisch immer Links aufbauen. Mal mehr, mal weniger. Doch der Linkaufbau ist kein genormter Vorgang, bei dem man sich an bestimmte Werte halten muss. Viel mehr ist Linkaufbau eine Aktion, die man lernen muss, in dem man es tut. Learning by doing würde mein Englischlehrer jetzt sagen. Besonders bei Launch einer neuen Seite, zum Beispiel eine Landingpage fürs Affiliate-Marketing, sagt man immer, man darf bloß nicht zu viel Links auf die Seite setzen. Doch was bedeutet „nicht zu viel Links“? Bedeutet es, das man täglich nur einen Link auf die Domain linken lassen darf? Oder dürfen es auch schon mehr sein? Wie hoch ist das Maximum, welches in der Woche an Links erreicht werden darf? Auf solche Fragen kann euch sicherlich keiner eine konkrete Antwort geben.

Denn Fakt ist: Es gibt keine Werte. Wie schon gesagt. Man kann es auf die gute alte aggressive Art versuchen und mehrere Hunderte Links in der Woche aufbauen, oder doch auf der ruhigen und langsamen Art, bei dem man in der Woche vielleicht nur drei bis vier Links aufbaut. Das schlimmste, was passieren kann, ist das eure Seite in der Sandbox landet – auf unbestimmte Zeit. Das ist zwar schlimm genug, aber auch kein Weltuntergang, denn aus der Sandbox kommt man irgendwann auch mal wieder raus. Mal dauert es nur einen Monat, mal zwei, mal viele, viele Monate, bis eure Seite dann wieder aus der Sandbox von Google kommt.

Ich selber habe schon verschiedene Techniken des Linkaufbaus ausprobiert: Mal den langsamen und mal den aggressiven. Festgestellt habe ich, das man Glück haben kann, und Google aggressiven Linkaufbau nicht merkt bzw. ihn nicht so wertet. Man kann aber auch Pech haben und man fliegt nachträglich in die Sandbox. Ich habe es aber auch schon erlebt, das ich für kurze Zeit in der Sandbox war, obwohl ich langsamen Linkaufbau betrieben habe. Aber es kommt bei Google ja nicht immer auf die Schnelligkeit an, sondern auch, woher die Links kommen.

So habe ich dann später herausgefunden, das ein paar Links etwas zu hochwertig für meine frische Domain waren. Letztendlich gibt es verschiedene Faktoren, die einen Linkaufbau natürlich aussehen lassen. Unter anderem gehören Signale wie Anzahl der Links und die Stärke des Links dazu. Auch die Linkart (Forum, Blog-Kommentar, Content-Link, Footer-Link, etc) wird von Google überwacht und dementsprechend gewertet. Verschiedene Arten von Links stellt Julian auf seinem Blog SEOkratie vor. Dabei hat er bisher zwei Teile veröffentlicht, die verschiedene Linkarten aufzeigen. Hier geht es zum Teil 1 und hier zum Teil 2.

Doch wie auch bei der Schnelligkeit beim Aufbau von Links, gilt das Sprichwort „Probieren geht über Studieren“ auch bei allen anderen Signalen des Linkaufbaus. Natürlich werden bestimmte Linkarten besser gewertet als andere, aber nicht in jeder Nische müssen es immer Content-Links sein, um ganz vorne zu ranken. Manchmal ist weniger eben mehr.

Bildquelle: aboutpixel.de / zieh! © Martina Kiarie

10 Kommentare

  1. Hi Christian,

    schöner Artikel und auch für den Nicht „Pro“ verständlich. Ich bevorzuge schon immer die langsame Art des Aufbaus. Immer schön zeit lassen, dann kommt auch der Erfolg. Aber du hast schon Recht, so pauschal kann man das nie sagen.

    Viele Grüße

    Ben

  2. Ich bevorzuge auch eher die lahme Version des Linkaufbaus. Aber das liegt wohl in meiner Natur ^^
    Aber hauptsächlich geht es ja um die Stetigkeit. Wenn man halt so guten Content hat, dass man nunmal 500 neue BLs pro Woche bekommt, dann kann google da nichts gegen sagen. Der Algo wird natürlich Alarm schlagen, aber das tut er häufig unnötig.

  3. ich hoffe mal ihr habt da recht. habe viel über die sandbox gehört und will es lieber nicht riskieren und bleibe bei der langsamen variante.

  4. Man sagt auch, dass guter Inhalt ausreicht um von den Besuchern verlinkt zu werden. Das stimmt, es ist jedoch leider nicht bei allen Themen der Fall. Ich habe eine Seite die anderen Menschen beim Stromsparen hilft. Diese wird in themenrelevanten Foren gerne und relativ oft empfohlen. Eine andere Seite (z.B. zum Thema „Lotto“), hat es dagegen schon schwerer. Wer also ein entsprechendes Thema hat, muss sich um die Verlinkung weniger Sorgen machen.

  5. Das sehe ich auch so. Es kommt auf den Content an. Gefragter Content wird natürlich schneller und öfter verlinkt.
    Aber ganz ohne „Nachhilfe“ geht es leider meistens nicht.
    Um auf das Beispiel mit den Lottozahlen zurückzugreifen:
    Ich brauche für diese Webseite ja nicht nur backlinks sondern auch eine gewisse Analzahl :) an bestimmten links, welche als Keyword verlinkt sind, z.B. „Lottozahlen Samstag“.
    Aber wer verlinkt das denn schon so einfach von sich aus?
    Meistens wird ja mit „auf dieser Seite“ oder „hier“ etc. verlinkt.

  6. Hallo,

    wenn man defensiv an das Thema Linkbuilding herangeht, kann man sicher auch etwas rumprobieren. Betreibt man forcieren Linkaufbau, sollte man jedoch in etwa wissen, welche Links sich wie auswirken…

    Grüße

    Gretus

  7. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass es wirklich noch SEO’s da draußen gibt die sich starr auf eine Sache/Methode des Linkaufbaus festlegen.
    Das beste ist wahrscheinlich wirklich der Mix, denn langsam zu beginnen und dann Schritt für Schritt ein bisschen nachzulegen klingt einfach schlüssiger und für die Seite im Endeffekt „gesünder“.

    Tja und was den Aufbau der Linkarten angeht ist mehr eben auch mehr ^^
    Ich persönlich nutze dabei die verschiedensten Wege um Linkaufbau zu betreiben, dabei arbeite ich mich hin zu „White Hat SEO“ aber gerade bin ich wahrscheinlich eher „Grey Hat“.

    Schöner Beitrag und die Links wurden natürlich auch schon gecheckt!

  8. Ich bin auch gerade schwer am testen. Hab mehrere Projekte gestartet die unterschiedlich befüttert werden aktuell. Bin gespannt wie das Ergebnis sein wird, bzw. wie viele davon in einer Penalty landen, was ich eigentlich nicht hoffe.

  9. Hallo.
    Ich bin da wohl eher gemütlich wie Jan. Lieber gemütlich und sich mit dem Blog auseinandersetzen, in dem man postet. Das ist vielleicht nicht gut fürs Ranking, aber sehr gut für einen selber, denn man lernt ziemlich viele interessante Blogs kennen. Und was lustig ist: Auch die Kommentatoren trifft man immer wieder. :)
    Gruß, Max

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Top 10 der Woche 34/11 « Wochenrückblicke
  2. Blogroll: Diese Blogs sind einen Blick wert! - Blogroll, Blogs, Blogprojekt, eisy.eu, Onlinelupe, Selbständig im Netz, zweidoteins - Daniel Seidl

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*