Ist SEO wirklich alles ?

Als Hobby-Blogger mit nicht all zu viel Zeit und finanziellen Grenzen macht man sich ab und zu gedanken ob die Maßnahmen die man ergreift wirklich so wichtig sind.
Immer wieder stelle ich mir die Frage ob SEO wirklich das Non-Plus-Ultra für meinen Blog ist, oder ob ich mir die Zeit, die ich für die Optimierung benötigt habe, auch sinnvoller einteilen könne.
Suchmaschinenoptimierung kostet Zeit und Nerven wie man so schön sagt und diese Zeit kann man doch in Dinge investieren die viel mehr bringen wie zum Beispiel zum schreiben von Artikeln oder Werbung machen auf Twitter.

In meinen Augen ist SEO hilfreich um die neuen Besucher anzulocken die mehr Zeit auf Suchmaschinen verbringen als andere Surfer.
Allerdings wende ich nur so viel SEO an, wie es meine Zeit zulässt, denn für mich ist es wichtiger, den Blog für den Benutzer zu optimieren als für die Suchmaschinen.
Das hat den Grund, das Benutzeroptimierte Blogs für den Leser einfacher zu lesen sind und diese dann gerne wiederkommen.

Immer mehr sehe ich, das viele meiner Leser selber einen Blog betreiben, und wenn diese meinen Blog als gut empfinden, gibt es meistens noch einen netten Link wenn wieder ein guter Artikel oder eine interessante Artikel-Serie veröffentlicht wurde.
Auch ohne Artikel oder Serie merke ich, das ich immer mehr Backlinks erhalte, auch von Blogs die ich noch gar nicht kenne.
Und das liegt dann wohl an der von mir angewandten Benutzeroptimierung.

Entscheidend ist es, den Besuchern interessante Artikel zu bieten, die sie durchlesen, denn so kann ich mit meinem Blog überzeugen und der Besucher kommt wieder.
Kommt der Besucher allerdings über eine Suchmaschine, findet einen Blog vor, auf dem die Texte nur für Google und Co geschrieben sind, ließt er nichtmal einen Artikel, verschwindet wieder und kommt nie wieder.

Interessant an der Benutzeroptimierung finde ich, das auch ein Blog, der wenig bis gar nichts für seine Suchmaschinenoptimierung macht, ein gutes Ranking haben kann.
Das liegt einzig daran, das die Besucher zufriedener sind und so auch viel lieber Verlinken.
Und wir alle wissen: Backlinks sind das A und O in der Suchmaschinenoptimierung.

Einen Blog für den Menschen zu optimieren ist auch nicht anders wie für die Suchmaschine.
Ich habe mal ein paar Punkte aufgelistet, die euch dabei helfen können.

  • Aussagekräftiger Blog-Titel
  • Klare und Aussagekräftige Überschriften
  • Klare Struktur: Gliederung, Absätze, etc..
  • Am Anfang immer wichtiges
  • Aussagekräftige Anker der Links

Das sind wichtige Punkte die den aufenthalt des Besuchers angenehmer machen und dabei helfen eure Besucher so zufrieden zu stellen, das sie auch gerne wiederkommen.

Fazit

SEO ist wichtig, keine Frage, aber an erster Stelle sollte man den Blog für Menschen, also die Besucher und Leser gestalten und so auch seine Texte veröffentlichen.
Nur an die Suchmaschinen zu denken, bringt zwar erstklassiges Ranking wenn man es richtig macht, aber das nützt alles nichts, wenn die Artikel grottenschlecht sind.
In den ersten Tagen oder vielleicht auch Wochen werden einige Besucher kommen, aber wenn dann gemerkt wurde das eure Seite eigentlich nur auf SEO basiert, bleiben die regelmäßigen Besucher aus.

Man sollte sich immer gedanken machen, was wichtiger ist: Zeit in viel SEO zu stecken, oder die Zeit nutzen um gute Artikel zu verfassen, die gerne verlinkt werden.
Gut gepflegte Blogs, die kontinuiertlich wachsen, betreiben in dem Sinne eine automatische SEO und ranken letztendlich auf dauer und nach längerer Wachstumszeit immer besser wie jeder ins kleinste Detail optimierte Blog.

Was denkt ihr zu diesem Thema ?
Ist SEO das wundermittel um neue Besucher zu bekommen und wieviel SEO wendet ihr an ?
Antworten ab in die Kommentare !

6 Kommentare

  1. Natürlich weiß ich, dass es immer wieder Spaß macht, die Dialektik des Entweder-für-Suchmaschinen-oder-Besucher-optimieren für einen Artikel zu strapazieren … Aber wie Du selbst sagst, gibt es diesen Gegensatz in Zeiten moderner SuMas immer weniger. (Regelmäßig) lesenswerte Artikel = mehr Backlinks (-> mehr Besucher „direkt“) = bessere Rankings (-> mehr Besucher „indirekt“). Dennoch: Kompliment zum Blog und Deiner Bloggingfrequenz!

  2. Zu SEO zählt meines Erachtens primär auch das Bereitstellen von verlinkungswürdigen Inhalten. Also beispielsweise Artikel mit Mehrwert für die Leser. Und genau hier liegt auch der Hund begraben. Das ist alles andere als einfach. Und das vor allem über einen längeren Zeitraum.
    Aber wer immer wieder verlinkungswürdige Artikel liefert, der stellt damit sein Seo auf Automatik – vorausgesetzt, die Onpage-Optimierung stimmt.

  3. Burkhard hat es ja eben schon gesagt, sofern onpage alles „OK“ ist, und du dich wirklich nur auf gute Einträge konzentrierst, machst du ja im Prinzip auch SEO , in dem du von anderen, denen dein Beitrag gefällt, neue links bekommst :)
    2 fliegen mit einer klatsche und in 6 monaten kannst du diese frage oben löschen :)

  4. Bei SEO ist oft weniger auch mehr. Nachdem ich meine SEO Plugins abgeschaltet habe auf meinen Blogs und nur noch mit dem SEO Title Tag Plugin arbeitet (manchmal braucht es halt einfach längere etc. Titles als man in die Überschrift packen möchte), geht es steil bergauf ;-)

  5. Danke für eure Kommentare.
    @Markus: Danke für dein Lob zum Blog und der Bloggingfrequenz.

    @Burkhard, djmaki und Tanja: Ich teile meine Meinung wohl.
    :)

  6. Man könnte auch fragen:
    „Ist alles ohne SEO überhaupt was?“

    Wie auch die Vorredner schon meinen, betreibt man durch gute Beiträge in der Theorie automatisch SEO. Nur ist es jedoch so, dass es im Web sehr viele Informationsquellen gibt, die gelesen werden wollen. Manchmal ist es inmitten dieses Lärms nun doch ein wenig notwendig, dass man etwas lauter und etwas öfter „Hier, hier…!“ schreit, als die anderen, um überhaupt ein wenig Aufmwerksamkeit zu bekommen. Klar sollte man sich dabei geschickt anstellen, um niemanden langfristig vor den Kopf zu stoßen und sicherlich sollte der Content auch lesenswert sein, weil sonst die größte Werbetrommel nichts bringt.

    Sobald aber ein gewisse kritische Masse an Lesern erreicht wurde, kann man i.d.T. lediglich durch gute Inhalte die Rankings und damit den Traffic steigern, da die Leser einen per Social Media & Verlinkungen weiterempfehlen – nur bis dahin ist der Weg bisweilen mühselig, langwierig und eben doch mit SEO verbunden…

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