Die neue Google Bildersuche – Was ändert sich für SEOs?

Rund ein Jahr nach der Bekanntmachung, das Google die Bildersuche umbauen oder eher verändern möchte, ist dies auch nun endlich geschehen. Martin, der SEO-Blogger und SEO-Künstler, hat auch schon über die neue Bildersuche von Google berichtet und schreibt ein wenig über die neuen Funktionen und das neue Layout. Das Layout hat sich nun nämlich verändert und es werden nur noch Bilder angezeigt. Auf den ersten Blick wurden die Informationen, wie Quellseite, Bildgröße und Dateiname entfernt. Diese lassen sich jedoch einsehen, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Sofort hebt sich das Bild hervor und die gewohnten Informationen (nur für das hervorgehobene Bild!) werden angezeigt. Ein weiterer, sehr deutlicher Unterschied ist, das Google die Seiten entfernt hat und ab sofort alles in einem Frame zeigt. Zunächst werden 5 Abschnitte gezeigt, die als Seiten deklariert werden. Es passt immer nur Seite in das Browserfenster. Wer mehr sehen möchte, muss Scrollen. Mit diesen beiden, sehr auffälligen Veränderungen schlägt Google einen ähnlichen Weg wie Bing ein, denn bei Bing werden die Bilder auch nicht mehr pro Seite dargestellt und Informationen zum Bild erhält man auch nur, wenn man mit der Maus drüber fährt und dieses hervorhebt. Doch was ändert sich nun für SEOs, die ihre Bilder optimieren möchten?

Die bisher angesprochenen Veränderungen haben in meinen Augen nicht viel Bedeutung für SEOs. Schließlich ist es egal ob die Seiten Scrollbar oder zum durchblättern sind, wichtig sind nur die vordersten Positionen. Wichtiger finde ich die Funktion, das man nun Bilder nach Themen sortieren kann. Das bedeutet, das Google automatisch Themen für das eingegebene Keyword erstellt, zu denen Bilder in der Datenbank vorhanden sind, relevant sind und auch in der Bildersuche eingegeben werden.

Die neue Google Bildersuche: Nach Themen sortiertAls Beispiel habe ich mal das Keyword „New Era“ genutzt. Auf die schnelle viel mir kein anderes Keyword auf, bei dem die Sortierung so deutlich wird. Zur Info: New Era ist eine Mode-Marke, welche für ihre Mützen bekannt sind. Diese werden in verschiedenen Themen, Farben und mit tausenden Motiven bedruckt. Und daher sieht man deutlich, wie die nach Themen sortierte Bildersuche aussieht. Auf meinem Screenshot (links) sieht man zum Beispiel, das „New Era Pink“, „New Era Batman“, „New Era Superman“ und „New Era Sox“ als Themen eingezogen werden. Und in diesen Themen befinden sich auch nur Bilder, die in dieses Thema passen. Ist nicht gerade verwunderlich, denn wenn das nicht so wäre, würde eine solche Sortierung nach Themen überhaupt keinen Sinn machen.

Wie ordnet Google die Bilder den Themen zu?

Das macht Google nicht anders wie bei der unsortierten Suche: Anhand von Keywords. Möchte ich zum Beispiel, das ein Bild für das Keyword „New Era“ rankt, sollte im besten falle der Dateiname, die Bildbeschreibung, der Title-Tag und der umfließende Text des Bildes das Keyword enthalten. So weiß Google: „Aha, hierbei handelt es sich um ein Bild, welches zu dem Keyword „New Era“ passt. Und genau so funktioniert das auch mit der nach Themen sortierten Anzeige. Wer dort Bilder sehen möchte, sollte diese auf das entsprechende Keyword optimieren, denn: Die Anzeige der Bilder nach Themen sortiert ist keine eigenständige Anzeige, sondern nur die Anzeige der ersten Platzierungen zum entsprechenden Keyword. Um dies zu verdeutlichen, habe ich mal zwei Screenshots angefertigt, bei denen das ganze deutlich wird.

New Era Superman - Google Bildersuche

Im Screenshot (oben) habe ich mir das Thema „new era superman“ ausgesucht. Dort werden mir insgesamt 7 Bilder angezeigt, die zu diesem Thema passen. Diese 7 Bilder sind auch die ersten 7, die mir angezeigt werden, wenn ich in der Bildersuche nach „New Era Superman“ suche, was der zweite Screenshot (unten) verdeutlicht.

New Era Superman in der Google Bildersuche

Woher Google die Themen nimmt, ist klar: Aus der eigenen Datenbank. Wie diese sich allerdings zusammensetzen, kann ich momentan nicht sagen, denn es sind nicht die Keywords mit den meisten Anfragen. Vielleicht wird sich Google dazu noch äußern, nach welchen Kriterien die Themen für die nach Themen sortierte Auswahl ausgewählt werden.

Was ändert sich für Bilder-SEOs?

Erstmal nicht viel, denn nun ist es wichtig, die vordersten Plätze zu besetzen. Am besten wäre eine Platzierung in der Bildersuche zwischen Rang 1 und 5. Denn diese werden definitiv in der Thematischen Sortierung angezeigt. Bisher habe ich (bei rund 50 getesteten Keywords) keine Thematische Anzeige gesehen, in der weniger als fünf Bilder angezeigt wurden. Mehr als fünf wurden aber angezeigt, wobei das Maximum bei 7 Bildern lag.

Wer also innerhalb der ersten 5 Bilder für ein Keyword liegt, wird in auch in der Thematischen Sortierung angezeigt, was für mehr Views sorgt. Und mehr Views bedeutet in der Regel auch den ein oder anderen Klick mehr.

Eine weitere Änderung, die für Bilder-SEOs wichtig ist, ist die Auffälligkeit ihres Bildes. Mit der neuen Bildersuche fallen bei bestimmten Keywords Bilder ins Auge, die Breiter sind als die anderen. Sehr deutlich wird das bei Keywords, bei denen die Bilder zu 90% alle gleich aussehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Suche nach „Mona Lisa“. Die Bilder die Google uns für dieses Keyword anzeigt, haben größtenteils alle den gleichen Farbton, was es für SEOs schwieriger macht, aufzufallen. Allerdings fallen Bilder, welche besonders Breit sind (zum Beispiel im 16:9 Format), besonders auf, denn diese kommen einen besonders groß vor. Ein Beispiel dafür habe ich wieder mit einem Screenshot festgehalten.

Google Bildersuche: Mona Lisa. Breite Bilder fallen auf

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, fallen die breiten Bilder am meisten auf. Sie ziehen also Blicke auf sich und sorgen somit für höhere Klickzahlen. Und genau das ist ja der Grund, warum man Bilder-SEO betreibt: Mehr Klickzahlen.

Fazit
Mit dem Update der Bildersuche von Google hat sich auch ein wenig was für die SEOs bzw. Bilder-SEOs getan. Nun kann man mit besseren Positionen noch höhere Klickzahlen erreichen, wenn das Keyword denn oft in der Thematischen Sortierung angezeigt wird. Ob und wie der Algorithmus für die SERPs der Bildersuche umgebaut wird, und wann dieses geschieht (falls Google in der Richtung was plant), kann ich nicht sagen. Wobei das aktuell gar nicht wirklich nötig wäre, denn meiner Meinung nach sind die SERPs der Bildersuche bisher immer sehr relevant.

Thumbail: aboutpixel.de / Bild im Bild © jutta rotter

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6 Kommentare

  1. Auswirkungen von Google Image Search – SEO.at
    15. Mai 2011 at 13:25

    […] Die neue Google Bildersuche – Was ändert sich für SEOs? var szu=encodeURIComponent(location.href); var […]

  2. Joe's Pferdebilder
    16. Mai 2011 at 08:41

    Jetzt werden meines Erachtens viel mehr Bilder angezeigt als bei der alten Bildersuche, was nicht umbedingt schlecht ist. Nur ist meine Internetverbindung eher konservativ langsam zu bewerten, und daher hat sich die Ladezeit in meinem Fall beachtlich verlangsamt. Mit einer guten DSL Leitung macht die Bildersuche möglicherweise mehr Spaß.

  3. Maria Schmidt
    16. Mai 2011 at 10:35

    So sehen die Ergebnisse also viel besser aus, meine ich. So kann man sich ja schneller orientieren, weil wenn es Text und Bild gibt, scheint mir ein bisschen komplizierter zu sein.

  4. Tanja
    17. Mai 2011 at 08:30

    @Maria: Finde ich auch! Ich hab die Änderung am Wochenende bemerkt und finde mich auch leichter zurecht.

    Mir hat das bunte Bilderwirrwarr am Anfang aber sehr irritiert, man war die alte Google-Bildersuche einfach schon lange Jahre gewöhnt.

  5. Tobias
    18. Mai 2011 at 09:59

    Also ich finde die neue Bilder sehr schön aufgebaut, besonders das heranzoomen der Bilder beim überfahren gefällt mir. Für einen User der wirklich Bilder sucht ist die neue Ansicht viel Effektiver da er mehr „zu sehen bekommt“.

  6. Frank
    20. Mai 2011 at 13:16

    Ich kann mich der Meinung der anderen nur anschließen. Die optimierte Bildersuche von Google macht es dem Nutzer wirklich einfacher als vorher. Allerdings sehe ich eventuell einen Nachteil: Die Bilder stehen nun sehr na aneinander. Das macht bei manchen Ergebnissen den Eindruck einer eher homogenen Masse. Man neigt dann dazu viele Bilder einfach zu überspringen.