XOVI: Onpage-Modul im Test

Heute möchte ich mich mal wieder einem SEO-Tool widmen, welches vielen ein Begriff ist: Xovi. Das Tool zeichnet sich durch sein knalliges Orange, seinem günstigen Preis, seinem Umfang und durch seinen Support aus. Aber auf Xovi im Allgemeinen möchte ich jetzt nicht eingehen, sondern viel mehr in ein Modul, welches in Xovi zur Verfügung steht: Das Onpage-Modul, welches Webseiten auf bestimmte Faktoren überprüft. Das Tool ist zwar nicht Neu, habe ich hier im Blog aber noch nicht vorgestellt. Nun habe ich mir die Zeit genommen und das Modul mit verschiedenen Webseiten getestet, um euch das Onpage-Modul näher zu bringen.

Für den Test habe ich über Facebook einfach nach URLs gefragt, die man zur Verfügung stellt. Daniel, Rene und Stefan haben sich direkt freiwillig zum Dienst gemeldet und mir jeweils eine URL mitgeteilt, die ich in diesem Testbericht analysieren darf. Dafür schon einmal im Voraus lieben Dank.

Rauchmelder in der SEO-Onpage Analyse

Zunächst nehmen wir die Domain vom Daniel. Bei der Domain handelt es sich um eine Domain rund um das Thema Strom. Um hier nicht in die Tiefe zu gehen, habe ich jeweils eine Unterseite der Domain herausgesucht und geschaut, wie gut diese Onpage-Technisch aufgestellt sind. Als erstes gibt es also von der Domain „Saving-Volt.de“ eine Seite zum Thema Rauchmelder.

Um eine Onpage-Analyse in Xovi zu starten, wählen wir im Menü das entsprechende Modul aus und geben die zu analysierende URL ein. Es lässt sich nicht nur eine URL checken, sondern viel mehr: Es sind bis zu 500 Seiten einer Domain möglich, die bis in die 5. Ebene reichen dürfen. In der Übersicht werden die verschiedenen Unterseiten dann nach dem Score (Wert, den Xovi nach einer eigenen Gleichung errechnet) sortiert. Ich habe pro Domain aber immer nur eine Unterseite für den Test analysieren lassen, da der Bericht sonst deutlich zu Umfangreich geworden wäre.

Übersicht der analysierten Domains

Xovi bietet eine gute Übersicht der Domains an, die analysiert wurden und derzeit noch analysiert werden. Wichtige Angaben wie Domain, Analyse-Tiefe, Status, Anzahl der Seiten und Startzeit, werden direkt ausgegeben. Im Screenshot unten sehr ihr, wie die Übersicht aussieht.

Onpage von Xovi im Test

Anschließend wählen wir die Domain aus, zu der wir die Daten erhalten möchten. In diesem Falle ist es die letzte Domain in der Liste, die von Daniel. Mit einem Klick auf die Domain gelangen wir zu einer Übersicht der Onpage-Daten und den Messwerten, die Daniel auf seiner Seite so erreicht hat. Als erstes ist mir sofort der Site-Score aufgefallen, den das Onpage-Modul von Xovi ausgibt. Hier wird eine prozentuale Summe ausgegeben, die auf den verschiedenen Daten der Messwerte aus der Onpage-Analyse basiert. Im Idealfall beträgt der Score 100%, im schlechtesten Falle 0%. Daniel erreicht mit seiner URL einen Wert von 47.67%. Also knapp unter der Hälfte mit genügend Potenzial nach oben. Welche Faktoren Daniel auf seiner Seite gut umgesetzt hat und welche Onpage-Maßnahmen noch ergriffen werden könnten, folgt direkt im Anschluss.

Daniels Seite mit weniger als 50% vom Onpage-Score

Die erste Box nach dem Site-Score verrät erste wichtige Informationen: Größe der HTML-Datei, Anzahl der Wörter auf der Seite, Seitenladezeit, prozentualer Anteil vom Text zu Quellcode und einige mehr. Beginnen wir einmal mit den Daten von Daniel. Alleine in den ersten Informationen entdeckt man schon einiges an Potenzial, welches man nutzen könnte, um den Onpage-Score zu erhöhen und damit eben auch aus der SEO-Sicht besser glänzen zu können.

Mir ist direkt der niedrige Anteil von Text auf seiner Seite aufgefallen: Dieser Beträge gerade einmal 14% bei ganzen 949 Wörtern. Hier muss aber beachtet werden, dass die 949 Wörter nicht alleine Content ist, sondern eben alles, was sich auf der Webseite an Text befindet: Links, Navigation, Sidebar, Schlagwörter-Wolke, Kommentare, und, und, und. Trotzdem muss man den Textanteil von 14% sehen, welcher mir wirklich sehr gering erscheint. Meiner Erfahrung nach macht ist ein Textanteil von 15% das mindeste, was eine Seite vorweisen sollte. Optimal ist natürlich höher: Verschiedene Aussagen kursieren durch das Web, dass ab 25% ein guter Textanteil anfängt. Pauschale Aussagen gibt aber leider nicht. Ich persönlich versuche den prozentualen Anteil von Text immer so hoch wie möglich zu halten.

Textanteil erhöhen

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, wie man den Anteil des Textes erhöhen kann: Einmal wäre dass die Möglichkeit mehr Content der Seite hinzuzufügen oder die zweite, den Quellcode schlanker zu gestalten. Mit der zweiten Möglichkeit erreicht man zudem einen netten Nebeneffekt: Man verringert die Größe der HTML-Datei und damit eben auch die Ladezeit der Webseite.

Daniel nutzt allerdings WordPress mit einem fertigen Theme. Er muss also aufpassen, was er tut, denn sonst läuft er Gefahr, das ganze Layout zu zerschießen. Man sollte also vorher ein Backup machen und schon ein wenig Kenntnisse von HTML und WordPress haben, um die Quellcode schlanker zu gestalten. Als nächstes wird erkenntlich, dass Daniels Seite über 3 Inline Styles, keine Flash-Dateien und 20 JavaScripts verfügt. Hier heißt es ebenfalls: Verbessern! Denn: Styles gehören nicht in den Container, sondern in die Stylesheet. Klassen definieren, in der Stylesheet einfügen und anpassen, fertig. Die 20 JavaScripts sind natürlich schon sehr happig. Hier könnte man schauen, welche Scripte auch wirklich verwendet werden und gegebenfalls das ein oder andere Script aus dem Quellcode löschen. Denn: JavaScripte müssen laden und können die Ladezeit deutlich erhöhen.

Xovi gibt in der ersten Übersicht auch aus, welcher Google Analytics-Account verwendet wurde. Auch die Zahl der Frames und iFrames wird mit ausgegeben. Daniel hat auf seiner Seite ein iFrame eingebaut: Die Likebox von Facebook. Der iFrame ist eine beliebte Möglichkeit, diesen zu laden und wird dementsprechend häufig genutzt.

HTTP-Header

Daniels HTTP-Header

Der nächste Reiter in den allgemeinen Informationen ist der Reiter „HTTP Head“. Hier findet der Nutzer Informationen zum Header der Seite. Typische Angaben: Server, Keep-Alive, Charset und Content-Type. Leider bin ich keiner, der sich wirklich mit dem Header einer Seite auskennt, weshalb ich diese Sektion auch nur Oberfläche zeige und vorstelle. Wer sich mit dem Header auskennt, kann sich gerne in den Kommentaren zu Wort melden und mal ein wenig dazu aus Onpage-Sicht erzählen.

Keywords, Keywords und Keywords

Kommen wir zu einem wichtigen Teil im Onpage-Bereich: Keywords. Ohne entsprechende Keywords kann Google die Seite keinem Keyword zuordnen. Folglich gibt es keine Rankings. Im ersten Reiter „häufige Keywords“ werden die Keywords der Seite (scheinbar Short-Head, also Keywords mit nur einem Wort) aufgelistet. Man sieht auf dem Screenshot (unten) deutlich, dass „Rauchmelder“ am häufigsten vorkommt (21 mal insgesamt). Neben dem Keyword und der Anzahl der Verwendung auf der Seite zeigt das Onpage-Modul von Xovi auch an, wie hoch der Anteil vom gesamten Text (Keyword-Dichte) ist. Die Keyword-Dichte von „Rauchmelder“ liegt bei 2,21% laut Xovi. Wie gut dieser Wert ist, lässt sich leider nicht genau sagen, denn für viele ist die Keyword-Dichte ein Ranking-Faktor, für manche nicht. In der Regel sagt man, sollte die Dichte im Bereich zwischen 2-3% liegen. Sollte dies zutreffen, hat Daniel hier einen guten Mittelwert erreicht.

Xovi Onpage: Keywords und noch mehr Keywords

Aber damit nicht genug, denn die Auflistung gibt auch Aufschluss darüber, wie die anderen Keywords verteilt sind und vor allem, welche noch verwendet wurden. Ich persönlich sehe hier Bedarf zur Verbesserung. Grund: Es wurde scheinbar nur darauf geachtet „Rauchmelder“ oft unterzubringen. Der restliche Text wurde mit recht wenigen verwandten Keywords angereichert, die ebenfalls häufiger verwendet wurden. Keywords die hier dazu passen könnten: Rauchentwicklung, Feuer, Brand, Sicherheit, Alarm. Es gäbe wahrscheinlich noch deutlich mehr Keywords, die man anwenden könnte. Für die verwandten Keywords gilt natürlich keine genaue Keyword-Dichte, allerdings sollte man sie schon mehrmals verwenden, um Google eine entsprechende Relevanz mitzuteilen. Ich selber bin ein Fan von verwandten Keywords und setze diese auch auf einigen meiner Projekte ein. Grund: Google sieht, dass es sich um einen sehr relevanten Beitrag oder Text zum Thema „Rauchmelder“ handelt und wird diese Seite dementsprechend bewerten. So meine Meinung.

Die nächsten beiden Reiter zeigen erneut Keywords, allerdings aus mehreren Phrasen gebildete. Also Keywords mit zwei Wörtern und Keywords mit 3 Wörtern. Zudem lassen sich natürlich mehr als nur 10 Keywords auf einer Seite anzeigen lassen. Dazu nutzt man einfach die Schaltfläche, die ich im unteren Screenshot markiert habe.

Keywords mit zwei Wörtern

Auch hier sehe ich für Daniels Seite Potenzial zur Optimierung: Bei den Keywords mit 2-Phrasen und 3-Phrasen findet man nur sehr wenig zum Thema Rauchmelder bzw. in Relevanz zum Thema Rauchmelder. Hier denke ich, kann sich Daniel nochmal an seinen Text setzen. Diesen Bereich sollte man nicht unterschätzen, da es für sein Keyword auch Longtails gibt.

3-Phrasen Keywords

Der letzte Screenshot hat mich etwas stutzig gemacht: „title quot quot“ und „cite quot quot“ als Keywords? Gut, dann schaue wir mal genauer hin: Zurück zum ersten Screenshots des Keyword-Bereiches, denn dort schon fand man „quot“ als Keyword vor, welches 14x auf der Seite verwendet worden ist. Schnell mit der Suchfunktion auf der Seite nachgeschaut: Nichts gefunden. Aber: Schaut man in den Quelltext und sucht man nach dem Keyword, welches scheinbar 14x verwendet wurde, findet man folgendes vor.

HTML-Kommentare aus Keywords?

Hier scheint Xovi den gesamten Quellcode zu analysieren und die Keywords auch aus den HTML-Kommentaren zu nehmen. Allerdings werden hier HTML-Zeichen verwendet, die als Keyword übernommen wurden, was natürlich totaler Schwachsinn in meinen Augen ist. Die Kommentare im HTML werden zwar gecrawled und von Google wahrgenommen, haben aber keinen Einfluss auf das Ranking. Zumal die Zeichen, welche hier einfach in HTML ausgegeben werden, überhaupt nichts mit Keywords zu tun haben. Hier könnte Xovi nachbessern.

Verlinkt unter

Der letzte Reiter in den Allgemeinen Informationen heißt „Verlinkt unter“ und zeigt eigentlich die Links an, die aus den internen Seiten bestehen. Eigentlich heißt, dass dies nun bei Daniel nicht angezeigt bekommen, weil ich eben nur eine Seite habe überprüfen lassen. Daher weiß das Onpage-Tool von Xovi gerade nicht, ob es noch andere Seiten gibt, die auf diese „Rauchmelder“-Seite verlinken und kann diese dementsprechend auch nicht anzeigen.

Onpage-Tool von Xovi: Von welchen Seiten verlinke ich auf diese Seite?

Übrigens: Wenn ihr eine komplette Domain analysieren lasst, bekommt ihr in den allgemeinen Informationen bzw. im gesamten Onpage-Tool nur die Daten zu sehen, von der URL, die ihr gerade ausgewählt habt. So kann man sich gemütlich von URL zu URL klicken und die Optimierungspotanziale erkennen und habt nicht eine Ellenlange Informationskette für jede einzelne URL auf nur einer Seite.

„Alle Optimierungspotentiale“

Die nächste Box zeigt „Alle Optimierungspotentiale“ – folglich Faktoren, die von Xovi vorgeschlagen werden, um die Seite aus Onpage-Sicht weiter zu optimieren und zu verbessern. Hier leistet Xovi aus meiner Sicht eine gute Arbeit, denn es werden nicht einfach nur Fehler angezeigt, sondern eben auch Verbesserungsvorschläge.

Xovi zeigt Verbesserungsvorschläge für die Onpage-Optimierung

Vorbildlich übersichtlich gestaltet zeigt Xovi verschiedene Onpage-Faktoren, die uns bekannt sind. Größe der HTML-Datei, Titel, Überschriften, interen Links, etc. Was genau fehlt und was verbessert werden kann, wird ebenfalls angezeigt. Ich persönlich finde diese Übersicht wirklich klasse, weil sie schnell einen Überblick zulässt, was noch alles getan werden muss, um nicht nur einfach den Onpage-Score zu verbessern, sondern auch seine Webseite SEO-Technisch besser aussehen zu lassen.

Bei Daniel fängt die Optimierung schon an der HTML-Größe an. Aber auch der Titel wird bemängelt,weil dieser zu lang ist. Und tatsächlich: Er ist zu lang: „Rauchmelder für die optimale Sicherheit in den eigenen vier Wänden – News, Energie, Elektro, Politik und Ausbildung“ lautet der Titel der Webseite und beträgt stolze 115 Zeichen. Hier könnte Daniel an seinem Titel arbeiten, diesen deutlich verkürzen und somit den Titel nicht mehr in den Google SERPs abschneiden lassen.

Aber auch die Überschriften bieten Optimierungspotenzial: Es sind zwei H1-Überschriften vorhanden (Logo der Seite wurde in H1-Tags gesetzt + Überschrift des Artikels). Xovi empfiehlt an dieser Stelle, nur eine H1-Überschrift pro Seite zu nutzen, was auch sinnvoll ist, schließlich erkennt Google unter anderem am H1-Tag, worum es auf der Seite geht. Problem: Das Theme selber nutzt das Logo der Webseite im H1-Tag, was aber geändert werden könnte. Zudem sagt Xovi: Der H1 ist zu kurz und ein H1 ist zu lang. Auch die H3-Überschriften werden bemängelt, wobei ich hier das Problem sehe, dass man nicht nur den Content der Seite analysiert, sondern die komplette Seite, also inklusive Header, Navigation, Content, Sidebar und Footer. Da die Widgets des Themes mit H3-Überschriften ausgestattet sind, werden diese natürlich mit vom Onpage-Modul analysiert. Aber: Google selber sieht die anderen Elemente der Webseite auch und wird diese ebenfalls mit zur Bewertung heranziehen. Daher finde ich, sollte man die Widgets so umschreiben (wenn die Ahnung von HTML vorhanden ist), dass sie keine H3-Überschrift mehr bekommen, sondern einfach nur noch einen normalen Text, der den Style der H3-Überschrift belegt. Weitere Optimierungspotenziale: interne Links, externe Links, Bilder, Fettschrift, Textanteil (Xovi empfiehlt mindestens 30%), Inline Styles und JavaScript.

Duplikate Seiten und Titel

Die nächsten beiden Reiter in der Box „Alle Optimierungspotentiale“ zeigen doppelte Seiten und doppelte Titel an. Aber nur, wenn es auch Übereinstimmungen gibt. Sprich: Wenn eine komplette Domain analysiert wurde und eine andere Seite gleich der aktuell ausgewählten ist oder eben der Titel mit dieser Seite übereinstimmt. Da ich aber nur diese eine URL von Daniel habe analysieren lassen, zeigt das Tool hier keine Datensätze an.

Doppelte Seiten und doppelte Titel

Content, Links und Bilder

Als nächstes habe ich eine weitere Domain via Facebook erhalten, diesmal von Rene, der mir eines seiner Projekte zum Thema Browsergames zur Verfügung gestellt hat. Für den Test habe ich mir die Seite „Rollenspiele“ herausgesucht, die ich mit Xovi analysieren möchte. Der Test von Renes Seite erstreckt sich über die Bereiche Content, Links und Bilder, die im Onpage Tool von Xovi zur Verfügung gestellt werden.

Content

Der erste Punkt ist die Content-Analyse. Hier werden die Ergebnisse ausgegeben, die die analysierte Seite in der Text-Analyse erreicht hat. Der Content, also der Text einer Seite, ist in meinen Augen besonders wichtig, da Google anhand des Textes erkennen kann, worum es auf der Seite überhaupt geht.

Content-Analyse in Xovi: Titel

Auch im Contentbereich arbeitet das Onpage-Tool von Xovi mit einer Box und Reitern, um die Ergebnisse übersichtlich darzustellen. Der erste Reiter ist der Titel der Webseite. Es wird analysiert, ob die länge des Titels optimal, zu lang oder zu kurz ist sowie wie viele Wörter und Wörter sich im Titel befinden. Mit der Angabe „Anzahl“ konnte ich leider nichts anfangen und eine entsprechende Erklärung habe ich auf der Seite auch nicht gefunden. Aber so viele Möglichkeiten gibt es ja nicht: Entweder schaut Xovi hier nach, ob es mehrere Title-Tags im Header gibt oder eben, ob der Titel ein duplikat ist.

Schön finde ich im Xovi Onpage-Tool die grafische Realisierung, wie man sie auf dem obigen Screenshot sieht und wie man sie in diesem Test noch einige male sehen wird. Der Balken verläuft von Rot in Grün und wieder ins Rot. Damit wird deutlich gemacht: Zu Kurz – Optimal – Zu lang. Allerdings stimmt die Grafik nicht ganz mit den Aussagen der Bemerkungen überein: Während in den Bemerkungen steht „Title hat eine optimale Anzahl an Zeichen“, steht die Anzeige im Balken zwischen „Zu kurz“ und „Optimal“. Hier müsste Xovi noch etwas nachbessern und mehr Bemerkungen hinzufügen, oder eben den Balken umbauen.

Überschriften

Im Content-Bereich des Onpage-Moduls werden außerdem die Überschriften (H1-H6) analysiert und ausgewertet. Dies sieht dann so aus, wie auf dem Screenshot unten (ich habe alle Überschriften-Reiter in einen Screenshot verpackt).

Überschriften im Xovi Onpage-Tool

Der Bereich zeigt deutlich, welche Überschriften auf Renes Browserspiele-Seite fehlen (H1, H4, H5, H6) und welche vorhanden sind. Für die, die vorhanden sind, gibt es sogar weitere Daten. Nehmen wir das Beispiel H3-Überschrift: Rene hat auf der Seite insgesamt 8 Stück verwendet, was laut Xovi scheinbar optimal ist. Nun stellt sich mir aber die Frage, was in der Grafik nebenan falsch gelaufen ist: Hier verläuft der Balken von Rot in Grün. Darunter stehen die Zahlen 15 (Rot) bis 0 (Grün). Soll mir dass jetzt etwa sagen, dass 0 H3-Überschriften auch optimal wären?

Anderes Thema: Das Tool erkennt die Inhalte der Überschriften und gibt diese wieder. Dazu eine kleine Analyse seitens Xovi: Die H3-Überschrift „Rollenspiele“ hat insgesamt 12 Zeichen und besteht aus einem Wort. Xovi sagt, dass Rene hier noch mehr Zeichen hinzufügen muss, weil die H3 zu kurz ist und 50 Zeichen empfohlen sind.

Rene könnte auch im Bereich H2 aufräumen: Er verwendet insgesamt 25 H2-Überschriften, was laut Xovi zu viel ist. Natürlich muss das Tool nicht immer recht haben, denn Xovi empfiehlt 5 H2-Überschriften als optimal. Ich denke, dass man je nach Seitengröße agieren muss: Je länger mein Content, desto mehr H2 kann ich verwenden, wenn es passt. Die hohe Anzahl auf Rene seiner Seite kommt übrigens daher, dass er unter dem Text, der sich auf der Seite befindet, ein Archiv von Blogposts befindet, die er veröffentlicht hat. Hier wäre es vielleicht eine Überlegung, das Theme umzubauen.

Fette Schrift für fetten Content

Wie es sich gehört gibt Xovi außerdem auch die Formatierungen des Textes aus: Fett, Kursiv und Unterstrichen. Es heißt, dass man einige Keywords im Text immer Fett schreiben sollte, um Google die Wichtigkeit des Keywords mitzuteilen. Das gleiche gilt übrigens für Kursiv geschriebene und unterstrichene Wörter.

Fettschrift im Xovi Onpage Modul

Auch hier scheint Xovi nicht genau drauf geachtet zu haben, wie man das eigene Diagramm gestaltet, da keine fettgeschriebenen Wörter scheinbar auch optimal wären, würde es nach dem Diagramm gehen. Entweder verstehe ich manche Diagramme nicht im Onpage-Modul von Xovi, oder die sind wirklich manchmal etwas fehlerhaft. Aber daran soll es letztendlich nicht liegen, da die Tipps, Daten und Fakten recht ordentlich sind. Kursiv und Unterstrichen schenke ich mir jetzt mal (und euch auch), da Rene keine Textelemente so formatiert hat und daher keine Infos in den Reitern vorhanden sind.

Reiner Text

Als letzter Reiter finden wir den reinen Text, den Xovi aus der Seite gefiltert hat. Hierbei geht es um den kompletten Text der Seite, inklusive Header, Navigation, Sidebar, Content und Footer. Das sieht dann so aus.

Der reine Text einer Webseite im Xovi Onpage Modul

Das war es dann – zumindest aus Sicht des Contents. Als nächstes kommt der Bereich Links und Bilder.

Links & Bilder

Diese beiden Punkte sind für mich besonders interessant, da ich denke, dass man mit Bildern und Links (intern aber auch extern) der Seite den ein oder anderen Schub geben kann, um besser platziert zu werden. So zum Beispiel haben schon verschiedene SEOs über Möglichkeiten berichtet: SEOkratie über die Missachtung der internen Verlinkung oder Martin auf seinem TagSeoBlog über die Autoren-Seite als Trustlink-Quelle.

Interne Links im Onpage-Modul

Der erste Reiter beschäftigt sich mit den internen Links der Webseite von Rene, die weiterhin im Onpage-Modul von Xovi analysiert wird. Hier werden Informationen wie Anzahl der internen Links, interne Links ohne Anzahl und einige mehr aufgelistet. Rene hat insgesamt 123 interne Links auf der Seite gesetzt, was scheinbar nicht so gut ist. Das liegt zu einem an seinen beiden Navigationen, an seiner Sidebar und an dem Blogpost-Archiv, welches er im unteren Bereich der Seite anzeigt. Pro Blogpost gibt es mehrere interne Links (Thumbnail, Weiterlesen-Button, Überschriften-Link, etc.), in der Sidebar sind mehrere Widgets, die einige interne Backlinks geben (Die neusten Bewertungen: 3 Links pro Browsergame, Popular: 3 Links pro Game und Kommentar-Links), zudem sind da noch 2 Navigationen in der Seite, ein Footer voller interner Links und natürlich dass Logo, welches mit der Startseite verlinkt ist.

Xovi gibt aus, dass man pro Seite 35 interne Links als optimum setzen sollte. Nun ist natürlich die Frage, ob damit die gesamte Anzahl ist oder nicht. Denn Xovi gibt mir für Renes Seite zwar 123 interne Links aus, wobei hier oftmals aber doppelt gezählt wurde. Zum Beispiel Die Blogposts: Hier zeigt das Thumbnail, die Überschrift, ein Weiterlesen-Link und ein Weiterlesen-Button auf die gleiche Seite. Xovi scheint hier alle Links einzeln zu werten, aber nicht darauf zu achten, dass sie in die gleiche Richtung zeigen. Meiner Meinung nach ist das gar nicht schlimm und so sollten doppelte Links gar nicht mit in die Wertung aufgenommen werden.

Das Onpage-Modul aus Xovi zeigt hier wiederum auch Hinweise und Bemerkungen auf, die in die Kategorie Links fallen: Es fehlen die Title-Attribute für die Links, die Xovi empfiehlt. Wenn die Links manuell gesetzt wurden, werden die Attribute oftmals vergessen. Sollten sie aber im Theme eingebunden sein (Sidebar-Widgets, etc), sollte man sie manuell nachbessern und mit Title-Attributen versehen.

Das Tool zeigt außerdem zu jedem einzelnen Link die jeweiligen Informationen an: Zeichenlänge des Anchor-Textes, Anzahl der Wörter im Anchor Text, der Titel vom Link und das Linkziel. Wird anstelle eines Anchor-Textes ein Bild für die Verlinkung gewählt, zeigt Xovi dies mit einem entsprechendem Symbol an. Gefällt mir sehr.

Externe Links

Auch die externen Links werden von Xovi erkannt und genauer untersucht. Ich finde dass diese auch dazugehören und oft unterschätzt werden. Das Gerücht, dass externe Links schädlich für das eigene Ranking sind und einem dadurch Linkpower verloren geht, ist totaler Müll. Denn: Wieso sollte ich denn nicht auch auf andere Webseiten verweisen können? Man muss sich das mal so vorstellen: Ihr fragt jemanden, ob er euch den Weg zum Supermarkt sagen kann. Er aber sagt einfach „Nein, will ich nicht“. Ihr fragt den nächsten, ob man euch dem Weg zum Supermarkt zeigen kann. Diese Person hilft euch. Welche der beiden Personen war euch jetzt mehr eine Hilfe und wem seit ihr dankbarer? Genau, der zweiten Person. Genau so wird Google das auch sehen, denn solange ihr auf hochwertige Inhalte aus eurem Themengebiet verlinkt, kann euch der externe Link sogar gut tun, weil ihr etwas oder jemanden empfehlt. Natürlich solltet ihr keine Links auf unseriöse Seiten setzen.

Externe Links im Xovi Onpage Tool

Hier sehe ich bei Rene Alarmstufe rot, denn den einzigen externen Link, den ich auf dieser Seite finde ist ein Affiliate-Link, verpackt in einem Banner. Man muss zwar nicht auf jeder Seite einen externen Link setzen, aber einen Banner inklusive Affiliate-Link in der Sidebar halte ich bei solchen Projekten für bedenklich. Google wird schon wissen, worauf verlinkt wird. Meine Empfehlung: Link via WordPress-Plugin (Linkhopper, etc) auf der eigenen Domain maskieren.

Hier gibt Xovi auch wieder nützliche Bemerkungen: Rene, auch externe sollten ein Title-Attribut haben. Hätte Rene mehr externe Link auf seiner Domain, würde man auch ein wenig mehr dazu schreiben können. Tut es aber nicht, also geht es auch nicht.

Bilder

Jetzt kommen wir zum Thema Bilder, die ebenfalls wichtig sind. Richtig angewendet kann man mit Bildern sogar viele Besucher auf die eigene Webseite locken („Bilder-SEO“), wie Martin (tagseoblog.de) oft beweist. In diesem Bereich vom Onpage-Tool geht es aber nicht um das Bilder-SEO, sondern um die Alt-Attribute der Bilder auf der von uns analysierten Webseite.

Alt-Attribute von Bildern im Xovi Onpage Tool

Auch in dieser Box erhalten wir Informationen, nur eben zu den Bildern und den entsprechenden Alt-Attributen. Insgesamt hat Rene 27 Bilder auf seiner Webseite, bei denen es sich um die Thumbnails, dem Logo und den Bannern handelt. 3 von diesen 27 Bildern sind ohne Alt-Attribut, was laut Xovi nachgebessert werden sollte.

Anschließend werden alle Bilder inklusive der Bilder-URL und dem Alt-Attribut gelistet. Sollte ein Alt-Attribut und Bild mehrmals auf der Webseite vorkommen, wird dieses auch in Xovi angezeigt. Was ich nicht so richtig verstehe ist die Spalte „Wörter“. Bei jedem Bild steht dort, die Zahl 1. Woher diese stammt, kann ich leider nicht sagen.

Das war es dann auch mit Renes Webseite, die er mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Dafür erstmal vielen Dank an dich Rene (wenn du dass hier ließt) und vielleicht hast du ja gesehen, wo Xovi dir Onpage noch ein paar Optimierungen empfiehlt.

Meta-Angaben

Der letzte Punkt des Onpage-Moduls aus dem Hause Xovi analysiert die Meta-Daten und gibt diese aus. Bedeutet: Meta-Keywords, Meta-Description und Robots. Die drei Bereiche wurden natürlich auch in drei Reiter geteilt und heben schnellen Aufschluss über die Daten, die sich im Header der Seite befinden. Dafür habe ich die Seite e-pneu.ch bekommen, einen Reifenhändler aus der Schweiz.

Meta-Description, Keywords und Robots

Als erstes wird die Meta-Description, also die Beschreibung der Seite ausgegeben, die auch in den Suchergebnissen angezeigt wird. Der zweite Reiter zeigt dann die Keywords an und der dritte die Robots. Mehr gibt es zu diesem Bereich allerdings nicht zu sagen.

Meta-Angaben im Onpage-Tool

Fazit

Das Onpage-Tool von Xovi macht einen recht guten Eindruck, auch wenn es hier und dort einige Stellen gibt, die es noch zu verbessern gibt. Es wird eine Menge analysiert und wieder ausgegeben. Was ich besonders gut finde ich die Ausgabe von Bemerkungen und Tipps, wie man die Seite weiter optimieren kann und welche Werte an welchen Stellen optimal sind. Damit ist besonders Anfängern geholfen, die sich mit dem Onpage-SEO noch nicht so wirklich beschäftigt haben und noch etwas Hilfe gebrauchen können. Da das Tool innerhalb von Xovi ist, fallen auch keine Extrakosten an, außer die normale Xovi-Gebühren in Höhe von 99 Euro pro Monat. Aber da man für diesen Preis nicht nur das Onpage-Tool, sondern auch viele andere Tools bekommt, könnte sich das durchaus lohnen.

6 Kommentare

  1. Guter Artikel, vielen Dank! Das Tool nutze ich auch seit schon mehreren Monaten und bin zufrieden mit der Funktionalität. Es gibt aber ein großes „ABER“. Die Faktoren, die XOVI ermittelt sind laut einigen SEO-Profis nicht mehr relevant. Zum Beispiel Überschrift H3. Es wird mittlerweile behauptet, dass die SEO-Gewichtung von diesen Überschriften nicht mehr bedeutsam ist. Die Website soll auf jeden Fall die Struktur aufweisen, aber als Ranking-Faktor würde ich sie nicht mehr in Betracht nehmen. Etwas kritisch betrachte ich auch die Anzahl von internen Links. 35 Links pro Seite ist in vielen Fällen unrealistisch.

  2. Was ein langer Bericht, ist ja fast im Eisy-Style.
    Für 99 Euro Allinclusive ist das natürlich ein schlagendes Argument.
    Ist Deiner Meinung nach der Preis bei den anderen Anbieter gerecht bei welchen man 100 Euro nur für den Onpage-Bereich bezahlt bzw. haben diese Anbieter viel mehr Funktionen als das Onpage-Tool von Xovi?

  3. Wow – was ein Bericht. Lesen hat bestimmt 15min gedauert – wie lange saßst du am schreiben? :) Zum Tool selbst: sehr mächtig meiner Meinung nach und eine Überlegung wert

  4. Timo: Das kann ich dir ganz genau nicht mehr sagen, weil ich den Bericht auf mehrere Tage gesplittet habe. Aber mit 6 Stunden kommt man ganz gut hin (inkl. Screenshots, etc), weil ich dabei praktisch eine Live-Analyse gemacht habe und mir die Ergebnisse der Seiten natürlich auch angeschaut habe.

    Martin: Das Logo hatte ich schon aufgrund eines älteren Testberichtes auf dem Server. Gerne tausche ich es gegen das aktuelle aus, wenn du es mir in einer hohen Auflösung per Mail zukommen lässt.

    Frank: Nun, man kann Xovi nicht unbedingt mit anderen Onpage-Tools vergleichen, weil du hast in anderen Tools auch immer andere Funktionen und Xovi bietet bestimmt auch andere Funktionen, wie andere Tools. Ich bin zufriedener Xovi-Kunde und arbeite auch täglich mit dem Tool.

  5. Erste einmal echt ausführlicher Bericht über das Tool, danke. Ich habe auch vor kurzem zum ersten Mal mit dem XOVI Onpage Tool gearbeitet und ähnliche Beobachtungen gemacht. Was mich insgesamt etwas stört ist, dass sehr viele Dinge auch bei kostenlosen Tools zu finden sind. Die „Optimierungstipps“ finde ich dabei noch am wertvollsten, alles andere könnte man über kostenlose Kanäle auch rausbekommen. Mit den anderen neuen Tools habe ich noch nicht gearbeitet, aber ich befürchte, da ist es nicht anders und dann finde ich diese Preise schon echt hoch, vergleicht man es mit sinnvoller Backlinkanalyse oder Sichtbarkeit etc..

    Mit den 35 internen Links fand ich auch sehr merkwürdig. Mein Stand war immer, dass bis ca. 100 ok ist.

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