Wertschätzung der eigenen Werbeflächen

Immer wieder bekomme ich Anfragen, was denn eine Bannerwerbefläche auf meinem Blog kosten würde. Nenne ich die Preise erst einmal, bekomme ich oft zu hören, das ich für einen jungen Blog viel zu teuer bin. Doch gibt es überhaupt ein zu teuer und was sollte so eine Bannerwerbefläche kosten? Jeder sollte seine Preise selber bestimmen, aber immer im Hinterkopf behalten, das man sich nicht unterm Wert verkaufen sollte. Letztendlich verdienen die meisten Leute Geld mit ihren Blogs, was auch nicht schlimm ist. Meistens verdienen die Blogger ihr Geld mit Google AdSense oder dem Affiliate-Marketing. Schnell den jeweiligen Code an die richtige Stelle platziert und schon können die ersten Einnahmen fließen. Hat man über seinen Blog ein mehr oder weniger regelmäßiges Einkommen, steigt der Wert für die Bannerplätze, von denen das Geld kommt.

Wertschätzung

Spielt ein Banner zum Beispiel über mehrere Monate rund 50€ an Einnahmen ein, so erhält die Werbefläche einen bestimmten Wert. Dieser Wert unterschreitet die 50€ natürlich nicht. Möchte ein Werbekunde nun diese Bannerfläche für einen Monat mieten, um Werbung für das eigene Produkt oder die eigene Webseite zu schalten, darf diese Bannerfläche gerne seine 50€ oder mehr kosten. Der Grund ist einfach: Ohne die Direktvermarktung spielt der Banner monatlich runde 50€ ein, was mehr oder weniger sicher ist. Um keinen Verlust verzeichnen zu müssen, muss die Werbefläche nicht unter 50€ vermietet werden. Zu beachten ist aber, das der Affiliate-Banner über mehrere Monate stabile Einnahmen einbringen sollte, bevor man sich zu solchen Preisen äußert.
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Selbstverständlich kann man seine Preise auch ein wenig nach den Besucherzahlen orientieren. Ein Blog mit 3000€ im Monat, was ca. 100 am Tag machen würde, würde wahrscheinlich niemals eine Bannerfläche für 100€ im Monat vermietet bekommen. Vielleicht gibt es hier und da den ein oder anderen Unternehmer der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und den Preis zahlt, der Regelfall ist dies aber nicht.

Irgendwo muss man dann aber auch wissen, wie viel Geld die Werbeflächen auf dem eigenen Blog einem Wert sind. Ich zum Beispiel würde meine Werbeflächen niemals für 10€ im Monat hergeben. Der Grund ist der, das ich hier fast täglich blogge, was eigentlich nur ein Hobby von mir ist. Dieses tägliche bloggen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ich fände es nicht okay, wenn ich für 10€ im Monat so viel Arbeit in meinen Blog stecke. Der ein oder andere mag jetzt denken, das Affiliate-Marketing auf einem Blog auch nicht immer eine sichere Einnahmequelle ist und dort vielleicht auch nicht immer 10€ eingenommen werden, aber dem ist nicht so. Ich arbeite täglich an meinem Blog, fast täglich kommen neue Beiträge hinzu, was zu einem Anstieg des Traffics führt. Dieser Traffic alleine, bringt mir im Monat schon mehr als diese 10€ an Affiliate-Marketing ein. Sicherlich ist es so, das ich bei der Direktvermarktung die 10€ sicher in der Tasche habe, aber Blogger können immer sehr gut einschätzen ob das aktuell eingebundene Partnerprogramm fruchtet oder nicht. Schließlich hat man Zugriff auf die Klick-, Lead- & Sale-Statistiken.

Trotzdem nicht zu viel Verlangen

Auch wenn einem der eigene Blog sehr am Herzen hängt und man diesen nur ungerne mit Werbung zukleistert, sollte man – wenn man Geld verdienen möchte – nicht zu viel Geld verlangen. Der Preis sollte stets angemessen sein: Nicht zu niedrig das Verluste eingefahren werden, aber auch nicht zu hoch, das kein Werbekunde die Preise nicht bezahlen möchte.
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Neben der eigenen Wertschätzung kann man auch noch die Konkurrenz analysieren und schauen, was diese so für Preise verlangt. Die meisten Blogger die eine „Hier werben“-Seite in ihren Blog eingebunden haben, geben dort auch Mediadaten bekannt. Schließlich sollen dadurch die Werbepartner gelockt werden. Stimmen die Mediadaten anderer Blogs mit den eigenen halbwegs überein, kann man sich an den Preisen orientieren. Trotzdem sollte man nicht vergessen, das andere Blogger vielleicht schon länger am bloggen sind als man selbst. Schaut also bitte nicht nur auf die Mediadaten, sondern auch darauf, wann der erste Blogbeitrag verfasst wurde. Blogger, die länger im Business sind, zeigen mit ihrer langen Anwesenheit ihr Durchhaltevermögen und das der Blog, auf dem die Werbung gemietet werden soll, nicht so schnell wieder aus dem Netz genommen wird.

Fazit

Um Preise für die eigenen Werbeflächen zu bestimmen, sollte man nicht nur auf den Traffic des Blogs achten, sondern auch auf die aktuellen Einnahmen, die man mit den Werbeflächen einfährt. Ebenfalls eignet sich eine gute Konkurrenzanalyse, denn hier sieht man bei ähnlichen Blogs mit ähnlichen Besucherzahlen konkrete Zahlen, die man nehmen kann, aber nicht muss. Vielleicht läuft der eigene Blog ja besser mit dem Affiliate-Marketing, so dass man gegebenfalls sogar mehr als die Konkurrenz verlangen kann.

Bildquelle: aboutpixel.de / Geldgeschäfte © Paul Hakimata

3 Kommentare

  1. Ich denke nach vielen Statistiken die ich gesehen habe das sich ein Affiliate Link am meisten lohnt. Der Vorteil an einen festen Betrag ist natürlich das man sicher das Geld erhält, was für die wenigen Berufsblogger wichtig ist.

    Ich denke das die Werbeflächen mit einen festen monatlichen Beitrag günstiger sind als beispielsweise Google AdSense Werbung, weil Google ja auch selbst damit verdient.

    Viele Grüße
    Vincent

  2. was ich noch wichtig finde, ist die userfreundlich bzw. feindlichkeit der jeweiligen werbemittel und den damit verbundenen werbeflächen, nicht jede werbefläche sollte auf teufel komm raus vermarktet werden…die stammuser werden unter umständen abwandern und dadurch für weniger traffic sorgen was sich auch bei rückläufigen einnahmen bemerkbar macht…also am ende nix gewonnen

  3. manchmal baut man auch ganze websites auf und wenn man dann den ersten potenziellen werbenden die website als kostenlose werbung vorschlägt, dann werden die sogar noch misstrauisch und möchten lieber nicht darauf werben. das ist momentan leider bei mir der fall…

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