Die Welt des Werbeflächenverkaufes

Nachdem ein Artikel über Trigami veröffentlicht wurde, bekam ich eine E-Mail ob es sich lohnt im Blog Werbung zu verkaufen wie zum Beispiel Bannerplätze um das Monatliche Einkommen noch ein wenig zu erhöhen.
Sofort kam mir der Einfall für einen neuen Artikel, die Recherche begann und ich stellte fest das diese Art der Werbung verbreiteter ist als gedacht.
Die Bannerwerbung auf den meisten Blogs ist gekauft und das meistens über Portale die den Kontakt zwischen Kunden (Unternehmen) und Publisher (Blogger) herstellt.

Hat man einen Blog und möchte diesen monetarisieren, kommt man heutzutage um Werbung nicht mehr herum.
Textwerbung, Bannerwerbung, Popups, Layer und viele Werbemittel mehr machen die Auswahl nicht nur groß, sondern auch schwer.
Doch heute widmen wir uns dem Verkaufen von Banneranzeigen: Welche möglichkeiten gibt es und wie gehe ich die sache richtig an ?
Im ersten Augenblick ist viel zu beachten, aber ist man einmal in der Materie drin, ist alles ganz einfach.

Plattformen wie AdShopping oder AdScale stellen den Kontakt zwischen dir, also dem Blogger und den Kunden, also dem Unternehmen her.
Nach einer Registrierung auf der entsprechenen Webseite fügt ihr euren Blog hinzu indem ihr den Namen, die URL, das Thema, die Beschreibung und die Keywords eingebt.
Anschließend stellt ihr eine Werbefläche ein, gebt an wo auf der Webseite das Werbemittel des Unternehmens erscheinen wird und bestimmt den Preis.
Meistens wird nach TKP, also Tausender Kontakt Preis bezahlt, allerdings ist auch das Einstellen von Zeiträumen möglich.
Hier wird nach Dauer der Einblendung bezahlt, wobei die gängisten Zeiräume folgende sind:

  • 1 Tag
  • 7 Tage
  • 1 Monat
  • 3 Monate
  • 6 Monate
  • 9 Monate
  • 12 Monate

In meinen Augen ist das einstellen von Zeiträumen effektiver da sich die Arbeit für den Blogger verringert und man sich somit Zeit spart.
Jedoch sollte jeder selber Wissen wie er seine Werbeflächen vermietet.

Es gibt aber noch eine zweite, viel effektivere möglichkeit um Werbeflächen zu verkaufen: Die Direktvermarktung.
Bei der Direktvermarktung habt ihr kein Portal auf dem Werbeflächen angeboten werden und die Kunden und Publisher zusammengeführt werden.
Das ist zwar mehr Arbeit und mehr Aufwand, allerdings gehen 100% der Einnahmen in die eigene Kasse – Es gibt also keinen Zwischenhändler der eine Provision kassiert.

Für diese Art des Werbeflächenverkaufs muss eine Hier werben-Seite eingerichtet werden, damit jeder Interessent die freien Werbeflächen, Konditionen und Statistiken bequem einsehen kann.
Diese Seite soll den Werbekunden davon überzeugen auf eurer Seite Werbung zu kaufen.
Folgendes gehört alles auf die „Hier werben“-Seite:

  • Vorteile für den Werbekunden
    Beschreibt in einem kurzen aber Informationsreichen Text wieso der Kunde auf eurem Blog werben sollte.
    Stellt vergleiche auf (höhere Kosten durch andere Plattformen) oder andere Faktoren wie sehr guter Support dank eigener Werbekunden-Mail.
  • Statistiken
    Ganz wichtig sind für jeden Kunden die Statistiken, da es in seinem Interesse ist, das die Werbung auch von möglichst vielen Leuten gesehen wird.
    Seriöse und bekannte Tools wie Google Analytics helfen euch, das Vertrauen des Kunden zu gewinnen.
  • Werbeplätze, Preise und Formate
    Eine kleine Auflistung der Werbeplätze mit Preisen verschafft dem potentiellen Kunden einen guten Überblick wie er wo Werben kann.
    Dazu sollte man noch das Format des Werbemittels bekannt gegeben werden.
    Weiterhin ist es sehr wichtig aufzuzeigen welche Werbeplätze aktuell belegt und welche Plätze frei sind.
  • Markierung der Werbeflächen auf einem Screenshot
    Um dem Werbekunden die arbeit zu erleichtern ist es sehr wichtig einen aktuellen Screenshot eurer Seite mit auf die Seite einzufügen auf dem die Werbeflächen markiert sind.
  • Feed-Leser
    Ein Blog lebt und stirbt mit seinen Feed-Lesern – Das ist meine Meinung.
    Also finde ich es ebenfalls wichtig die aktuellen Zahlen der Feed-Leser bekannt zu geben.
  • Zahlungsbedingungen
    Wichtig für den Kunden ist es zu wissen wie Abgerechnet wird und ob die Preise in Brutto oder Netto angegeben sind.
    Weiterhin empfehlenswert ist die nennung der Zahlungsmöglichkeiten und die Konsequenzen falls ein Kunde nicht zahlt.
  • Kontaktinformationen
    Dieser Punkt ist mit einer der wichtigsten, denn eure Kunden sollen euch schließlich Kontaktieren können.
    Ich empfehle hier immer eine seperate E-Mail Adresse einzurichten um dem späteren Chaos im Postfach vorzubeugen.
    Die Kontaktmöglichkeiten können eine E-Mail Adresse sein, eine Telefonnummer oder ein ganz einfach Kontaktformular.

Den Preis für die Werbeflächen bestimmt ihr selber, allerdings sollte man sich hier ein wenig bei der Konkurrenz umschauen: Was werden dort für Preise verlangt und wieviele Plätze sind verkauft ?
So lässt sich leicht ein Standardpreis feststellen – Allerdings sollten auch die Statistiken der Blogger-Kollegen beachtet werden, denn: Wer höhreren Traffic hat, kann auch dementsprechende Preise verlangen.
Kommen wir zum nächsten Stichpunkt: Traffic.
Die Anzahl der eigenen Besucher ist sehr wichtig für den Preis, denn ein Werbekunde möchte keine 100 Euro im Monat bezahlen wenn seine Werbeanzeige nur 100 mal im Monat gesehen wird.
Empfehlenswert ist auch die Kalkulierung der Preise durch schon bestehende Einnahmen wie Google AdSense oder andere Einnahmequellen.
Allerdings sieht man auch immer häufiger das sich die Blogger auf eine Verhandlung einlassen und den Werbekunden die möglichkeit geben einen realistischen Preiswunsch abzugeben.
Anschließend prüft man noch ob der Preis gerechtfertig ist oder geht in die Verhandlungen.

Geht man den Weg der Direktvermarktung oder auch Selbstvermarktung genannt, muss man nur noch die Werbekunden finden.
Wer nicht auf seine Kunden warten möchte, kann auch aktiv auf die Kunden zugehen und ihnen das Angebot der Werbeflächen aufzeigen.
Allerdings wird man hier eher auf ablehnung stoßen, da die Vermietung bzw. der Verkauf von Werbeflächen auf Blogs noch sehr unbekannt ist und die meisten Firmen somit mit der Anfrage nichts anfangen können.

Effektiver ist die Methode auf seine Kunden zu warten bis sich jemand über die „Hier werben“ Seite gemeldet hat.
Wenn sich ein Kunde auf dieser Weise gemeldet hat, ist sicher das er interesse hat und sich die „Hier werben“ Seite angeschaut hat – Dadurch spart man sich auch viel Schreibarbeit weil man den Kunden im Idealfall noch sehr wenig bis gar nichts erklären muss.

Um einen Kunden die Werbeplätze auf seinem Blog schmackhafter zu machen, lohnt es sich oft verschiedene Aktionen zu nutzen:

  • Testmonat
    Einen Monat wird die Anzeige zu einem Sonderpreis geschaltet, danach kostet die Werbefläche der normale Preis.
  • Rabatte
    Bei einer längeren Buchung (3, 6, 9 oder mehr Monate) sollte man Rabatte geben und nicht Proportional rechnen.
  • Zusatzlinks
    Zubuchbare Zusatzlinks anbieten, die beispielsweise im E-Mail Newsletter oder im Feed hervorgehoben werden.
  • Exklusive Werbeplätze
    Bietet dem Kunden bei einer längeren Buchung einen zubuchbaren Exklusiv-Werbeplatz an, zum Beispiel über oder unter den Artikeln.

Das sind nur 4 von unendlich vielen möglichkeiten die man im Internet hat.
Jeder Blog ist anders, daher kann man dem Kunden mit jedem Blog ein individuelles Angebot machen um den Verkauf von Werbeflächen auf eurem Blog interessanter zu gestalten.

Rückblick

Am Ende noch ein kleines Fazit um ein kleines Renomee zu ziehen.
Die Vermietung von Werbeflächen ist ein durchaus lukratives Geschäft, allerdings auch harte Arbeit.
Erleichtern kann man sich die Arbeit durch das nutzen von Portalen wie AdShopping oder AdScale, allerdings ist die Direktvermarktung im Bezug auf die höhe des Einkommens ein Stück attraktiver.
Jeder muss für sich selber entscheiden ob er Plattformen mit Zwischenhändler nutzt, oder sich die Arbeit mit der Direktvermarktung macht.
In meinen Augen ist die Direktvermarktung in jedem fall effektiver da man den Kontakt zum Kunden persönlicher führt und somit automatisch Zukunftsorientierter Arbeitet.

3 Kommentare

  1. Sehr schöner, leicht zu lesender Text, hat mir sehr gefallen.
    Dein Blog gefällt mir, einige Suchmaschinenoptimierungs-Tipps konnte ich schon erfolgreich Anwenden.
    Grüße, Michael

  2. Kann ich mich nur anschließen. Bin heute selber das erste mal auf den Blog gestoßen. Guter Artikel und schöner Blog! Weiter so und viel Erfolg!

  3. Die Direktvermarktung der eigenen Bannerplätze über eine Hier Werben-Seite ist aus meiner Sicht wirklich die erfolgsversprechenste Möglichkeit. Hierfür müssen bei meinem eigenen noch sehr neuen Blog jedoch erstmal die Artikelanzahl, die Besucherzahlen inkl. Feed-Leser und vor allem die Anzahl der Kommentare stimmen. Vorher werde ich das Thema nicht angehen.

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