Barbara Frolik – Die Texterin aus der Schweiz im Interview

Wie wird das geschrieben ? Diese Frage wird sich Barbara Frolik, Inhaberin der Firma WordWeb und Bloggerin des gleichnamigen Blogs, nicht so oft stellen. Hauptberuflich als Webtexterin und Werbetexterin tätig bloggt sie regelmäßig über verschiedene Themen wie Bloggen, SEO, Social Media und Webtexte. Ich habe sie für euch Interviewt und ihr neun Fragen gestellt die nicht nur mir auf der Seele lagen, sondern euch auch interessieren könnten. Ich bedanke mich nochmals bei Barbara dafür das sie sich die Zeit genommen und die Fragen offen und ehrlich beantwortet hat.

Hallo Barbara, danke, dass du meine Fragen beantwortest. Stell dich doch bitte meinen Lesern vor.
Glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass ich jedes Mal gewaltig ins Grübeln komme, wenn ich diese Frage beantworten soll? Es fällt mir unglaublich schwer, mich in einigen wenigen Sätzen zu beschreiben. Ich versuche es trotzdem: Beruflich bin ich hauptsächlich als Texterin tätig. Ab und zu auch als Webdesignerin, allerdings nur noch nebenbei. Ich bin ein Mensch mit vielen Facetten. Selbstbewusste Unternehmerin, idealistische Künstlerin, manchmal auch nur ein verträumtes Kind. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit allerlei kreativen Dingen. Fotografieren, malen, singen. Ausserdem liebe ich die Natur und das Reisen. Für Letzteres fehlt mir im Moment leider oft die Zeit. Aber wenn, dann fliege ich am liebsten nach Kanada. Und erst kürzlich habe ich Island entdeckt – ein Traum! Nicht nur, weil es dort mehr Schafe als Menschen gibt.

Du bist selbstständige Webtexterin und Werbetexterin mit deiner Firma WordWeb. Wie kamst du zu dem Beruf Texterin?
Einerseits aus Bestimmung, andererseits aus Zufall. Ich habe schon als Kind gerne geschrieben und immer sehr positive Rückmeldungen zu meinen Aufsätzen und Kurzgeschichten bekommen. Noch vor fünf Jahren wäre ich jedoch nie auf die Idee gekommen, dass ich eines Tages als Texterin arbeiten würde. Als ich im Jahr 2006 mein Studium der Fächer Geschichte, Informatik und Psychologie abschloss, war mir lediglich klar, dass ich weder an der Uni bleiben noch den ganzen Tag gelangweilt in einem Büro sitzen wollte. Eine kreative Herausforderung musste her. Die Berner Werbeagentur Maxomedia suchte eine sprachbegabte Person, die sich auch mit den technischen Seiten des Webs auskannte. Diese Kombination war super für mich, weil ich bereits im Teenager-Alter mit Leidenschaft Webseiten gestaltet und umgesetzt hatte. Ich bewarb mich und bekam den Job. Drei Jahre später machte ich mich selbständig.

Zu deiner Firma WordWeb gibt es den gleichnamigen Blog, in dem du sehr viele Tipps gibst. Was motiviert dich zu bloggen?
Dass ich gerne schreibe, weisst du ja bereits ;) Zudem macht es mir Spass, mein Wissen an andere weiterzugeben und öffentlich über interessante Fragen nachzudenken. Daraus entstehen immer wieder spannende Diskussionen. Über meinen Blog habe ich auch einige sehr nette Menschen kennen gelernt. Wenn man wie ich alleine im Home-Office arbeitet, tut es manchmal sehr gut, im Netz „virtuelle Kolleginnen und Kollegen“ zu haben, mit denen man sich austauschen kann. Natürlich habe ich auch einen privaten Freundeskreis, aber manche Themen nehme ich lieber nicht in die Freizeit mit.

Dein Blog umfasst viele Gebiete: Von Fotografie über SEO bis zum Thema Selbstständigkeit ist alles dabei. Wie inspirierst du dich für neue Artikelthemen?
Meine Inspiration hole ich mir vor allem aus meinem Arbeitsalltag. Wenn ich für ein Projekt oder auch mal nur aus Interesse recherchiere, fallen mir meist haufenweise interessante Themen ein, über die ich schreiben könnte. Auch die Artikel anderer fleissiger Blogger sind für mich immer wieder eine grosse Inspiration.

Als einer deiner Follower fällt es mir auf, dass du Twitter sehr gerne und ausgiebig nutzt. Was findest du an Twitter besonders toll?
Twitter ist ein bisschen wie ein virtuelles Büro, über das man sich schnell und unkompliziert mit anderen austauschen kann. Nicht unwesentlich ist aber auch der Marketing-Aspekt. Am Anfang nutzte ich Twitter vor allem, um meinen Blog und meine Website bekannt zu machen. Inzwischen ist Twitter aber viel mehr. Ich muss immer wieder darüber schmunzeln, welch witzige Kurz-Diskussionen auf diesem Weg entstehen können.

Ein erster Blick in die Zukunft: Was werden wir, deine Leser, in Zukunft auf deinem Blog finden?
Ich bin bekannt dafür, dass ich meine Pläne immer wieder mal ändere. Deshalb kann ich keine allzu sichere Prognose abgeben. Eines meiner aktuellen Ziele ist es, mehr über Themen wie Schreiben, Webtext, Werbetext, Bloggen und Marketing zu schreiben. Wer schon länger mitliest, hat vielleicht schon gemerkt, dass ich nicht mehr so viel über Design- und technische Themen blogge. Dies vor allem auch deshalb, weil ich das Angebot „Webdesign“ aus meinem Portfolio genommen habe und vorerst nur noch texten möchte. Da es für mich wichtig ist, immer den Blick fürs Ganze zu bewahren, werden die Webdesign-Themen jedoch nicht ganz aus meinem Blog verschwinden.

Ein zweiter Blick in die Zukunft: Was denkst du über meinen Blog und wie denkst du, wird die Zukunft von zweidoteins aussehen?

Wenn ich ehrlich bin, kenne ich deinen Blog noch nicht gut genug, um dir eine wirklich schlaue Antwort auf diese Frage zu geben. Deine Themen sind jedoch interessant, und die steigenden Besucherzahlen sprechen für sich. Auch erweckst du auf mich den Eindruck, dass du mit viel Leidenschaft bloggst. Das kann eigentlich nur gut gehen ;)

Kommen wir kurz zum Thema Vermarktung. Du nutzt Twitter auch zur Vermarktung deines Blogs, doch auf Facebook findet man dich nicht.
Wieso nutzt du Facebook nicht zur Verbreitung deiner Blogeinträge?
Es ist für mich sehr wichtig, Beruf und Privatleben voneinander zu trennen. Wenn man selbständig arbeitet, ist das sowieso schon schwer genug. Ab und zu finden mich Fans meines Blogs auf Facebook. Diese Anfragen nehme ich der Regel auch an. Richtig wohl ist mir aber nicht immer dabei. Deshalb war ich bis jetzt auf Facebook ziemlich zurückhaltend. Irgendwann wird es vielleicht ein separates Profil für WordWeb geben. Eigentlich habe ich das schon länger geplant, bin bis jetzt aber noch nicht dazu gekommen, mich darum zu kümmern.

Zu guter Letzt möchte ich noch von dir fünf Blogs genannt bekommen, welche du gerne und regelmäßig besuchst.
www.elmastudio.de
www.freelancefolder.com
www.unqualifiziert.net
www.tibauna.de
www.webdesignledger.com

5 Kommentare

  1. Oh wie schön, ein Interview mit einer Texter-Kollegin. :-) Interessante Antworten, Barbara! Gute Fragen, Christian. Und ich freue mich, dass mein Privatblog erwähnt wurde ;-)

  2. Oh, das ging aber schnell :) Heute Nachmittag beantwortet und schon online.

    @Tina: Privatblogs lese ich manchmal lieber als Fachblogs. Deinen ganz besonders ;)

  3. Hallo Christian, Hallo Barbara
    das ist ein super schönes Interview und sehr interessant zu gleich, da es einfach viel vom Menschen hinter dem Blog zeigt.
    From People to People könnte man ein Motto dafür bezeichnen.
    Immer super Beiträge :-) weiter so und ich freue mich schon auf viele weitere Blogjahre mit euch beiden.
    Herzlichen Dank an dieser Stelle auch für die Erwähnung von Elmastudio. Viele Grüße an euch beide, natürlich auch von Ellen
    Manuel

  4. @Manuel: Vielen lieben Dank für dein nettes Feedback :) Elmastudio musste ich einfach erwähnen. Euer Blog ist schon lange mein absoluter Favorit.

  5. Hallo, ich wollte schon seit ein paar Tagen für dieses schöne Interview danke schreiben! Seit dem 15. August gehört das WordWeb Blog mit zu den Seiten die ich regelmäßig lese.
    Das Facebook Problem kann ich gut nachvollziehen. Ich finde es problematisch wenn mich ein Kunde, Lieferant oder Kollege bei Facebook als Freund hinzufügen möchte. Die Firmenseite ist da eine gute Lösung. Meine private Facebookseite ist nun einmal was anderes als mein Xing Profil

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