Personal Branding für Blogger dank Gravatar

Der wiedererkennungswert spielt im Internet eine große Rolle. Blogger die sich in der Blogosphäre einen Namen machen möchten, müssen mit allen mitteln positiv in den Köpfen der Blggerkollegen bleiben. Dabei spielen Avatare keine unwichtige Rolle, denn mit jedem Kommentar erscheint zwar der eigene Name, nutzt man allerdings seinen realen Namen, ist dieser tausendfach – wenn nicht sogar häufiger – im Internet vertreten. Also sollte ein eigenes Avatar geschaffen werden, welches in den Köpfen der Leute bleibt. Wie man dieses aber nun neben das eigene Kommentar bekommt, wissen viele überhaupt nicht. Aus diesem Grund stelle ich heute – trotz meines Urlaubs – den Dienst Gravatar vor.

Gravatar
Gravatar ist ein Dienst, welcher es ermöglicht in WordPress das eigene Avatar neben sein Kommentar zu legen. Dabei funktioniert das ganze über die E-Mail Adresse, die dann natürlich bei jedem Kommentar die gleiche sein muss. Ansonsten erscheint das eigene Gravatar nicht. Nach der Anmeldung auf der Webseite von Gravatar, wird ein Gavatar hinzugefügt und anschließend die Freigabe ausgewählt. Dieses erscheint nun neben jedem von dir abgegebenen Kommentar – solange du die E-Mail Adresse nutzt, die du bei Gravatar angegeben hast. Wer eine Ausführliche Anleitung für die Einstellung des Dienstes benötigt, schaut auf dem Meinungs-Blog vorbei.

Wozu ein Gravatar ?
Für den Menschen ist es leichter sich Bilder zu merken und diese später zuzuornden. Namen tauchen dafür zu häufig auf und sind nicht einzigartig genug. Ausserdem sind individuelle Bilder auffälliger und können unter anderem andere Besucher dazu animieren euren Blog zu besuchen. Wer auf anderen Blogs häufig kommentiert, wird mit einem Gravatar viel schneller erkannt, da sich das Gravatar nach einiger Zeit und einigen Kommentare in den Besuchern der anderen Blogs einprägt. Die Rede ist also vom wiedererkennungswert, der für einen Blogger äusserst wichtig ist – und das nicht nur in den Kommentaren. Ich empfehle Gravatar-Nutzern die sich auch auf Twitter einbringen, die gleichen Avatare zu verwenden, denn so können die anderen euer gezwitscher den Kommentaren zuordnen und wissen direkt wer dahinter steckt. Das ergebnis aus wiedererkennungswert ist übrigens ein Anstieg der Besucherzahlen, denn wer interessante Kommentare schreibt und dazu noch interessante dinge Tweeted, wird auch häufiger besucht. Weiterhin ist die zuordnung eures Themengebietes einfacher, denn wer schreibt schon ein Kommentar zu einem Artikel der ihn eigentlich nicht interessiert ?

Welches Gravatar benutzen ?
Zu dieser Frage gibt es verschiedene Meinungen. Meine persönliche ist, das man am besten ein Foto von sich nehmen sollte, idealerweise nur das Gesicht. So ist der wiedererkennungswert am höchsten. Ausserdem kann sich nun jeder Blogger vorstellen wer hinter den Kommentaren sitzt. Eine weitere möglichkeit wäre das Logo eures Blogs zu nehmen. So sieht man zwar nicht direkt wer dahinter steckt, aber welcher Blogger. Selbstdarstellung liegt eben nicht jedem. Die schlechteste, aber dennoch sehr häufig gewählte möglichkeit ist die eines fertigen Icons. Diese gibt es im Internet massenweise, stellen aber nichts individuelles dar. Ich selber rate jedem davon ab, denn die gefahr, das jemand genau das gleiche Icon verwendet, ist hier einfach zu groß. Und schon ist der wiedererkennungswert gleich null.

Wie wichtig ist das Personal Branding für Blogger ?

Das kommt immer sehr drauf an um was für einen Blog es sich handelt und wie seine Zukunft aussehen soll. Wie wichtig einem das Personal Branding ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Für mich persönlich spielt es eine wichtige Rolle, da ich mir mit zweidoteins einen Blog aufbauen möchte, der oft Besucht wird und den Besuchern etwas helfen kann. Um dieses Ziel zu erreichen muss ich in möglichst vielen Köpfen bleiben und am besten nie wieder raus gehen. Nur so ist gewährleistet das die Leute nicht nur meine Twitter-Nachrichten lesen, sondern auch auf meinen Blog kommen und Neuigkeiten zu erfahren oder neues lernen und kennenlernen. Um das zu schaffen nutze ich auf Twitter das selbe Avatar wie in den Blog-Kommentaren, denn so kann eine Verbindung zwischen beiden hergestellt werden. Wer ähnliche absichten mit seinen Blog hat wie ich sollte diesen Weg ebenfalls gehen. Natürlich ist die nutzung eines Gravatars keine Garantie dafür positiv aufzufallen und in den Köpfen der Leute zu bleiben, aber es erhöht die Chance darauf. Es genügt nämlich nicht nur ein Gravatar zu benutzen. Um aufzufallen und sich in der Blogosphäre einen Namen zu machen, ist harte arbeit nötig: Artikel schreiben, Kontakte knüpfen und pflegen, den Blog pflegen, Kommentare schreiben, E-Mails beantworten und noch viel mehr. Ein Gravatar ist nur eine kleine Hilfe dabei, sich einen Namen zu machen – das vergessen viele Leider.

Nur die Leser
Ich habe schon viele Artikel über Gravatar gelesen, doch nie ging man auf die Leute ein, die nur Leser sind. Dieses Thema fehlte mir immer, denn die Besucher die nur Lesen und ein Kommentar schreiben gibt es auch. Ich empfehle auch diesen Lesern ein Gravatar zu nutzen. In diesem Falle verschönert das Bildchen neben den Kommentar nicht nur den Blog, den Artikel und das Kommentar, sondern hilft vielleicht auch für die Zukunft. Wer heute auf Blogs ließt, kann morgen schon seinen eigenen eröffnen. Das ist das schöne an Blogs: Es kann über alles geschrieben werden und so kann jeder Mensch, egal ob männlich oder weiblich, jung oder alt, einen Blog eröffnen. Habe ich keinen Blog aber schon einige Kommentare verfasst, erkennt man mich beim Blogstart leichter wieder als wenn ich Gravatar nicht genutzt habe. Doch das ist nicht der einzige Grund. Für den Blogger selber ist es nun auch einfacher die Kommentare den einzelnen Leuten zuzuordnen. Auf diesem Weg kann ein netter Kontakt entstehen und selbst wenn nicht: Ihr werdet ein gern gesehender Gast und Kommentarautor sein.

Fazit
Für jeden kann es wichtig sein ein Gravatar zu benutzen, für Blogger ist es wichtig. Der wiedererkennungswert ist deutlich höher als ohne individuelles Bild neben dem Kommentar. Dem Blogger hilft es bei der zuordnung der einzelnen Kommentarautoren und wird gegebenfalls auch mal euren Blog besuchen – wenn nicht sogar euren Feed abonnieren. In der Blogosphäre ist das Personal Branding pflicht solange man vorhat seinen Blog lange zu halten, Besucher zu empfangen und sich hinsichtlich der Zukunft steigern möchte.

9 Kommentare

  1. Hi Christian,

    ein guter Artikel zum Thema Personal Branding ! In jedem Fall stimme ich Dir zu, was die Wichtigkeit der Nutzung eines einheitlichen Gravatars betrifft. Ich habe es auch mit verschiedenen Versionen versucht und bin nun ebenfalls bei einem persönlichen Bild gelandet, dass halbwegs seriös aussehen soll :)

    Ich finde es aber auch wichtig, dass dieses Bild ebenfalls in anderen Netzwerken genutzt wird, die mit dem Blog zusammen hängen – ob nun Twitter, Facebook oder Social News-Netwerke.

    Ich bin überzeugt, auch wenn es nicht messbar ist, dass der Wiedererkennungswert und die Präsenz dadurch immens steigen !

    Liebe Grüße
    Jasmina

  2. Warum zeigst Du eigentlich nicht die Gravtare Deiner Kommentatoren in den Kommentaren an?
    Ich habe für meine Blogs unterschiedliche Gravatare gewählt. Sollte ja nicht alles gleich aussehen und abgeehen davon könnte er ein oder andere mir das doch auch übel nehmen, wenn ich mit unterschiedlichen URLs aber immer dem gleichen Bild kommentiere. Oder wie siehst Du das?

  3. Ich nutze den Service von Gravatar schon so lange wie ich mich in der Blogosphäre rumtreibe. Finde es auch immer doof wenn Kommentatoren kein Gravatar haben, die meisten erkenne ich sofort wieder auf anderen und auch auf ihren Blogs durch das Gravatar.

  4. Ein toller Artikel, den ich auf der Suche zum Thema Personal Branding bei Google aufgestöbert habe. Genau so etwas habe ich schon lange gesucht. Ich hatte mich schon öfters gefragt, wie es die Leute schaffen, auf fremden Blogs ihr Foto in die Kommentare zu bekommen. Nun weiß ich es endlich. Habe mir gerade eben einen Account bei Gravatar geholt und hoffe mal, ich sehe hier gleich mein Bild. Danke für die ausführlichen Informationen.

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