Den eigenen Blog sozialer machen

Das Suchmaschinen Google und Bing die Likes und Retweets als Rankingfaktor im Algorithmus eingebaut hat, ist seit einigen Monaten bekannt und wurde auch offiziell bestätigt. Neben diesem Effekt gibt es noch einen Vorteil wenn man die eigene URL im Social Web verteilt: Traffic. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sind sehr gefragt, haben Millionen von Mitgliedern und weißen eine sehr hohe Aktivität auf. Zwei wichtige Gründe also, den eigenen Blog sozialer zu machen und den Besuchern die Möglichkeit zu geben, die URL freiwillig im Social Web zu verteilen. Neben Facebook und Twitter gibt es weitere Möglichkeiten, den eigenen Blog für die soziale Internetwelt zu rüsten, wie zum Beispiel die Kanäle der Social News. Doch welche Wege sind für den Blog die richtigen?

Bevor man irgendwas überstürzt, sollte man sich überlegen, welche Kanäle verwendet werden sollen. Schließlich können diese von Blog zu Blog unterschiedlich sein. Für meinen Blog zweidoteins zum Beispiel, verwende ich bisher nur zwei Kanäle: Facebook und Twitter. Alle meine Beiträge werden automatisch in diese beiden Kanäle publiziert und verlinkt, um die Fans meiner zweidoteins Fanpage und meine persönlichen Facebook-Kontakte über den neuen Blogpost zu benachrichtigen. Das gleiche geschieht über Twitter, nur das hier meine Follower den neuen Blogpost in ihrer Timeline finden. Zwischendurch setze ich hier und da auch noch den ein oder anderen Beitrag bei Yigg, Digg, SEOigg oder T3N Social News ein, um weitere Besucher anzulocken und ihnen meinen Artikel zu zeigen.

Anders sieht es aber auf einem anderen Blog von mir aus, nämlich dem DJ Blog. Für diesen verwende ich neben Facebook und Twitter auch noch Youtube und SoundCloud. Da es auf diesem Blog um DJ Equipment und Musik geht, poste ich auch viel öfters Videos, welche ich dann auf meinem Youtube-Kanal veröffentliche. Ebenso funktioniert das mit SoundCloud, auf dessen Portal ich meine eigenen Tracks ins Internet lade und einer Gemeinschaft veröffentliche.

Welche Kanäle sind für Blogs wichtig?

Man kann sagen, das Facebook und Twitter die wichtigsten sozialen Netzwerke sind, um dem eigenen Blog und dessen Beiträge zu vermarkten. Sie gehören also praktisch zur Grundausstattung. Weitere Netzwerke filtert man am besten heraus, in dem man sich fragt, was genau man überhaupt benötigt. Musiker bzw. Musik-Blogs benötigen eher Netzwerke auf dem sich gleichgesinnte Tummeln wie zum Beispiel MySpace oder SoundCloud, Fotografen nutzen besser flickr und Geschäftsmänner – oder die, die Geschäftliche Kontakte suchen – sind bei XING gut aufgehoben.

Wie mach ich meinen Blog sozialer?

Den eigenen Blog kann man auf verschiedene Arten sozialer machen. Die einfachste ist, eine Fanpage bei Facebook zu erstellen und sich einen Twitter-Account anzulegen. Über diese werden dann die Beiträge veröffentlicht. Doch dabei soll es nicht bleiben, schließlich möchte man einen möglichst guten Effekt aus den Sozialen Netzwerken ziehen. Also wird natürlich noch das Fanpage-Widget in die eigene Seite eingebunden, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, diesen auch über Facebook zu „liken“ und somit zu folgen. Auch ein Twitter-Button oder Banner kann helfen, mehr Follower zu bekommen und dadurch die Reichweite auf Twitter zu erweitern. Selbstverständlich lässt sich von jedem Netzwerk, in dem man sich herumtreibt, ein Button oder Banner erstellen und in den Blog einbauen, um die gesamte Reichweite in allen Netzwerken zu erhöhen.

Um Beiträge auf Facebook und Twitter zu verteilen, gibt es spezielle Buttons und Boxen, die sich in die Artikel-Seite einbauen lassen. Das wär für Facebook der Like-Button und für Twitter der Tweet-Button. Beide lassen sich dynamisch generieren und auf die jeweilige Seite einbauen. Bei mir zum Beispiel befinden sich die Buttons hier immer unter dem Artikel. Beide Buttons geben dem Besucher die Möglichkeit, den Beitrag zu Liken oder zu Tweeten, also auf Facebook und Twitter zu verteilen.

Ähnliche Buttons gibt es auch von Social News Seiten, mit denen die Beiträge entweder eingetragen werden oder für den jeweiligen Beitrag abgestimmt werden kann. Mit jedem Klick wird der Beitrag gepushed, erhält also einen Vote mehr und somit auch mehr Traffic, denn mit jedem Klick mehr, erscheint der Beitrag immer weiter oben in den Social News und wird auch mehr angeklickt. Das verhält sich so wie bei den Google SERPs: Je weiter oben der Beitrag bzw. die Seite steht, desto mehr Besucher bekommt die entsprechende Seite bzw. der Beitrag auch.

Wie wichtig ist ein sozialer Blog?

Kurz und knapp gesagt: Sehr wichtig. Lese ich zum Beispiel einen guten und informativen Artikel und möchte diesen über Facebook und Twitter weiter empfehlen, möchte ich dies auch schnell und ohne viel hin und her tun. Mit den jeweiligen Buttons ist das kein Problem, denn hier muss ich höchstens ein oder zwei Klicks tätigen. Fehlen die Buttons aber, müsste ich erst die URL kopieren, auf Facebook oder Twitter surfen und den Beitrag dort per Hand einfügen. Da mir das aber zu umständlich ist, lasse ich es lieber und der Beitrag wird eben nicht verteilt. Und so geht es neben mir noch vielen tausenden, wenn nicht sogar Millionen anderen Menschen. Das potenzial wird also nicht ganz ausgeschöpft.

Was bringt ein sozialer Blog?

Einen Blog macht man natürlich nicht nur aus Spaß sozialer, sondern weil man etwas erreichen möchte: Likes und Tweets. Diese bringen nämlich Traffic. Der Traffic wird, sofern der Artikel gut ist und dementsprechend auch über die Netzwerke verteilt wird, hoch ausfallen, denn die Reichweite jedes einzelnen Benutzers wird genutzt. Neben dem Traffic bringen Likes und Tweets auch noch bessere Rankings in den SERPs. Google und Bing haben schon bestätigt, das diese nämlich – soweit zugänglich – ausgewertet werden und mit ins Ranking fließen.

Bildquelle: aboutpixel.de / TipTop © Moonlight

4 Kommentare

  1. Es ist ja alles schön und gut, nur was ist daran sozial sich für die richtigen Netzwerke zu entscheiden?

  2. Ja gut Christian, dass ist ja dein gutes Recht. Ich kann daran weder etwas soziales Erkennen noch empfinden, d.h. aber nicht, dass ich deine Meinung nicht akzeptiere. Auch wenn ich sie nicht teile.

  3. Sozial heißt immer miteinander. Teilen gehört dazu, da ist es nicht verkehrt einen Blog sozial zu machen. Teilen kann man Brot aber auch Inforrmationen. Findet man einen Artikel lesenswert und teilt ihn mit anderen über Twitter und co ist das ein sozialer Akt. Das Gegenteil davon ist die Verwendung von sozialen Medien nur für die eigene Bereicherung, sprich Links und Besucher abzustauben ohne einen Gegenwert zu bieten. Soziale Kanäle wie Twitter und Facebook können also auch unsozial genutzt werden.

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