Bezahlte Inhalte: Paid-Content auch in Deutschland mit Erfolg ?

Seit mehreren Tagen lese ich immer öfters von Paid-Content bzw. Premium-Content auf deutschen Blogs. Der Hintergrund ist der, das immer mehr deutsche Blogs bezahlte Artikel anbieten, das heisst meist ein bestimmter Teil des Artikels kostenlos zu lesen ist, weitere nützliche Informationen aber etwas Geld kosten und über ein Premium-Zugang erreichbar sind. Auf manchen Blogs ist es sogar so das ganze Artikel nur einsehbar sind sofern der Premium-Zugang gekauft wurde. Zuletzt richtete Sören dieses „Extra“ ein und bietet nun an weitere Informationen zu einem Artikel zu erhalten sofern der Premium-Account gekauft wurde. Ich möchte ein wenig über meine Gedanken zu diesem Thema schreiben, da es in meinen Augen ein interessantes Themengebiet ist.

Eisy.eu nun auch mit Paid-Content
Wie schon erwähnt bietet Sören auf seinem Blog eisy.eu nun auch den sogenannten Paid-Content an. Wer dort seinen Premium-Zugang erhalten hat, erhält Informationen die Sören sonst nicht auf seinen Blog veröffenlicht hätte. Es entstehen also keine Nachteile wenn man nicht bezahlen möchte. Das finde ich schonmal gut, immerhin veröffentlicht Sören auf seinen Blog sehr qualitative Artikel, für die ich nicht zwangläufig bezahlen würde. Er selber schrieb ebenfalls einen Artikel über seine Überlegungen und Gedanken zum Artikel, Schwerpunkt liegt allerdings bei der Frage „Wann dafür zahlen ?„.

Meine Meinung zum Paid-Content
Es ist tatsächlich so das professionelles Bloggen sehr harte Arbeit ist. Wieso sollte man sich nicht dafür belohnen lassen ? Wer Sörens Blog öfters Besucht und die Artikel ließt, wird feststellen das dort mit Liebe und Verstand gebloggt wird – Was man heutzutage ja leider nicht mehr so häufig vorfindet. 90% der auf eisy.eu veröffentlichten Artikel findet man nicht auf anderen Blogs, denn Sören macht sich immer einen haufen Arbeit, was sich meiner Meinung nach deutlich in der Qualität der Beiträge äussert. Ich finde es nicht verkehrt wenn dann für weitere gute Informationen, die sonst eigentlich nicht auf den Blog erschienen wären, Geld bezahlt werden muss, schließlich handelt es sich um eine Erweiterung die man in Anspruch nehmen möchte.

Ich selber würde für gute Informationen auch Geld bezahlen, allerdings besitze ich bisher noch keinen Paid-Content-Zugang. Das wird sich sicherlich auch nicht so schnell ändern, denn das Internet ist so groß, das ich glaube das man mit einer gut organisierten Recherche viele Informationen zu seinem gesuchten Thema findet. Vielleicht kauf ich mir ja eines Tages doch einen Premium-Zugang.

Allerdings bin ich nicht bereit zu Zahlen wenn es sich um News handelt oder um Nachrichten die ich auch auf anderen Blogs bzw. Websites finde. Das wäre einfach rausgeschmissenes Geld welches ich andersweitig gut gebrauchen könnte. Zahlen würde ich also für Informationen die ich sonst nirgendwo im Internet finde und qualitativ sind.

Paid-Content in Deutschland mit Erfolg ?
Ob sich der Paid-Content in Deutschland durchsetzen wird, wird sich herausstellen. Zur momentanen Zeit denke ich eher weniger das viele Leute auf den Paid-Content anspringen werden, da sich Meldungen vom Betrug im Internet häufen. Natürlich vertraue ich einem Sören, der ja schon sehr lange regelmäßig bloggt, allerdings bin ich nur einer von vielen. Ich denke auch das sich mehr Kunden vom gleichen Gebiet finden lassen und das Blogger die über Apple schreiben weniger interesse an Sörens Beiträge haben als Suchmaschinenoptimierer oder Marketingblogger.

Wer mit seinem Paid-Content Geld verdienen möchte, sollte sich vorher genau das Konzept überlegen. Sören beschrieb auf seinem Blog von Kunden die sogar schon für ein Jahr bezahlt haben. Nun heisst es für ihn: Dran bleiben, denn wenn er mittem im Jahr aufhört, ist das im Streitfall eine nicht vollbrachte Leistung und kann böse für ihn enden. Weiterhin sollte man sich überlegen ob sich dieser Schritt überhaupt lohnt, denn für einen einzigen Kunden zu bloggen ist auch wiederrum schwachsinn in meinen Augen. Also heisst es: den Markt beobachten. Wieviele interessenten gibt es ? Wie steht das Angebot zur Nachfrage ? Wer sich die harte Arbeit macht, möchte schließlich auch belohnt werden.

Fazit
Bevor ihr für die Inhalte einer Webseite bezahlt, schaut euch um ob ihr die Informationen nicht irgendwo anders herbekommt, schließlich ist das Internet groß. Weiterhin sollte der Anbieter vertrauenswürdig sein und seine Inhalte nirgendwo geklaut haben. Ausserdem sollte der Paid-Content einen Mehrwert für euch haben und nicht aus dem Grund gekauft sein weil ihr den Blogger unterstützen wollt – Dann schenkt mir lieber euer Geld.

2 Kommentare

  1. Ich denke man kann nicht Pauschal sagen Paid Content ist gut oder schlecht. Ich persönlich fände folgende Regelung in Ordnung.
    Man Veröffentlicht immer Premium (also guten) Content. Davon ist dann jeder x-te nur mit dem entsprechenden Zugang sichtbar. Der Preis für den Zugang sollte natürlich auch Moderat sein. Auch sollte man den, wenn Zugang abgelaufen ist, bezahlten Content dann immer noch einsehen können.

    Die (ich nenne sie mal so) Premium Blogger haben ja verschiedene Möglichkeiten ausprobiert PayPal Button, Flattr etc. Da dies von UNS nicht genutzt worden ist, ist das jetzt die logische Konsequenz.

  2. Hallo Christian, vielen Dank dass du dieses, in letzter Zeit wirklich heiß diskutierte, Thema aufgegriffen hast und in gewohnt guter Manier zu einem Artikel verarbeitet hast.

    Meine Einstellung zu paid content ist ähnlich wie deine. Allerdings würde ich so etwas nicht in der von dir beschriebenen Form lösen, sondern ich würde, wenn ich mich dazu entschliessen sollte, einen Member-Bereich in meinem Blog einrichten und dort gegen Geld Premium-Content anbieten. Dann aber nicht in der Form, dass allgemein zugänglich eine Art „abgespeckte“ Version des Content zur Verfügung gestellt wird, im Memberbereich die Premiumversion des selben Contents, sondern ich würde dann im Memberbereich wirklich eigenen Spitzen-Content bringen, der mit Videos, Powerpoints usw. noch zusätzlich aufgewertet wird. Solche Memberbereiche erfreuen sich in den USA bereits seit einiger Zeit sehr starken Zulaufs und ich denke, bei uns ist die Zeit dafür auch bald reif.

    Sicherlich nicht zu jedem Thema, aber ein paar Themen gibt es da sicherlich heute schon, für die eine ausreichend große Menge an Lesern bereit ist, regelmäßig zu zahlen.

    Herzliche Grüße Jürgen Schnick

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  1. Paid Content quo vadis? at webCONSUL

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