10 Situationen, die jeder Blogger irgendwann erlebt

Bloggen ist schon was feines: Hat man das passende Thema, die Lust und die Zeit, postet man einfach was auf seinen Blog. Hat man keines der drei Dinge, lässt man es einfach. Aber ein Blog bedarf auch viel Pflege und auch sehr viel Zeit. Kommentare moderieren, neue Artikel schreiben, das Blog-System updaten, Backups, und und und. Und in der Zeit, in der man einen Blog besitzt und diesen hegt und pflegt, gibt es immer wieder bestimmte Situationen, die jeder Blogger irgendwann mal in seiner Blogger-Laufbahn erlebt. Über dieses Thema habe ich mir heute auf der Arbeit mal ein paar Gedanken gemacht, als ich so zurück gedacht habe, wie ich meinen Blog gestartet habe, wie sich alles entwickelt hat und was vielleicht noch kommen wird. 10 dieser Situationen habe ich einfach mal zusammengepackt und habe mir gedacht, vielleicht findet ihr das ganze auch mal interessant.

1) Keine Besucher oder Leser

Jaja, das leidige Thema „Besucher, Leser und Traffic“ schon wieder. Aber sind wir mal ehrlich: Jeder von uns hätte gerne Besucher und Feed-Leser auf seinem Blog. Man publiziert ja etwas ins Internet, damit es andere lesen. Gerade in der Anfangsphase gibt es die Situation, das der Blog von anderen einfach nicht wahrgenommen bzw. gelesen wird.

2) Keine Idee worüber geschrieben werden soll

Auch das ist – meiner Meinung nach – eine Situation, die man als Blogger erlebt. Und das sogar relativ häufig. Wenn man nicht gerade einen News-Blog hat, auf dem einfach alles passt, steht man sehr oft vor dem Problem, das man einfach kein Thema hat, über das man bloggen soll. Natürlich kommt das Problem auch bei unseren News-Bloggern vor.

3) Keine Kommentare

Kommentare sind ein wichtiges und schönes Element in der Blogosphäre, denn über die Kommentare tauschen sich andere Nutzer über eigene Erfahrungen aus, sprechen einfach mal ein Danke aus oder verbessern den Blogger sogar. Das Problem, das man nicht zu jedem Beitrag Kommentare erhält, kennt bestimmt jeder.

4) Flop-Artikel

Oh man, da hat man gerade ein Thema im Kopf, findet es richtig Cool, schreibt es in den Blog und erwartet viel. Doch ab und zu kommt es vor, dass das Thema die anderen einfach nicht interessiert oder der Beitrag schlichtweg schlecht geschrieben ist. Es ist halt nicht jeder Artikel ein Volltreffer.

5) Keine Motivation

„Och ne, heute habe ich keine Lust zu bloggen“ ist bestimmt ein Satz, den sich der ein oder andere mehrmals in der Woche denkt, der andere aber vielleicht nur einmal im Monat. Nicht immer hat man die Lust etwas auf seinem Blog zu posten, was auch nicht schlimm ist. Den Blog kann man ruhig mal ein paar Tage liegen lassen.

6) Google Rankings

Als Hobby-SEO macht man sich natürlich auch hinsichtlich der Rankings des Blogs Gedanken. Sofern man den Blog immer pflegt, erreicht man auch Rankings. Egal auf welche Keyword-Kombinationen.

7) Automatisierte Linktausch-Anfragen

Das Thema Linktausch geht schon wieder in die SEO-Branche rein, aber diesmal geht es um die nervtötenden, automatisierten Linktausch-Anfragen, die meist mit „Hallo Webmaster“ beginnen und mit einer Löschung der E-Mail enden. Da muss jeder Blogger durch!

8) Die Gedanken eines Relaunches

Bloggt man einige Zeit, wird einem das eigene Theme immer langweiliger. Auch wenn es Aussenstehende nicht wirklich mitbekommen: Das Layout des Blogs wird langsam alt. Und irgendwann kommt die Zeit bei jedem Blogger, das man sich über ein Theme-Wechsel Gedanken macht.

9) Der Traffic-Boom

Es gibt bestimmte Artikel, die einfach bei der Masse ankommen, retweetet, geliked und geplusst werden, aber auch von anderen Bloggern verlinkt werden. Das sind solche Artikel, die euch massig Besucher bringen können. Natürlich hält der starke Besucherstrom auf diesen einen Artikel nicht immer Wochenlang an, sondern endet schon wieder nach wenigen Tagen, aber den Traffic-Boom erlebt man halt. Mit dem Traffic-Boom sind übrigens die Tage gemeint, an dem eure Besucherzahlen besonders (dreifach, vierfach,.. als sonst) hoch waren.

10) Das Ende

Irgendwann ist die Zeit gekommen, da stirbt der Blog einfach. Ob es daran liegt, das man schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr auf den Blog hat oder sich einfach umorientiert hat: Jeder Blog geht irgendwann mal Offline. Egal ob nach 1 Monat, einem Jahr oder mehreren Jahrzehnten: Alles hat ein Ende.

Und, welche Situationen habt ihr schon erlebt und wie habt ihr euch dabei gefühlt? :-)

14 Kommentare

  1. Super Artikel, eine Begebenheit hast Du gestern Abend selbst noch erlebt. Die leidigen Kommentare, Keywords im Namen und die ständige Frage, freischalten oder nicht?!

    Bei meinem grössten Projekt (heikles Thema, Glaube undso) habe ich mich von den Kommentare sogar ganz getrennt. Waren zwar 1.500 Kommentare innert kurzer Zeit, aber der grösste Teil waren Diskussionen was bei einem solchen Thema wohl nicht anders zu erwarten war.

  2. Sehr schöner Artikel. Ich selbst habe Nummer 1 – 9 schon erlebt, ich hoffe die Nummer 10 lässt noch etwas auf sich warten.

  3. Hallo Christian,

    schöner Artikel. Vieleicht hast Du ja Lust da eine Artikelserie draus zumachen. In der du auf jeden oder die meisten Punkte eingehst und wie du sie meisterst. Anregung kann bestimmt jeder Bloger gebrauchen.

    Zu Punkt drei kann ich sagen, dass ich die Kommentarfunktion auf meinen Blogs erstmal abgeschaltet habe. Es kamen einfach keine oder keine Vernünftigen Kommentare rein. Da ich das immer doof fand unter den Artikeln die leeren Boxen zusehen habe ich sie einfach deaktiviert. Lieber deaktivieren als zuzeigen, dass es keine Kommentare gibt.

  4. Oh ja, viele dieser genannten Dinge hat wohl jeder Blogger schon erlebt. Ich auch. Linktausch ist das eine, Anfragen bzgl. bezahlter Artikel und Gastbeiträge das andere. EIn ständiges Abwägen.

  5. Ich denke Punkt 10 ist häufig eine Folge von Punkt 5. Denn einmal pro Woche sollte eigentlich jeder eine Stunde Zeit finden, um einen Beitrag zu verfassen. Und wenn nicht, dann ist eben mal ein paar Wochen nicht so viel los und man startet dann durch, wenn wieder mehr Zeit da ist.

  6. Du hast das zu Wort gebracht über das viele schon nachgedacht haben. Auch ich habe jeder der ersten 9 Situationen schon erlebt. Aber trotzdem hält sich mein Blog auch wenn ich nicht jeden Tag blogge.

    Aber es kommt eben immer drauf an was für eines man Betreibt. Carsten zum Beispiel bekommt jeden Tag mehrmal neues Futter ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Er muss dann nur noch den passenden Text dazu schreiben.

    Leute wie ich die über dies und das Bloggen und kein Festes Thema habe, müssen sich etwas überlegen oder es muss etwas passieren damit ich einen Grund zum bloggen habe.

    Trotzdem läuft „mein“ Blog erfolgreich. Würde ich einfach mal behaupten!

    – Keine Besucher hatte ich noch nie. Nicht mal am ersten Tag. Meine Mutter hat immer
    gelesen was ich zu verkünden habe ;-)
    – Wenn nicht passiert weiß ich auch nicht worüber ich schreiben möchte!
    – Kommentare bekomme ich bis heute noch nicht so viele. Nach drei Jahren sind es nicht
    mal 1000! Schade eigentlich….freue mich über jeden!
    – Einen Beitrag bei dem ich dachte das er viele Interessieren würde hatte ich erst vor kurzem
    geschrieben. Ist ärgerlich, kommt aber vor!
    – Keine Lust hatte ich schon ganz oft. Das liegt aber meist an privaten Problemen!
    – Scheiß auf die Google Rankings ;-) Meine Domain ist mit .de .com und .info zu erreichen.
    Die beiden letzten haben 2 und die erste 0. Je nach dem was man sucht, bin ich oben
    dabei!
    – Emails über Kooperationen bekomme ich fast täglich….einfach löschen und fertig!
    – Das Theme möchte ich tatsächlich ändern, da es mittlerweile knapp 3 Jahre alt ist!
    – Traffic Boom hatte ich auch schon öfter. Ab und zu wusste ich warum und ab und zu war es
    mir unerklärlich! Aber ich habe eine fast täglich gleiche Zahl an Besuchern!
    – So dann bin ich hier auch mal am Ende mit meinem Kommentar ;-)

  7. Kenne diese Situationen selber und man darf sich einfach nicht zu viel daraus machen. Einen Punkt hast du bei den Kommentaren vergessen und das ist Kritik. Sei sie auch noch so hart, wenn man selbst weiß woher der Großteil der Besucher kommen, darf man sich nicht zu viel daraus machen, sie aber auch nicht komplett ignorieren.

    Auch ich bin häufiger mal nachdenklich und mach mir so meine Gedanken wenn etwas nicht läuft, allerdings muss man sich dann etwas dagegen überlegen.

  8. Wenn man zu wenige Kommentare hat, kann man sich, entweder (so wie Du :-) ) in eine der Dofollow Blog Listen eintragen. Was aber auch oft hilft (hast Du ja auch wie ich sehe), ist das subscribe to comments Plugin. Es sorgt dafür, dass die Nutzer wieder zurück kommen.

  9. Eingetragen habe ich mich niemals in eine solche Dofollow-Liste. Sowas passiert meistens Automatisch. Das bringt aber auch nicht mehr Kommentare, denn die Kommentare die ich von Besuchern so einer Liste erhalte, sind nur hinter dem Backlink her. Nein, danke!

    Und die Werbung für deinen Blog habe ich einfach mal bearbeitet, Jako…

  10. Solche Situationen kennen sicher die meisten. Interessant wäre es auch gewesen, wenn du etwas darüber erzählen würdest, wie du mit diesen Situationen umgehst oder umgegangen bist. Ich bin sicher, daraus könnte man als Leser den ein oder anderen Impuls mitnehmen,

  11. Sehr schöner Artikel, kenne auch sehr viele dieser Punkte.

    Aus meiner Sicht wäre da noch:

    11) Werbung ja / nein
    Irgendwann kommt jeder mal in die Situation und überlegt, ob er Werbung auf seinem Blog haben will oder nicht. Entweder in Form von Bannern, Adsense oder Affiliate-Links.
    Nur sehr wenige Blogs sind auch nach Jahren komplett ohne Werbung.

  12. Ich könnte wirklich ständig mein WP-Theme relaunchen. Was aber wohl einfach daran liegt, dass mich ein Design schon nach relativ kurzer Zeit wieder langweilt und ich mir denke, dass es Zeit für etwas Neues wäre.
    Ich zähle zu meiner Liste noch dazu:
    Unkenntnis darüber, wie gut ein Plugin ist und ob es meinem Blog mehr Traffic beschert. Darüber kann ich mich aufregen.

  13. Nummer 5 kann ich gut nachvollziehen! Manchmal hat man einfach keine Lust zu schreiben und ist einfach nicht kreativ genug, um etwas zu schreiben. Dann sollte man es einfach lassen;-)

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