Monitoring ist Zeitverschwendung

Ein typischer Anfängerfehler ist das zu starke überprüfen auf Veränderungen im Ranking oder des Traffics. Monitoring ist zwar schön und gut, sollte man auch machen, aber bitte nicht zu stark. Die Headline des Artikels ist vielleicht etwas zu krass gewählt und stimmt auch nur halb. Monitoring ist zwar Zeitverschwendung, aber auch nur dann, wenn man seine Rankings und Statistiken zu oft überprüft. Daher finde ich Tools mit Echtzeitstatistiken auch eher suboptimal, denn dadurch, dass die Statistiken alle Live sind, verleitet es dazu, mehrmals am Tag seine Besucherzahlen zu kontrollieren. Die verlorene Zeit hätte man auch sinnvoller und effizienter Einsetzen können, wie zum Beispiel zum erschaffen neuen Contents.

Zu viel Monitoring schadet mehr als es nützt

Wer zu oft in seine Statistiken schaut oder seine Rankings kontrolliert, verliert kostbare Zeit, die besser eingesetzt werden kann. Aber das ist noch nicht einmal das schlimmste. Richtig schaden tut zu vieles Kontrollieren und Überwachen erst dann, wenn man nicht zufrieden mit den Ergebnissen ist. Zum Beispiel, wenn jemand ein Tool für Besucherstatistiken nutzt, die Besucherzahlen in Echtzeit ausgeben. Besuchen an einem Tag weniger Leute den Blog als sonst, möchte der Blogger das natürlich verändern und greift frustriert zu mitteln wie Spam, die eher schadhaft sind als nutzen bringen. Natürlich ist das nicht bei jedem so. Es gibt Leute, die mit kleineren Besucherzahlen gut klar kommen und dies einfach auf sich beruhen lassen.

Fehler erkennen und beheben

Jeder muss sich selber fragen, wo er zu viel Zeit für das Monitoring seiner Webseiten vergeudet. Der durchschnittliche Webmaster verschwendet die meiste Zeit beim kontrollieren seiner Statistiken mit einem Echtzeit-Analyse-Tool wie zum Beispiel Piwik eines ist. Wer interessiert ist, sein Monitoring-Verhalten zu ändern, sollte sich selber mal dabei beobachten, was er sich über den Tag verteilt für Statistiken anschaut. Natürlich nur die eigenen. Anschließen empfiehlt es sich, sich einmal Gedanken darüber zu machen, ob diese Handlung überhaupt nötig war. Wenn nicht: Dran arbeiten, das eine solche Situation nicht noch einmal vorkommt oder man Abends einmal einen „Rundgang“ macht, bei dem man alle seine Webseiten kontrolliert – Egal ob Statistiken, Rankings, Conversion, oder ähnliches.

Gewonnene Zeit sinnvoller Nutzen

Ändert man sein Monitoring-Verhalten und verringert man dieses, kann man einiges an Zeit gewinnen. Auch wenn das Aktualisieren einer Webseite bzw. der Statistiken nur wenige Sekunden dauert, so summiert sich jede diese Aktion und ergibt am Ende des Tages ein ordentliches Sümmchen. Die Zeit, die man bei sinnlosen Kontrolle verliert, kann man sinnvoller nutzen, in dem zum Beispiel neuer Content oder neue Backlinks generiert werden. Es gibt viele Aufgaben, die man in der gewonnenen Zeit erledigen kann, wovon meine zwei genannten Beispiele nur ein Bruchteil sind.

Bildquelle: aboutpixel.de / Diagramm © Konstantin Gastmann

9 Kommentare

  1. Hmm.. der Artikel hat mich ganz schön ins Grübeln gebracht.. gehöre glaub zu den ‚extrem überprüfern’…

  2. Hmm, hast mich erwischt. Ich schau da auch viel zu oft rein. Ein abendlicher „Rundgang“ ist eine gute Idee. Werde ich mal versuchen.

  3. Der Grundgedanke des Artikels gefällt mir und ist klar, nur wenn es ein wenig überspitzt gezeichnet wurde, denn nicht jeder unzufriedene Webmaster/Blogger greift gleich zu Spam, sondern schreibst vielleicht doch lieber einen neuen Blogpost oder macht andere positive Dinge. Monitoring ist und bleibt wichtig, sollte aber eben nur X % meiner Arbeitszeit ausmachen und das möglichst nicht zweistellig.

    Livetools sind gerade bei großen Seiten nicht verkehrt, denn man kann schneller reagieren, wenn mal was nicht funktioniert. Besucher springen heute schnell ab oder sind sehr wenige, funktioniert vielleicht etwas technisch nicht auf der Seite?

  4. Ein toller Artikel. Vor allem der Gedanke, dass man die für’s Kontrollieren benötigte Zeit sinnvoller verwenden kann, gefällt mir sehr gut. Jedenfalls gehen dann die Besuchszahlen eher hoch als durch das ständige Kontrollieren der Statistiken!

  5. Oh, man ich sehe es geht nicht nur mir so :(
    Aber vollkommen Richtig. Monitoring kann schnell von einer A-Aufgabe zu einer C-Aufgabe mutieren, wenn man’s damit übertreibt.
    Hat man das letztere Stadium erreicht, könnte man dann auch von Monitoring-Süchtig sprechen. ;)

  6. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass für Betreiber größerer Online-Shops ein Echtzeit-Monitoring doch interessant sein könnte.

    Wenn zu einem bestimmten Keyword, über das ein bestimmtes Produkt verkauft wird, plötzlich Besuchereinbrüche auftreten, kann es tatsächlich einen finanziellen Verlust bedeuten, wenn der Shopbetreiber das erst nach 1 Woche merkt.

    Aber für den durchschnittlichen „Webmaster“ stimmt es schon, allzu oft bringt nichts.

  7. Vielen Dank für diesen äußerst hilfreichen Denkanstoß! Beim lesen habe ich mich gefühlt, als ob mein eigenes Monitoring-Verhalten beschrieben wurde… immer mal reingucken, ob sich nicht was bahnbrechendes in der Statistik getan hat. Zeitverschwendung :)

  8. Hey, interessanter Artikel. Vielen Dank für die Ansätze. Insbesondere die Zeit, die man durch weniger „ständiges überprüfen“ verschwendet, vergisst man oft.
    Allerdings kann der Titel des Artikels auch irreführend sien, denn Monitoring einer Website ist auch, das Überprüfen der Verfügbarkeit der Seite und das kann man nicht zu viel machen. ;-)

    Viele Grüße

  9. „Monitoring“ ist in jedem Fall Zeitverschwendung, wenn man sich kein Ziel festgelegt hat.

    Möchte man täglich 5000 Leser auf dem Blog haben, wird man drüber nachdenken müssen, was man dafür tun muss und nicht einfach in einer Stunde noch mal die Zahlen anschauen und hoffen…

    Und dann kommt vermutlich jeder schnell zur gleichen Schlussfolgerung wie Du: Nutze die Zeit um Content zu erstellen, Backlinks zu pflegen etc.

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