Wie sinnvoll ist die Rotation von Werbung?

Werbung auf Blogs einzublenden, entwickelt sich langsam aber sicher zu einem Trend. Mehr und mehr Leute kommen dahinter, das man den eigenen Blog monetarisieren kann und binden Werbung in die Sidebars, unter die Artikel und in ihre Feeds ein. Auf meinem Blog werbe ich selber gerade für einige Produkte, zum Beispiel dem SEO-Tool Xovi und dem WordPress SEO-Plugin wpSEO. Das waren aber nur zwei Beispiele, aktiv habe ich noch ein paar andere Banner im Blog eingebunden. Dieser Beitrag richtet sich aber mehr an meine Sidebar, in der ich ebenfalls Werbung in Form von 250×250 Pixel große Banner einbaue. Im oberen Bereich meiner Sidebar lasse ich mittels des WordPress Plugins AdRotate mehrere Banner rotieren, die jeweils ein anderes Produkt oder ein anderen Service bewerben. Fraglich ist aber der nutzen der Rotation, denn trotz drei beworbener Partnerprogramme, wird jeweils nur einer angezeigt. Wenn ein Leser also einen Banner dort sieht, von einem Produkt welches er schon besitzt, ist die Chance, das der Leser das Produkt kauft gleich Null. Vielleicht hat der Besucher aber an einen der anderen Produkte interesse? Schade, denn das wird gerade nicht angezeigt, und ich kann keinen Besucher zwingen, die Seite so oft neu zu laden, bis das entsprechende Partnerprogramm endlich angezeigt wird.

Nutzen der Bannerrotation

Liegen die Chancen, das der Besucher das beworbene Produkt kauft, oder den Service in Anspruch nimmt, gleich Null, verdienen wir an diesen einen Besucher keinen Cent. Damit vergeudet man nicht nur wertvolle Werbeflächen, sondern auch Zeit, die man beim aussuchen der passenden Partnerprogrammen, investiert hat. Allerdings hat die Bannerrotation auch seine Vorteile:

  • es wird weniger Platz benötigt
  • es können mehr Produkte und Services beworben werden
  • bei Seiten mit hohen Seitenaufrufen ändert sich das Bild ständig = Aufmerksamkeit

Habe ich also viele Werbepartner oder aktive Partnerprogramme, baut man seinen eigenen Blog nicht mit den vielen Bannern zu. Jetzt könnte man behaupten, das man auch einfach die 125×125 Pixel Banner einbinden könnte, aber mal ganz ehrlich: Klickt man da überhaupt noch drauf? Die großen sind doch viel Auffälliger. Trotzdem bleibt noch immer der Nachteil, das nicht jeder Banner gleichzeitig eingeblendet wird. Es kann also, wie weiter oben im Text schon beschrieben, der Fall sein, das ein Besucher das Produkt schon besitzt, welches gerade in der Bannerrotation angezeigt wird. Vielleicht hat der Besucher an einem Partnerprogramm interesse, welches gerade nicht angezeigt wird.

Natürlich kann man die großen Banner auch einfach untereinander anordnen, aber so ein mit Werbung zugekleisterter Blog vergrault gerne mal die ein oder anderen Besucher. Eine Lösung, die ich in den nächsten Tagen umsetzen werde ist die, das die Werbebanner komplett getauscht werden. Die Breite von 250 Pixeln bleibt, aber in der Höhe werden die Banner verkleinert. So kann ich auf kleinen Raum mehrere Banner untereinander anordnen, ohne das diese großartig stören. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist, das ich einen großen Banner, so als Eye-Catcher, weiterhin oben in der Sidebar lassen kann. Dieser wird dann der einzige große Banner sein, der dann dort eingeblendet wird.

Wer sich dieser Methode anschließt, sollte aber darauf achten, das das beworbene Produkt oder Service mit dem Inhalt der Webseite übereinstimmt. Ansonsten bringt auch dieser Banner nichts, denn nur aus zielgerichteter Werbung lässt sich Geld machen. Beispiel: Auf einem Blog, der sich mit dem Thema iPhone beschäftigt, wäre eine Werbung von Versicherungsvergleichen unangebracht. Passender wäre es, einen Shop über iPhone oder iPhone Zubehör zu bewerben. Themenrelevante Werbung ist eben profitabler wie Themenunrelevante Werbung.

Bildquelle: HeiFisch / pixelio.de

5 Kommentare

  1. Ich würde einfach zu den Bannereinblendungen von Google Adsense tendieren, da sich diese dem jeweiligen Text oder Artikel thematisch anpassen und so eigentlich ganz gut konvertieren sollten.
    Wenn die Blogbeiträge sehr themenspezifisch sind bzw. jedes Mal nur über ein bestimmtes Thema wie dem iPhone oder so geschrieben wird, dann ist Die Möglichkeit mit einem festen Banner eines iPhone Verkäufers mehr zu verdienen natürlich größer.

  2. Ich bezweifel mal stark, dass die Monetarisierung von Blogs bzw. die Einbindung von Bannern oder Werbeflächen auf eben diesen ein Trend ist, welcher sich langsam aber sicher zu einem Trend entwickelt^^ … Die Rotation der Banner oder Werbeflächen ist auch nicht wirklich neu, nur durch PlugIns wie AdRotate vielleicht ein wenig leichter zugänglich für die Allgemeinheit.

  3. Es kommt ja nicht nur auf die Rotation an, sondern auch auf das Vergütungsmodell. Bekomme ich per View versuche ich doch möglich bei jedem View den Banner unterzubringen, damit ich meinen Umsatz maximieren kann.
    Ich denke ein Rotation muss man intelligent schalten, also z.B. kategoriebezogen bei der iPhone-Kat nur Handy-Partnerprogramme usw. Es bringt nichts auf der Startseite alle Banner durchzujubeln und rotieren zu lassen.

  4. Hallo,

    Das einfach rotieren von Bannern macht eigentlich nur bei einer sehr engen Zielgruppe Sinn. Je breiter sich die Zielgruppe streut, desto mehr muss auch bei der Werbung segmentiert werden, also passend zum Leser – alles andere ist einfach nur uneffektiv.

    LG Daniel

  5. @Frederik: Was mich an den Bannern von Google Adsense total nervt ist, dass da oft Werbung eingeblendet wird, die überhaupt nichts mit dem Thema der Webseite zu tun hat und dazu auch nicht zum optischen Design der Webseite passt. Die Textanzeigen von Google Adsense kann man zumindest optisch anpassen. Da fällt es nicht so auf, wenn da mal eine nicht themenrelevante Werbung eingeblendet wird. Aber Banner nehmen einfach zuviel Raum ein, um Schrott anzeigen zu lassen.

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