Wie sieht eine lukrative Nische aus und wie findet man diese?

Wer Geld mit seiner eigenen Webseite, also per Affiliate-Marketing oder Google AdSense, verdienen will, kommt kaum noch an dem Wort Nischen herum. Überall ist die Rede von Nischen die man finden muss, um die Leute gezielt zu Klicks zu bewegen. Klar, Geld lässt sich auch mit einer All-Rounder-Webseite erzeugen, aber gezielter und besser geht es dann eben doch mit Nischen. Schließlich suchen die Leute dann genau nach dem, was sie haben wollen. Doch wie sieht eigentlich eine lukrative Nische aus? Und: Was ist eigentlich eine Nische? Nischen gibt es nämlich nicht nur im Internet, sondern auch im Offline-Leben, denn dort gibt es ja auch Läden und Vermittler. Ist eine Nische erst lukrativ wenn die Keywords bei Google AdSense sehr hoch bezahlt werden oder der Merchant eines Partnerprogramms sehr hohe Provisionen zahlt?

Definition Nische

Ein Nischenmarkt ist das gegenteil vom Massenmarkt. Es gibt keine sehr hohe Nachfrage, dafür aber auch sehr wenig Konkurrenz. Ein Nischenmarkt entsteht aus einer Marktnische, die wiederum ein Teil des Marktes ist, der „noch nicht oder unzureichend vom Wettbewerb bedient wird„. (Zitat von Wikipedia)

Dadurch, das es wenig bis keine Konkurrenz für diesen Teil des Marktes gibt, kann man davon ausgehen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kunden zum Nischenhändler gehen. Zum Beispiel zu euch, sofern ihr eine Nische gefunden habt. Die Nachfrage ist zwar deutlich geringer als beim Massenmarkt, doch dadurch, das es kaum Konkurrenz gibt, gehört die Nachfrage euch und ihr könnt Anfangen euer Geld zu verdienen.

Eine Nische finden

Eine Nische zu finden ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach wie vor einigen Jahren. Es gibt Nischenmärkte, dessen Angebot schon total überschwemmt ist. Zum Beispiel der Bereich „Kreditrechner“. Hier gibt es viele Millionen Webseiten, die nur auf die Nische „Kreditrechner“ optimiert worden sind. Da die Konkurrenz groß ist, sollte man die Finger davon lassen. Außerdem würde man hier von keiner Nische mehr Sprechen, eher von einem Massenmarkt.

Wer eine Nische finden möchte, sollte sich zuerst einfach mal in seiner Wohnung umschauen. Was hat er dort zum Beispiel rumstehen? Spezielle Lampen, Öle, Kerzen oder nen neuartigen Wecker? Solche Dinge können zu einer lukrativen Nische werden. Man muss aber nicht unbedingt die Themensuche in der eigenen Wohnung anfangen, sondern können die Themen auch Dinge sein, die einen persönlich interessieren oder man nur im Internet drauf aufmerksam geworden ist. Ebenfalls findet man auch sehr gute Nischen wenn man die aktuellen Trends auf eBay sieht und beobachtet, was sich dort sehr gut verkauft.

Die Nachfrage der Nische

Hat man eine Themenauswahl getroffen, muss man natürlich erstmal schauen, wie groß das Angebot ist. Dazu schaut man einfach über die Google-Suche und gibt das entsprechende Keyword – also das Thema – ein. Nachdem man die Suche wie gewohnt genutzt hat, sollte man aber auch eine Exakte Nachfrage starten. Gebt euer Keyword in Anführungszeichen („Keyword“) ein, und schau, wie groß das Angebot ist. Ist das Angebot überschaubar, lässt sich was machen. Doch nun zum wichtigen Teil: Wie groß ist denn die Nachfrage? Schließlich will man in einer Nische möglichst viel Geld generieren und nicht nur einen kleinen Teil des Kuchens bekommen. Ich persönlich schaue mir immer die Zahlen vom Google AdWords Keyword-Tool an. Die Zahl der Suchanfragen sollte nicht zu klein sein, da man ja auch Geld generieren will. Eine Vorgabe wie hoch das Suchvolumen sein muss gibt es nicht, ich handel da immer nach Gefühl. Folgend ein Screenshot des Google AdWords Keyword Tool. Für das Beispiel habe ich das Keyword „Raumspray“ genommen.

Google AdWords Keyword Tool Nische finden

Im Screenshot habe ich das Keyword und die Monatlichen lokalen Suchanfragen ausgeschnitten und hervorgehoben. Man sieht, das man im Google AdWords Keyword-Tool auch weitere Vorschläge für Keywords erhält, die im Bezug zum Eingegebenen Keyword stehen. Das ist auch sehr nützlich wenn noch keine Nische gefunden wurde. Beachtet bitte beim Umgang mit dem Keyword-Tool von Google, das ihr die Einstellung „[Exakt]“ und nicht „Weitesgehend“ einstellt. Schließlich wollen wir doch konkrete Zahlen bekommen.

Stärke der Konkurrenz

Hat die eigene Nische genug Suchanfragen, sollte man auch schauen, wie Stark die Konkurrenz ist. Es nützt nichts, wenn man sich mit einer starken Konkurrenz anlegt, die viel Wert auf Suchmaschinenoptimierung legen und dort vielleicht auch eigene Suchmaschinenoptimierer am Werk haben. Schließlich will man selber den ersten Platz in den Suchergebnissen belegen und Besucher auffangen. Am besten Analysiert man die Konkurrenz Seiten mit einem SEO-Tool, wie zum Beispiel Xovi. Im Idealfall hat die Konkurrenz optimiert die Konkurrenz ihre Seiten gar nicht auf Suchmaschinen. Das wird dann euer Vorteil sein, denn dann ist nicht viel Suchmaschinenoptimierung nötig, aber immer Empfehlenswert. Denn irgendwann springt auch eure Konkurrenz auf den Zug auf.

Partnerprogramme vorhanden?

Jetzt sucht man sich passende Partnerprogramme raus, über die Provisionen durch Klicks, Leads oder Sales generiert werden. Hierzu schaut ihr euch entweder die Programm-Kataloge der Netzwerke wie SuperClix an, oder nutzt eine Partnerprogramm-Suchmaschine wie AffilixX. Interessant wären gegebenfalls auch die Preise der AdSense-Keywords die pro Klick bezahlt werden.

Wenn ihr euch für das Affiliate-Marketing entscheidet, dann nehmt nicht direkt das erst beste Partnerprogramm, oder das was euch am meisten Provision zahlt. Schaut euch selber die Zielseite an, die potenzielle Kunden später zu sehen bekommen. Wirkt sie auf euch vertrauenswürdig? Würdet ihr hier bestellen? Sind die Preise teurer oder sogar vielleicht günstiger im Vergleich zur Konkurrenz? Sehr wichtig ist auch das Angebot an Werbemittel, schließlich sollen die Besucher auf die Werbemittel klicken. Das Werbemittel muss ansprechend und sich am Thema orientieren. Ein Werbemittel zum Thema Raumspray sollte also nicht unbedingt Insekten zeigen.

Wie sieht denn nun eine lukrative Nische aus?

Eine wirklich lukrative Nische, mit der sich viel Geld verdienen lässt, hat eine hohe Nachfrage, aber sehr wenig und schwache Konkurrenz. Ebenfalls wird das Keyword der Nische bei Google AdSense gut bezahlt und die Partnerprogramme schütten eine hohe Provision aus. Selbstverständlich ist eine oder mehrere Keyword-Domains frei, die ihr für euch in Anspruch nehmen könnt. Hier nochmal ein schneller Überblick:

  • Hohe Nachfrage
  • Wenig und schwache Konkurrenz
  • Google AdSense Preise für euer Keyword sind hoch
  • Partnerprogramme schütten viel Provision aus

Fazit

Wer sich nach Themen umschaut und passende Nischen findet, kann eine Menge Geld verdienen. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Auch wenn ihr passende Nischen gefunden habt, bedeutet das auch nicht, das ihr automatisch gut in den Suchergebnissen platziert werdet. Dafür ist eine Menge arbeit nötig: Der Content der Affiliate-Seite, also Landingpage muss stimmen, Backlinks müssen aufgebaut werden, die Coversion-Rate ständig optimiert werden und so weiter. Man arbeitet also nicht nur ein oder zwei Tage an einer solche Seite, sondern mehrere Wochen bis die ersten einnahmen fließen.

Thumbnail: aboutpixel.de / Fundsache © Gerd Gropp

4 Kommentare

  1. Ich bin davon überzeugt, dass sich wirklich GUTE Nischen nur ganz von alleine Finden. Darauf horchen, was einen selbst und die Freunde um einen herum interessiert – und dann eine Website gründen. Und die wird auch nur dann bemerkenswert, wenn sie mit Leidenschaft gemacht ist und mit eigenem Interesse am Thema.

  2. Erwähnenswert wäre noch das die Zahlen des Google Keyword Tool sehr sehr ungenau sind, trotzdem ein guter Indikator wenn man die Suchvolumina in Relation zu anderen Keywords, deren Suchvolumina man kennt, betrachtet.

  3. hi,

    ich kann Sandra nur zustimmen. Ich finde auch, dass ein Produkt, welches man vermarkten möchte, das eigene Herzblut wecken sollte. Wenn ich nicht hinter meinem tun stehe, dann wird das auch nichts. Das ist gerade bei Nischen besonders schwer, denn hier muss ich die Leute von ihren Interesse häufig noch überzeugen. Die wissen ja noch nicht, dass sie das Produkt unbedingt haben wollen. Um so überzeugender muss ich sein. Das geht nur, wenn ich dahinter stehe.

    Aber dennoch finde ich den Artikel gut gelungen, gut strukturiert und alle wichtigen Dinge drin. Ich nutze das Keyword Tool recht häufig, um mir einen ersten Eindruch zu verschaffen. Kann ich auch nur empfehlen.

    LG
    Petra

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