Was machst du da eigentlich im Internet?

Erst letzte Woche war es wieder soweit und ich musste jemandem erklären, was ich im Internet überhaupt mache. Es ist ja nicht einfach damit getan, das man sagt, das man sich im Affiliate-Marketing bewegt und durch Empfehlungen mit anschließenden Käufen eine Provision verdient. Wenn wir ehrlich sind, verstehen die Menschen, die uns nach unserer Tätigkeit fragen, sowieso erstmal nichts außer das wir im Internet Geld verdienen. Wenn man mich bittet das ganze dann genauer zu erklären, frage ich vorher immer Freundlich, ob man sich das denn wirklich antun möchte, denn schließlich macht man dann doch mehr als nur die Provisionen bei einem Kauf oder das Geld bei einem Klick zu kassieren. Viel mehr beschäftigt sich doch jeder Affiliate auch ein wenig mit der Suchmaschinenoptimierung und der Verbesserung des Rankings. Und genau das versuche ich dann auch den fragenden auf dem Weg zu geben: Es ist nicht nur einfach das Geld kassieren, sondern auch die ganze Arbeit vorher.

Und wie verdienst du dann Geld?

Die Überschrift dieses Absatzes ist genau das, was mich eigentlich die häufigsten Menschen fragen, denn letztendlich hören sie nur Geld und kassieren. Da wird jeder Hellhörig. Und dann bekommen die meisten auch erstmal eine Plumpe Antwort: „Amazon zum Beispiel bezahlt mich dafür, wenn die Leute über einen Link von mir zu Amazon gelangen und dort einkaufen“. Das reicht erstmal. Doch dann kommt schon die nächste Frage: „Wieso sollte Amazon dich dafür bezahlen?“. Im Grunde ist das eine sehr gute Frage, denn noch sind keine Informationen geflossen, das es um Empfehlungen geht. Aber nun gut. „Hast du wirklich so viel Zeit und Interesse das ich dir das ganze genau erklären soll?“, kommt dann von mir. Denn bevor ich mich weiteren 500 Fragen in den Weg stelle, beantworte ich gleich 499 Stück mit wenigen Sätzen.

Ich empfehle was auf Amazon und verdiene pro Verkauf

Anschließend erkläre ich meistens das Modell anhand von Amazon, weil einfach jeder der sich schon mal im Internet ein wenig umgeschaut hat oder sogar schon etwas im Internet bestellt hat, Amazon kennt. Ich spare mir an dieser Stelle die genaue Erklärung. Genug Lektüre zum Affiliate-Marketing gibt es ja zum Glück im Internet. Trotz einer – meiner Meinung nach – guten Erklärung meinerseits, wie das Affiliate-Marketing funktioniert, bleiben doch noch mehr als 1 Frage offen. So zum Beispiel die Frage nach der Höhe des Geldes die man verdienen kann und wie ich überhaupt an Leute kommen, die auf meinen Link klicken um etwas bei Amazon zu kaufen. Schließlich würde man selbst ja direkt zu Amazon gehen und sich dort den Warenkorb füllen.

Doch dann fängt das an, worüber sich erstmal keiner Gedanken macht: Die Arbeit vor dem Verdienst. Die Auswertung spezieller Keywords, die Analyse der Konkurrenz, die Auswahl der Domain, die Erstellung des Contents und natürlich die gute und altbewährte Suchmaschinenoptimierung. Um dem oder der Fragenden alles auf die schnelle, aber doch detailliert zu erklären, nehme ich meistens ein Keyword, welches jeder kennt, wie zum Beispiel Sat-Receiver, um die ganzen Analysen und Auswertungen sowie die Suchmaschinenoptimierung zu erklären. Das ich dabei nicht auf alles Rücksicht nehme und auch einige, für Details auslasse, sollte klar sein, denn zu viel Input ist auch nicht gut.

Ich achte aber nicht nur darauf, das mein Beispiel-Keyword nicht nur jeder kennt, sondern das es auch ein Produkt ist. Denn solche Produkte kann man, wie jeder weiß, bei Amazon kaufen. Und wer es nicht wusste, weiß es eben seit jetzt. So finde ich, kann ich meine Tätigkeit, der ich fast schon täglich im Internet nachgehe, sehr gut erklären. Aber dann wäre da ja noch was.

Das große Geld im Affiliate-Marketing

Wenn ich dann mit meiner Erklärung fertig bin, kommt diese eine Frage, die bis jetzt fast jeder hatte, dem ich das Affiliate-Marketing erklären sollte, bzw. der wissen wollte, was ich im Internet mache: „Wie viel verdienst du und kann man davon auch irgendwann mal Leben?“. Puh, was für eine Frage. Was ich verdiene verrate ich natürlich niemanden, denn das geht meiner Meinung niemanden was an. Das man vom Affiliate-Marketing aber Leben kann, haben schon einige Leute sehr gut bewiesen. Das es aber nicht so leicht ist, wie man es sich im ersten Moment vorstellt, möchte niemand verstehen.

Ich sage immer, das wenn man vom Affiliate-Marketing leben möchte, man nur genug Projekte benötigt, die geringe Nachfrage und aufgrund dessen auch wenig Konkurrenz haben, oder halt ein großes Projekt aufzieht, was natürlich eine große Nachfrage hat und dementsprechend auch Umkämpft ist. Dafür ist allerdings harte Arbeit nötig, die sich aber irgendwann auch auszahlen wird – sofern man am Ball bleibt und sein Projekt sauber optimiert.

Meistens ist damit auch das Gespräch beendet und man widmet sich anderen Themen, denn durch Arbeit verdient ja jeder sein Geld. Und dann wird das Online-Business für die meisten schon wieder sehr, wirklich sehr uninteressant.

Jetzt möchte ich aber gerne mal von euch wissen, wie ihr euren Freunden und Bekannten auf Nachfrage erklärt, was ihr da überhaupt im Internet macht und wie ihr euer Geld im Internet verdient. Versteht mich bitte nicht Falsch, Hauptberuflich bin ich nicht im Affiliate-Marketing tätig, da ich aktuell eine Ausbildung zum Industriemechaniker mache. Es ist also vollkommen Wurst ob ihr Hauptberuflich im Web unterwegs seit oder nicht. Es geht einzig und allein darum, ob ihr solche Gespräche kennt und vielleicht ähnliche selber schon erleben durftet.

Weitere interessante Inhalte

9 Kommentare

  1. Marc
    20. Juni 2011 at 20:37

    Du bist damit nicht alleine – ich bekomme genau die selben Fragen gestellt – und auch bei mir fragen sich die Leute warum man nicht einfach direkt auf Amazon geht.

    Aber hauptsache das Affiliate Marketing funktioniert ;)

  2. Jasmina
    20. Juni 2011 at 22:05

    Schöner Artikel :-) Aber OH OH …damit kämpfe ich auch immer. Da ich ja privat und beruflich im Web unterwegs bin, bin ich meist schon froh, wenn Familienmitglieder überhaupt meine Berufsbezeichnung fehlerfrei aussprechen können :-) Ganz hört es dann auf, wenn es darum geht, was ich privat mache. Die meisten wissen nicht einmal, was ein Blog ist oder dass man „selbst etwas ins Internet“ schreiben kann. :-) Für mich ist das oft belustigend und nervend zugleich…denn wie Du schon beschrieben hast, ist es irrsinnig schwierig, absoluten Noobs zu erklären, was man da so macht…

  3. Timo
    21. Juni 2011 at 03:01

    Was auch interessant ist – obwohl ich selbst verschiedene Projekte besitze und die Leute bei mir „auch bei Amazon einkaufen“ – würde ich selbst nie nie nie auf Affiliate Seiten einkaufen. Und das ist der schwierige Punkt bei der Gestaltung der eigenen Seite, da man nicht von sich selbst ausgehen kann worauf man denn jetzt klicken würde. Siehst du das genauso? :)

  4. Katrin Husemann
    21. Juni 2011 at 09:14

    Hallo Christian, beim Lesen deines Artikels musste ich sehr schmunzeln :)
    Ich befasse mich zwar wenig mit dem Affiliate Marketing, aber ich beschäftige mich oft mit Themen aus dem Online Marketing und bewege mich beruflich und privat viel im Netz.

    So begegne ich auch immer wieder Menschen die gerne wissen möchten was genau ich denn den ganzen Tag mache. Ich beginne dann Social Media Marketing, Suchmaschinenmarketing und Monitoring zu erklären. Auch keine ganz leichte Aufgabe ;) Diese Aufgabe wird umso anspruchsvoller, je weniger die Fragenden
    sich im Internet auskennen.
    Die Reaktionen liegen irgendwo zwischen anerkennend, ungläubig und fragend. Lustig finde ich auch, dass Menschen aus dem Bekanntenkreis immer öfter mit den unterschiedlichsten Fragen oder Bitten um Hilfe zu mir kommen und der Meinung sind ich sei der richtige Ansprechpartner weil „du machst doch da was im Internet …“
    However -manchmal finde ich es schön Menschen von Dingen zu erzählen die sie vorher noch nie gehört oder gesehen haben. Manchmal finden diese das sogar interessant und anhand ihrer Fragen merke ich dass sie Interesse haben und mehr wissen wollen. Dann widerum gibt es auch Menschen die mit völligem Unverständnis reagieren, das Internet vielleicht sogar belächeln weil sie der Meinung sind dass Menschen sowieso am liebsten im „Laden um die Ecke“ ihre Einkäufe erledigen.

    Am Ende ist es einfach nur wichtig dass wir Spaß haben an dem was wir tun und das ganze selber auch verstehen ;)

  5. stef
    21. Juni 2011 at 20:11

    Oh ja, solche Gespräche gibt es auch bei mir. Zwar nicht viel aber interessante sind es trotzdem.
    Ich bin hauptberuflich ebenfalls nicht im Affiliate-Marketing unterwegs. Aber wie du es schon einfach beschrieben hast, es handelt sich um Abgreifen von Provisionen. Ich vermittle den Verkauf und verdiene daran. Nicht mehr und auch nicht weniger.

    Wer mehr wissen will (und das sind meist nicht viele) bekommt Details.

  6. Vincent
    21. Juni 2011 at 20:52

    Super Artikel! Also ich bin ja noch nicht im Affiliate Marketing aktiv und daher erzähl ich eigentlich nur von Facebook, Twitter und Bloggen (wenn danach gefragt wird). Wenn ich sage das ich zu Themen recherchiere und dann etwas dazu schreibe sind alle umgehauen das man auch was „kreatives“ im Internet machen kann. Wie „Timo“ erwähnte find ich´s nämlich gar nicht leicht ein erfolgreiches Projekt zu starten, denn wenn ich von mir selbst ausgehe würde ich auch nie über Affiliate Seiten kaufen.

    Viele Grüße, Vincent

  7. Viktor
    25. Juni 2011 at 11:45

    Kann ich gut nachvollziehen…Schwer wird das erklären besonders dann, wenn die fragenden Personen nur auf die Gewinne, jedoch nicht an dem langen Weg dorthin interessiert sind.

  8. Rückblick auf die 25. Kalenderwoche 2011 | Zafenat
    25. Juni 2011 at 13:32

    […] So manch ein Blogger mit seiner Webseite Einnahmen verzeichnen kann, wird schonmal die Frage gehört haben, wie er das macht. Wie Christian das fragenden Personen erklärt, schreibt er auf zweitdoteins. […]

  9. Crazy Girl
    25. Juni 2011 at 18:11

    Da ich ja schon seit vielen Jahren hauptberuflich mein Geld im Internet verdiene, kenne ich diese Fragen zur Genüge. Und da die meisten Personen das sowieso nicht verstehen, bzw. einige auch kein Verständnis dafür aufbringen möchten und viele der Meinung sind, dass man eh nur vorm PC sitzt, in der Nase bohrt und dafür tausende von Euros kassiert, gehe ich auf solche Fragen nicht mehr wirklich ein. Für Kenner nenne ich mich „Webworker“ und für alle anderen biete ich verschiedenste Dienstleistungen rund um das Medium Internet an und betreibe eigene Webseiten sowie einen Shop.