Vier Punkte mit denen Ihr eure Conversion auf Affiliate-Projekten steigern könnt

Heute möchte ich mal auf ein Basic-Thema eingehen, was meiner Meinung nach im Affiliate-Marketing aber deutlich vernachlässigt wird. Und zwar die Erhöhung der Conversion durch einfaches testen der Elemente. Ich gehe in diesem Artikel auf die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte ein, die man bei der Coversion-Optimierung eines Affiliate-Projektes beachten sollte. Natürlich gibt es noch viele weitere Wege, mehr Leads und Sales einzusacken, aber alleine mit diesen vier Punkten, habe ich selber schon öfters sehr gute Erfahrungen gemacht und die Conversion deutlich erhöht.

Bei einem meiner Projekte stieg die Zahl der Besucher von heute auf morgen gewaltig – was natürlich an den entsprechenden Rankings lag, die sich für das Projekt ebenfalls drastisch verbessert haben. Doch die Leads und Sales blieben irgendwie aus bzw. kamen nur sehr wenige. Nachdem die Seite nun also gute Rankings und auch entsprechenden Traffic vorweisen kann, musste ich nun dafür sorgen, dass sich die Conversion verbessert. Doch wie stellt man sowas eigentlich an? Nun, zuerst habe ich geschaut, wo die Buttons, die zu den Merchants führen, platziert waren. Waren die Plätze optimal? Und würde sich vielleicht sogar noch was an den Buttons ändern lassen? Aber schauen wir uns mal die wichtigsten Punkte zur Optimierung der Conversion auf einem Affiliate-Projekt an.

Kann ich den Button sehen, ohne zu scrollen?

Viele Menschen sind einfach sehr, sehr faul und möchten die von mir geschriebenen Texte nicht lange durchlesen. Deshalb werden einfach nur die wichtigsten Elemente angeschaut: Preis, Vorteile, Nachteile und die Bewertung. Dann soll es direkt zum Shop gehen. So sieht der Idealfall aus. Aber sehen meine Besucher das Call-to-Action Element, ohne großartiges Scrollen über die Webseite? Wenn nicht, dann gibt es auch kein Klick, kein Cookie, keine Provision. Also wurde der Button in den Sichtbaren bereich verschoben. Meiner Meinung nach ist auch einer am Ende der Seite wichtig, denn die Leute, die sich den Text durchlesen – egal wie wenige es sind: Sie bringen euch den Klick, den Cookie und auch die Provision! – möchten nicht wieder erst nach oben scrollen. Macht es euren Besuchern so einfach wie möglich, den Button zu finden und den Klick zu bringen!

Lasst den Besucher keine Zeit verlieren!

Es gibt Stimmen die sagen, dass die Besuchszeit der Besucher auf einer Webseite mit in das Ranking einfließt. So schön so gut. Aber: Das interessiert den Nutzer nicht. Ganz einfach. Der Nutzer möchte sich schnell informieren und am liebsten keine Zeit verlieren. Also: Bietet ihm wichtige Elemente, die ihm dabei helfen. Ein gutes Beispiel: Bietet ihm, in der nähe des ersten Call-to-Action Elementes, der ohne scrollen sichtbar ist, eine Liste mit den wichtigsten Informationen zum Dienst, Produkt, what ever. In vielen Fällen reicht hier schon eine einfache Liste, die dem Nutzer alles aufzählt, am besten direkt neben dem Call-to-Action Element. Fertig. Bietet euren Besuchern schnelle und einfach zu verstehende Informationen!

Farbenrausch – Wie auf LSD!

Eure Call-to-Action Elemente müssen ins Auge fallen, um wahrgenommen werden zu können. Bedeutet: Wenn Ihr viel Rot auf eurer Webseite benutzt, setzt keine roten Buttons ein. Klar kann das Funktionieren – tut es in den meisten Fällen aber nicht. Setzt auf Kontraste, aber geht damit behutsam um. Auf einer Webseite, die in Braun gestaltet wurde, würde zwar ein pinker Button ins Auge fallen, aber andere Farben wie Orange zum Beispiel auch. Es gibt einfach Farben, die vom Nutzer (Abhängig der Branche!) bewusst nicht wahrgenommen werden. Testet doch einfach mal verschiedene Button-Farben oder andere Call-to-Action Elemente im A/B-Test. Warum? Weil ihr so die genausten Werte erhaltet, welche Farbe von Button, Banner, etc. wirklich beim Nutzer zieht und für Conversion sorgt. Vergesst ganz schnell die Idee, eine Woche einen blauen Button zu nutzen, eine Woche später einen roten! So erhaltet ihr mit Sicherheit keine konstanten Werte, weil sich nicht nur der Traffic verändert, sondern auch die Zielseite, das Keyword, etc pp. Testet Farben, als wenn eure Buttons auf einem LSD-Trip wären!

Beschriftungen testen

Eines der Themen, welches in der Conversion-Optimierung (besonders im Affiliate-Marketing!) sehr stark vernachlässigt wird. Oft wird einfach nur für eine kostenlose Eintragung in ein Newsletter die Beschriftung „Jetzt kostenlos Eintragen“ verwendet. Hier kann auch einiges optimiert werden: Testet die verschiedensten Beschriftungen, die euch einfallen! Aus „Jetzt kostenlos Eintragen“ könnte man auch „Direkt kostenlos Eintragen“ oder „Kostenlosen Newsletter bestellen“ machen. Es gibt bestimmt über eine Millionen Aufforderungen, die auf dieses Beispiel, aber auch auf tausende andere Beispiele, passen würden. Beschriftungen testen und schauen, wie sich die Conversion verändert!

Fazit

Ohne richtiges testen werdet ihr wohl nie auf eine bessere Conversion kommen – soviel kann ich euch sagen. Das denken, dass mehr themenrelevanter Traffic auch mehr Leads und Sales bedeuten, stimmt zwar teilweise, aber ich verspreche euch, dass sich in den meisten Fällen noch einiges optimieren lässt. Beachtet einfach die oben genannten Punkte und testet ein wenig, dann werdet ihr wissen, was besser für euer Affiliate-Projekt ist und was nicht. Selbst wenn während der Tests eure Conversions in den Keller fallen, was durchaus sein kann, einfach weiter testen! Es wird sich später auszahlen!

5 Kommentare

  1. Dein Artikel gefällt mir gut, leider wird es wirklich oft vernachlässigt und nur darauf geachtet mehr Traffic zu bekommen, dabei kann man durch Conversion optimierung den Einnahmen meist „leichter“ und „schneller“ steigern. Zwei Dinge würde ich gerne ergänzen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das Pfeile auf den Buttons Wunder wirken. Genauso gut funktioniert die kleine Hand, die jeder kennt wenn man über einen Hyperlink geht, diese auf den Button setzen und jedem ist klar hier muss ich klicken.

    Wer ein größeres Affiliate Projekt hat (nicht die Nischenseiten mit 4 Unterseiten) hat auch Seiten die eher informellen Charakter haben, wo es also keine Conversion Elemente gibt. Daher baue ich (wenn es Sinnvoll ist) meist ganz oben in der Sidebar einen Button der sagt, „Zu den Produkten“ und verlinke dann auf einen Shop in die Übersicht. Wie gesagt, geht nur, wenn die Affiliate Seite ein recht enges Thema hat, welches in einem Shop abbildbar ist.

  2. Hallo Christian,

    guter Beitrag – der Punkt „Kann ich den Button sehen, ohne zu scrollen?“ ist mir auch erst vergangene Woche aufgefallen – in vielen Fällen wird nur der Einleitungssatz gelesen und danach direkt weggeklickt, wenn ein Button vorhanden ist, wird direkt darauf geklickt.

    Im Anschluss sollte man auch schauen, welcher Button mehr geklickt wird und Varianten von Button testen.

  3. Du hast Recht. Entscheidende Inhalte oder Call-to-Action Elemente egal ob Buttons oder Formulare sollten immer above the fold sein. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht mit Projekten, bei denen ich solche Elemente nach oben geholt habe. Die Conversion stieg sprungartig an.

    LG, Chris

  4. Ich glaube das mit den Farben ist extrem wichtig. Grelle Farben schrecken meiner Erfahrung nach den Kunden nur ab. Es sollten helle, aber gedeckte Farben sein. Angenehm in der Betrachtung.

  5. Ich habe mich in letzter Zeit häufig gefragt, wie wohl die Conversion von Landing Pages aussieht, die echt tausende und abertausende von Wörtern, Erklärungen, Meinungen und und und einbauen. Also mir ist das meistens zu blöd, alles zu lesen und schon bin ich wieder weg. Wo liegt denn ungefähr die ideale Länge eines Textes? Was sollte rein? Worauf kann man verzichten?

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