Neue Nischen oder doch Altbewährtes?

Jeder Affiliate hat seine eigenen Nischen gefunden, mit denen er Geld verdient. Der eine ist in der Browsergame-Branche, ein anderer verdient mit Versicherungs-Partnerprogrammen sein Geld und wieder ein anderer tobt sich im Musik-Bereich aus. Doch irgendwann kommt der Knackpunkt, da möchte ein Affiliate seinen Themenbereich erweitern und eine neue Seite aufbauen, die er dann gleichzeitig zu seinem anderen Projekt betreut. Oder ein Affiliate-Neuling möchte anfangen sein Geld im Internet zu verdienen und eine eigene Landingpage oder sogar größeres Projekt starten. Also machen sich beide auf die Suche nach einer Nische. Doch nach was sucht man eigentlich? Sollte man besser neue Nischen nehmen, also Themen und Keywords, die nicht so umkämpft sind, oder doch lieber auf Altbewährtes setzen und versuchen sich Provisionsstarken Nischen breit zu machen?

Der Fall: Affiliate-Neuling

Ein Neuling im Affiliate-Marketing, der noch nicht all zu viel Ahnung von der ganzen Materie hat und auch kein SEO-Profi ist, sollte sich besser nach neuen, kleineren Nischen umsehen. Fakt ist einfach, das es dort einfacher ist das erste Geld zu verdienen, weil die Rankings relativ schnell stehen können. Die Keywords sind nicht hart umkämpft, die Konkurrenz ist gar nicht vorhanden oder schlecht optimiert – optimale Voraussetzungen das erste eigene Projekt zu starten und um die ersten Euros zu verdienen. Das Motiviert weiter zu machen.

Der Fall: Affiliate-Kenner

Personen die sich im Affiliate-Marketing auskennen, ein großes Netzwerk an Kontakten haben und auch wissen wie man eine Webseite optimiert, können sich in Nischen umschauen, die stärker umkämpft sind und auch dementsprechend Provisionen zahlen. Trotzdem sollte sich der Affiliate darüber Gedanken machen, ob sich die Arbeit überhaupt lohnt, denn in stärker umkämpften Nischen findet man nicht nur mehr Konkurrenz, sondern auch stärker optimierte Webseiten vor. Bevor die ersten Euros mit diesem neuen Projekt rollen, muss sehr viel Arbeit, Zeit und vielleicht auch Geld investiert werden. Daher wäre es vielleicht auch für den Affiliate-Kenner oder besser gesagt für den fortgeschrittenen Affiliate besser, wenn man sich in kleineren, weniger umkämpften Nischen umschaut.

Mythos: In kleinen Nischen verdient man zu wenig

Das man in kleinen Nischen wenig verdient, stimmt nur zur hälfte. Insgesamt verdient man zwar weniger, als wenn man mit dem Keyword „Kredit“ auf Platz 1 bei Google steht, aber Geld verdient man trotzdem. Und das muss nicht immer gerade wenig sein. Aber wie definieren Affiliates überhaupt das Wort „wenig“? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das man mit Keywords, die nicht einmal 800 Anfragen im Monat (laut Google AdWords Keyword-Tool) besitzen, genug Leute auf die Webseite bzw. Landingpage locken kann, um einen dreistelligen Betrag zu verdienen.

Das dass Keyword „Kredit“ mehr Anfragen besitzt und man in dieser Branche sehr viel Geld verdienen kann, liegt auf der Hand. Aber fakt ist auch, das auch schon ein dreistelliger Betrag nicht wenig Geld ist. Gehen wir davon aus, das ein kleines Projekt glatte 100 Euro im Monat abwirft. Ziehen wir jetzt noch die Hostingkosten für dieses kleine Projekt ab, sind wir – wenn wir die Hostingkosten sehr hoch ansetzen – bei 90 Euro (nur als Beispiel!). 90 Euro im Monat haben oder nicht haben. In den nächsten Monaten setzen wir uns hin und machen 10 weiterer solcher kleinen Landingpages in den kleinen Nischen, die jeweils die gleichen Einnahmen fahren. Dann liegen wir bei 990 Euro im Monat, was ein überdurchschnittliches Monatsgehalt eines Auszubildenden ist.

Ich bin also der Meinung, das der Mythos, das man in kleinen Nischen zu wenig verdient, das sich die Arbeit gar nicht lohnt, nicht stimmt.

Altbewährtes bedeutet nicht nur viel Geld

Affiliates, die sich denken „Los, ich mach eine Seite über Kredite oder Versicherungen und werde reich“ überdenken ihren Plan gar nicht. Keine Frage: In solchen Nischen lässt sich sehr viel Geld verdienen. Aber: Mal drüber nachgedacht, wie viel Arbeit es eigentlich ist, bis Gewinne eingefahren werden? In solchen Nischen tummeln sich tausende von SEOs und Affiliates, das man gar nicht mehr mitzählen kann. Es ist zwar möglich auf Platz 1 in der Google-Suche zu stehen, dafür braucht es aber extrem viel Zeit, Arbeit und auch das passende Kleingeld. Denn bis die Seite erstmal Gewinn abwirft, hat euch euer Hoster schon mehrmals zur Kasse gebeten.

Thumbnail: aboutpixel.de / men@work © Lars Eirich

3 Kommentare

  1. Immer auf dem Boden bleiben und die Ziele nicht gleich im Himmel suchen, das ist wohl ein Tipp, der in allen Lebensbereichen gilt.

    Ein weiterer Vorteil dabei ist natürlich, dass man eben nicht von einem einzigen Projekt abhängig ist und einen Einbruch bei einem durchaus wegstecken kann – wer anfangs nur auf ein „hochwertiges“ Projekt setzt, schaut dann recht blöd aus der Wäsche, wenn es aus welchen Gründen auch immer (passieren kann ja immer etwas) einbricht.

  2. Es ist sicherlich nicht einfach eine passende Nische zu finden. Manchmal gehört vielleicht auch einfach eine ganze Menge Glück und Mut dazu. Es kann auch gut passieren, dass man denkt die perfekte Nische gefunden zu haben, viel Zeit und Mühe investiert, das ganze Projekt aber floppt.

    Alles in allem hast du aber mit deinem Artikel vollkommen recht und ich werde ihn mir noch einmal zu Herzen nehmen und drüber nachdenken.

  3. Hallo,

    ich denke, dass die meisten in diesem Bereich mehrere Projekte am Start haben. Nach meiner Ansicht ist es gut, wenn man wie bei Aktien streut. Wer auf verschiedene Pferde setzt tut sich leichter eine gute Platzierung und so auch gute Besucherzahlen zu bekommen.

    freundliche Grüße
    Josef

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