Geld verdienen mit dem eigenem Blog – Voraussetzungen

Öfters wurde nun schon gefragt, wie man mit seinem eigenem Blog Geld verdienen könnte um sich entweder ein kleines Taschengeld nebenbei damit aufzubauen oder sogar davon leben könnte. Und bevor ich jetzt langsam auf das Hauptthema des Beitrags eingehe, möchte ich erwähnen das nur die wenigsten es schaffen, nur vom Bloggen zu leben. Das Problem bei einem Blog ist nämlich, das hinter einem Besuch selten eine Kaufentscheidung liegt, sondern meistens nur das Interesse am Thema selber. Trotzdem ist es aber Möglich, mit dem eigenem Blog Geld zu verdienen, nur eben in den seltensten Fällen so viel, das man auch wirklich gut davon leben kann. Ich selber kenne das von meinem eigenen Blog, der zwar Gewinne einfährt, aber nicht so viel, das ich davon leben kann. Wer Geld mit seinem Blog verdienen möchte, braucht ein paar Voraussetzungen, damit überhaupt Geld verdient werden kann. Über diese möchte ich heute im Beitrag ein wenig schreiben, damit jeder mal schauen kann, ob sein Blog überhaupt dazu taugt, Geld einzufahren.

Voraussetzungen zum Geld verdienen

Zunächst sollte der Blogger natürlich wissen, was er möchte: Affiliate-Marketing, AdSense oder Direktvermarktung. Alles auf einmal geht auch, lässt den Blog mit der ganzen Werbung aber etwas nach Spam aussehen. Für alle drei Varianten möchte Grundbedingungen erwähnen, die Vorhanden sein müssen, damit überhaupt Geld fließen kann.

Affiliate-Marketing

Beim Affiliate-Marketing werden Produkte und Shops beworben, die beim Abschluss einer Transaktion (Lead, Klick) oder Verkaufs (Sale) Provisionen an den Affiliate (der, der den Shop oder das Produkt bewirbt) abtreten. Die Provisionen sind festgelegt, können aber mit dem Merchant, also dem Betreiber des Partnerprogramms verhandelt werden, wenn man selber als Affiliate sehr gute Ergebnisse erzielt.

In einem Blog ist die Bewerbung von Produkten und Shops denkbar einfach, denn wenn ich jetzt ein SEO-Tool getestet habe, oder mitbekomme, das ein neues SEO-Tool veröffentlicht wird, einfach darüber schreiben und das auch bewerben kann. Das Problem liegt aber darin, das nur wenige ein solches SEO-Tool auch benötigen oder kaufen möchten, so das nur wenige Leads und Sales zustande kommen.

Die wichtigste Grundvoraussetzung für das Affiliate-Marketing im eigenem Blog ist wohl die Relevanz zum beworbenen Produkt oder Shop. Es würde sehr wenig bis gar nichts bringen, wenn ich hier auf meinem SEO- & Affiliate-Blog Grillzubehör bewerbe. Viel mehr würden dann schon SEO-Tools, Fachzeitschriften und Fachbücher und eben andere Produkte aus meinem restlichen Themenbereich passen und auch sichtlich mehr bringen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist das Vertrauen der Besucher zum Blogger. Wenn ich ein unbekanntes Produkt bei einem unbekannten Shop bewerbe, müssen mir meine Besucher vertrauen, das in dem Shop alles mit rechten Dingen zugeht bzw. man nicht Opfer eines Betruges wird. Dieses Vertrauen muss man sich hart erarbeiten, indem man immer weiter bloggt und möglichst lange dabei ist.

AdSense im Blog

Auch ich habe AdSense-Anzeigen im Blog, welche in jedem Beitrag oben rechts angezeigt werden. Bei AdSense verdient man pro Klick und nicht pro Verkauf. AdSense ist so lukrativ, weil Klicks eben schneller getätigt werden als ein Kauf, denn ein Klick kostet nichts außer ein paar Sekunden. Weiterhin ist das schöne am AdSense-Programm von Google, das sich die AdSense Anzeigen immer nach dem Content und nach dem Surfverhalten der Besucher anpassen und immer sehr relevant sind. Man braucht sich also eigentlich um nichts mehr kümmern, außer eben um die Optimierung der Anzeigen um die Klickrate etwas in die Höhe zu treiben. Grundlagen für eine solche Optimierung findet ihr bei Lars im Blog.

Eine Voraussetzung für Google AdSense ist, das man im Programm überhaupt aufgenommen wird, was gar nicht so einfach ist. Ich wurde auch erst nach dem Zehnten oder Elften Versuch angenommen, obwohl mein Blog schon länger bestand. Wichtig dabei ist, das man sich an die Google Richtlinien hält und der Blog frei von Malware und Pornografie ist.

Direkte Vermarktung von Werbeflächen

Die direkte Vermarktung ist eine der beliebtesten Einnahmequellen unter den Bloggern, denn hier hat man garantierte monatliche Einnahmen, sofern Partner vorhanden sind, die auch im Blog die Werbung buchen. Bis man allerdings an solche Partner kommt, dauert es einige Zeit, denn welcher Unternehmer möchte schon auf einem Blog Werbung buchen, der wenig Beiträge veröffentlicht und dabei noch eine geringe Reichweite hat.

Um Werbeflächen direkt vermarkten zu können, ist ein Blog die Grundbasis, auf welchem regelmäßig guter Content veröffentlicht wird. Desweiteren ist die Reichweite des Blogs (Feed-Abonennten, Facebook-Fans, Twitter-Follower, etc) ein weiterer wichtiger Grundstein für die Direktvermarktung. Ralf hat in seinem Blog ein Erfahrungsbericht mit der Direktvermarktung geschrieben und erwähnt dabei, das nicht nur der Traffic entscheidend ist. Der gleichen Meinung bin ich auch, denn neben Traffic ist auch die Reichweite und die Reputation ein wichtiger Faktor.

Traffic

Bei allen drei Einnahmequellen gibt es Grundvoraussetzungen, die ich auch genannt habe. Doch auf den Traffic bin ich nicht eingegangen, denn der Traffic ist ein Faktor, welchen ich nicht als das Non-Plus-Ultra bezeichnen würde. Klar klingt es auf den ersten Blick logisch, das wenn ich mehr Traffic auf dem Blog habe, auch mehr Geld verdienen kann. Die Frage ist allerdings, von was für einer Art Traffic geredet wird. Ist der Traffic eher minderwertig und kommt nur wegen reinen Traffic-Artikeln oder für Freebies, bringt der Traffic wenig. Berichte ich aber über ein Themenrelevantes Thema, wie zum Beispiel einem SEO-Tool und binde dafür auch ein Partnerprogramm ein, liegt die Wahrscheinlichkeit höher, mehr Geld mit mehr Traffic zu verdienen.

Traffic ist aber keine Garantie, das ich auch Geld mit meinem Blog verdiene, was nicht jeder berücksichtigt und beherzigt. Eine Garantie gibt es sowieso nicht, nur eine Wahrscheinlichkeit, die ich aber beeinflussen kann, je nachdem wie ich meinen Blog pflege, die Partnerprogramme einbinde und die Anzeigen optimiere. Trotzdem ist Traffic eine Voraussetzung um mit dem Blog Geld zu verdienen, denn wenn der Traffic gleich Null ist, kann auch nichts verdient werden.

Analysieren und Optimieren

Was nützt uns Affiliate-Marketing und AdSense auf dem Blog, wenn kein Geld damit verdient wird? Daher ist es besonders wichtig, die Anzeigen genau zu beobachten, zu analysieren und entsprechend zu optimieren. Beim Affiliate-Marketing genau so wie bei den AdSense-Anzeigen ist die Position genau so wichtig, wie der Inhalt der ausgegeben wird. Daher ist es wichtig, das Klickverhalten der Besucher zu beobachten und die Anzeigen oder Banner entsprechend durch Veränderung der Position zu optimieren. Die Anzeigen von Google AdSense sollten auch im Aussehen mal verändert werden und anschließend weiter beobachtet werden. Ein Test zwischen nur Text-Anzeigen und nur Bild-Anzeigen bei den Google AdSense-Anzeigen ist auch oft sehr aufschlussreich.

Optimierung der Direktvermarktungswerbeflächen

Auch die Werbeflächen für die Direktvermarktung können optimiert werden, jedoch nur, wenn zum Zeitpunkt keine Werbepartner die Werbeflächen gebucht haben, denn schließlich hat der Werbepartner diese Werbefläche gebucht und wenn die während der Laufzeit anders positioniert wird, kann das in Ärger und Stress enden.

Bei der Optimierung der Werbeflächen geht es ebenfalls um die richtige Positionierung der Werbebanner, denn Platz gibt es in einem Blog genug. Man sollte sich vielleicht auch mal bei anderen Blogs umschauen, wo diese Werbebanner platziert haben und sich überlegen, ob man das nicht auch auf dem eigenem Blog so anwendet. Beliebte Werbeflächen sind in der Sidebar, doch dort sind nicht immer die lukrativsten. Je mehr Beachtung die Anzeige geschenkt bekommt, desto mehr kann man auch für die Werbefläche an Geld verlangen.

Zum Beispiel finde ich persönlich eine Werbefläche im Content (meistens oben Rechts, wo ich meine AdSense-Anzeigen eingebaut habe) attraktiver, als in der Sidebar. Denn: Der Content wird von den Besuchern gelesen, der Banner meistens als dazugehörig interpretiert. Selbst wenn die Besucher wissen, das es sich dabei um eine Werbeanzeige handelt, so befindet sich der Banner im direkten Blickfeld des Besuchers, nämlich im Content.

Eventuell sollte man sich auch Gedanken machen, andere Formate für die Banner zu verwenden. Die altbekannten Banner in der Größe 468×60 Pixel sind am meisten vertreten und werden schon als Werbung interpretiert. Am besten ist es, wenn man sich außerhalb typischer Bannergrößen orientiert und die Banner gegebenfalls an den Blog anpasst. So wirkt dieser als festes Bestandteil des Blogs, was wiederum zu höheren Klickraten führen kann, was letztendlich für den Werbepartner sehr lukrativ ist.

Fazit

Für die Monetarisierung eines Blogs ist es also nötig eine Grundbasis zu haben, die dann mit themenrelevanten Anzeigen bestückt wird. Man erkennt, das Traffic nicht die einzige Voraussetzung ist und vor allem auch nicht die wichtigste. Was denkt ihr über die Voraussetzungen um mit einem Blog Geld zu verdienen und vor allem: Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

5 Kommentare

  1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich gerne mal jemand meldet und mitteilt, dass er ähnliche Beiträge gefunden habe und ebenso etwas für einen hätte. Ich denke dies zeigt auch dein Fazit auf, denn man muss eine gewisse Basis haben, damit es funktionieren kann.

  2. Eine schöne Mischung aus allen zur verfügung stehenden Vermarktungs- Methoden ist für Mischblogs wie meinem eine gute Wahl.

    Mit einem Themenblog geht es besser mit den festen Werbepartnern.
    Affiliate kommt bei mir fast gar nicht zum Einsatz und Anfragen dazu lehne ich ab,dafür ist mein Hauptblog nicht geeignet.

  3. Toller Artikel und da ich mir aktuell Gedanken über Werbung auf meiner Page mache, kommt dieser wie gerufen.

    Bis jetzt bin ich auf folgendem Dampfer: Die beste, stabilste und ertragsreichste Vermarktung ist die Direktvermarktung wie z.B. Banner auf X Content-Seiten für Betrag X. Auf Platz zwei kommt das Affiliate-Marketing da ich hier Leads und Sales generieren kann, welche auch gut vergütet werden. Und ganz klar, auf Platz 3 ist AdSense da ich hier nur für viel Traffic und dann die Klicks vergütet werde. Klar wo man etwas nicht direkt vermarkten kann oder kein passendes Affiliate-Marketing Produkt findet da muss man sich entscheiden ob man dort AdSense einsetzt oder nicht.

  4. Hallo Christian,
    interessanter Artikel!

    Zum Absatz:

    „Zum Beispiel finde ich persönlich eine Werbefläche im Content (meistens oben Rechts, wo ich meine AdSense-Anzeigen eingebaut habe) attraktiver, als in der Sidebar. Denn: Der Content wird von den Besuchern gelesen, der Banner meistens als dazugehörig interpretiert. Selbst wenn die Besucher wissen, das es sich dabei um eine Werbeanzeige handelt, so befindet sich der Banner im direkten Blickfeld des Besuchers, nämlich im Content.“

    Ich denke dass Werbeflächen im Content auch negativ auf das Image des Blogs auswirken können. Es sollte nicht zu übertrieben sein. Einige User reagieren hier empflindlich…

    Zum Blog allgemein:

    Ich lese bei dir seit einigen Monaten mit und finde die Artikel sehr interessant. Von deiner Art und Weise zu erzählen wirst du übrigens immer besser.

    VG
    Nico

  5. Hallo Christian,
    Dein Artikel ist wirklich genial, insbesondere die Infos zur Positionierung der Werbeflächen war sehr hilfreich, das habe ich noch nirgends gelesen und werde dies gleich mal ausprobieren. Die Banner, anderes Format, im Text einzubauen ist sehr schlau.

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