Dinge, die viele Affiliates sehr gerne vergessen

hacker. Young man with laptop is looking back

Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, dass ich hier so wenig blogge. Wenn ich mal an die besseren Zeiten denke, kam hier auf zweidoteins.de fast jeden Tag ein Artikel, jetzt bin ich froh wenn ich jedes Jahr mal einen schaffe. Das liegt aber daran, dass ich einfach unglaublich viel zu tun habe und dann meine kleine Spielwiese hinten anstellen muss. Heute will ich mal wieder. Und zwar schreibe ich über Dinge, die Affiliates sehr gerne vergessen. Aber was versteckt sich dahinter? Im Grund ist es einfach: Der Nutzer wird außer Acht gelassen.

Der Nutzer spielt aber eine wichtige Rolle. Denn er ist es letztlich, der die Affiliate-Seite nutzt um ein Produkt zu finden und es dann zu kaufen. Es ist schon ein wenig Paradox: Affiliates wollen Geld verdienen, lassen aber die Person außen vor, die das Geld mitbringt. Doch inwiefern vergessen viele Affiliate den Nutzer und was hat es damit auf sich? Darüber könnte man streiten. Ich selber bin ja auch Affiliate, surfe täglich auf eigenen Seiten aber auch auf fremden. Und mir fällt immer mehr auf, dass die Seiten nicht nur gleich aussehen, sondern auch teilweise grottig sind.

Der Nutzer braucht Informationen

Schaue ich mir die Seiten an, fällt mir oft auf, dass es extrem lange Texte gibt. Das scheint momentan ein Trend zu sein, denn „Content ist King“. Und Google liebt Content. Rankings und so. Das Problem: Der Content erzählt entweder die ganze Zeit das gleiche oder ist sowas von unstrukturiert, dass ich nach 5 Sätzen keinen Bock mehr habe zu lesen. Klar kann man es so machen, denn der Nutzer soll ja nicht die Texte lesen, sondern auf den Kaufen-Button klicken, zum Partner weitergeleitet werden und dann kaufen. Mehr wollen viele Nutzer vom Affiliate gar nicht. Und das ist blanker Schwachsinn.

Beliebt sind ja die sogenannten „Test-und-Vergleichs-Seiten“, auf denen dann zum Beispiel 1000 Grills getestet, bewertet und miteinander verglichen wurden. Aber wenn man doch so eine Vergleichsseite hat, wieso bietet man dem Nutzer nicht auch direkt alle Informationen, die er gerne haben möchte? Ich mein, wenn ich mir einen Gasgrill kaufen möchte und auf eine Webseite gelange, auf der angebliche Tests sind, dann sollten da auch schon alle wichtigen Informationen zu finden sein, mit denen ich arbeiten kann. Mir geht es schließlich darum einen Gasgrill zu kaufen und nicht schnellstmöglich in einen Shop zu wechseln, der Gasgrills anbietet – und dass ich mir erst dort alle Infos raussuche.

Hier wird leider oft geschlampt. Macht es dem Nutzer doch einfach, strukturiert eure Inhalte, bereitet eure Texte ein wenig auf – zum Beispiel mit Bildern, Listen, kleineren Absätzen und so weiter. Das macht es nicht nur übersichtlicher, sondern auch einfacher für den Nutzer.

Alle Seiten sehen gleich aus

Ist euch schonmal aufgefallen, dass alle Seiten nach Schema-F aufgebaut werden? Scheinbar scheint dieses Schema-F so gut zu funktionieren und fährt mordsmäßige Umsätze ein. Und dann noch die ganzen Seiten, die mit dem gleichen WordPress-Theme aufgebaut sind. Ich mein, ein solches Theme, welches speziell für Affiliates entwickelt wurde hat seine Daseinsberechtigung, aber bitte: Zu viel davon sind auch nicht gut. Die Leute sind ja nicht doof und merken dass es sich um ein und das selbe Theme handelt.

Baut doch lieber mal Seiten, die sich von der Konkurrenz unterscheiden. Das macht euch nicht nur einzigartig, sondern kann euch auch weiter bringen. Alleine die Tatsache, dass man sich davon von der Konkurrenz absetzt, sollte die Arbeit doch schon Wert sein. Nur weil etwas auf Seite A funktioniert, muss man es noch lange nicht auf Seite B bringen und hoffen, dass es genau so funktioniert.

Es wird zu wenig getestet

Damit kommen wir dann auch schon zu einem nächsten Punkt: Das testen. Es wird zu wenig von den Affiliates getestet. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ein Affiliate eine Seite baut und damit – beispielsweise 5000 Euro im Monat verdient. Dann lässt er die Seite so, obwohl genug Traffic da ist, der zu mehr Umsatz führen könnte. Aber man möchte ja lieber die 5000 Euro sicher haben, statt mal ein wenig auszuprobieren und vielleicht auch mehr zu verdienen.

Denn: Das testen kann natürlich auch dazu führen, dass man weniger Umsatz fährt. Ja, dass kann sein. Aber dann hat man wenigstens ein Ergebnis. Man belässt es bei dem, was gerade funktioniert und fährt diese Schiene weiter. Ich finde, dass ich ein weiterer Punkt der von Affiliates gerne vergessen wird. Schade eigentlich, denn durchs testen kann man nicht nur mehr Umsatz fahren, sondern auch viele neue Dinge herausfinden.

SEO, SEO, SEO.

Als ich angefangen habe als Affiliate dachte ich nur an SEO. Ich dachte nur daran, wie ich es schaffe bei Google gut platziert zu werden um Traffic zu bekommen und damit Geld zu verdienen. Schlechte Einstellung. Denn nur den Blick auf Google-SEO zu haben ist schonmal Schrott. Man sollte auch offen für andere Wege sein, die Traffic bringen können. Klar: Ein Ranking mit „Actioncam kaufen“ wird wahrscheinlich mehr bringen als ein gut gefüllter Kanal auf Instagram, dennoch kann man auch um eine Affiliate-Seite eine Community aufbauen.

Das habe ich selber schon gemacht. Und es bringt wunder, denn auf einmal hat man nicht nur andere Traffic-Quellen, sondern erreicht auch viel mehr Leute. Und schon kann man wieder andere Wege gehen. Ich habe zum Beispiel eine Newsletter-Liste aufgebaut, konnte damit dann Instagram-Account, Facebook-Seite und Pinterest-Profil erfolgreich bewerben, habe dort schnell einige Follower bekommen. Auch der Youtube-Kanal hat ein schönes Wachstum hingelegt. Und was konnte man damit nun anstellen? Nun, wenn man da als Affiliate schon selber nicht drauf kommt…

Der Newsletter ist eine Wunderwaffe. Wenn es mal was interessantes auf Amazon in den Schnäppchen gibt, geht ein Newsletter raus. Aber denkt nicht dass ich Spam betreibe. Nein, es handelt sich wirklich um einen Newsletter, in dem ich neue Themen aufgreife, Bilder zeige und so weiter. Er bietet wirklich einen Mehrwert. Und dann gehen halt mal ab und zu diese Schnäppchen-Mails raus. Womit ich ja wieder einen Mehrwert biete, weil ich Produkte die zu meiner Zielgruppe passen, vorstelle und aufzeige dass es sie gerade deutlich günstiger gibt. Es gibt tausend Möglichkeiten, die man mit den sozialen Netzwerken und einem Newsletter als Affiliate anstellen kann.. Aber leider wird das nicht so häufig genutzt wie ich eigentlich dachte.

Fazit

Affiliates vergessen einiges. Sie denken meistens nur an das Geld (was ja der Sinn und Zweck vom ganzen ist), aber nicht wie man andere Wege gehen kann, wie man mehr aus seinem Traffic macht und vor allem denken sie meistens nur an Google. Ich finde ja, man sollte auch mal andere Wege gehen, nicht nur an die Google Rankings denken, sondern auch, wie man wiederkehrende Besucher generiert, die vielleicht den ein oder anderen Euro noch da lassen. Denn auf einer Gasgrill-Seite muss man ja nicht nur Gasgrills testen. Man kann einige weitere Inhalte zur Verfügung stellen, die guten Traffic generieren, der vielleicht auch wiederkommt und mit Sicherheit den ein oder anderen Euro generiert.

Ich bin aus dem bloggen raus – was man vielleicht auch an diesem Inhalt merkt. Ist aber nicht schlimm, hauptsache ich habe mal wieder was geschrieben. Ich hoffe, ich konnt dem ein oder anderem Affiliate hier mal aufzeigen, was man noch so machen kann – und ich hoffe, dass ich in Zukunft mal mehr Artikel raushaue und neue Sichtweisen aufzeigen kann.

1 Kommentar

  1. Alle wollen bei Google gut ranken und viele tun auch sehr viel dafür. Nur, die letzten Jahre haben doch gezeigt in was für einer Abhängigkeit man dann steckt. Ändert Google den Algo war das investierte Geld für die Katz. Dein Weg ist nicht verkehrt. Er bringt wahrscheinlich nicht die Besucher die man bekommen könnte wenn man bei Google gut rankt – aber er ist wesentlich sicherer.

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