Cookie Stuffing eBook – Dunkel und Böse!

Vor einigen Tagen hat sich die tiefdunkelblau GbR mit mir in Verbindung gesetzt und mir das das Cookie Stuffing eBook vorgestellt. Freundlicherweise überließ man mir ein Gratis-Exemplar, damit ich mir das eBook mal durchlese und auch ein kleines Review über dieses eBook schreibe, welches ein dunkles und böses Theme bespricht. Cookie Stuffing, gerne auch als Cookie Dropping bezeichnet, ist eine Methode, um unbemerkt Cookies über Webseiten zu verteilen, ohne das die Besucher auch nur einen Klick machen müssen. Im Affiliate-Marketing ist das gar nichts neues mehr, wird aber von den Merchants nicht gerne gesehen. Solche Blackhat Techniken können dazu führen, das ihr aus dem Partnerprogramm bzw. dem gesamten Netzwerk, für welches ihr die Cookies droppt, rausfliegt.

Cookie Stuffing

Cookie Stuffing ist eine Methode Cookies zu verteilen, ohne das jemand auf einen Werbelink oder Werbebanner klickt. Dazu wurden zu früheren Zeiten iFrames und Frames benutzt, wo man heute auf einem anderen Technischen Stand ist und diese auf andere Art und Weise verteilt. Jeder Besucher der dann auf eine solche Webseite gelangt, die Cookies durch Cookie Stuffing verteilt bekommt unbemerkt ein solches Cookie untergeschoben. Der Affiliate selber freut sich dann über jeden Kauf den der Besucher in den Shop tätigt, für den er Cookies verteilt. Meistens sind das solche Mainstream-Shops wie Amazon, weil dort die Wahrscheinlichkeit höher ist das die Leute shoppen gehen, als in Nischen-Shops.

Das Cookie Stuffing eBook der tiefdunkelblau GbR behandelt dieses Blackhat-Thema und zeigt auf, wie man solche Cookies verstecken und unbemerkt verteilen kann. Trotz der Schritt für Schritt Anleitung, wie man ein solches System nutzt und einbindet, dient das eBook nur zu reinen Informationszwecken.

Was steht im eBook?

Wer sich das eBook für 99 Euro kauft, erhält neben wirklich gutem Insider-Wissen zum Thema Cookie Stuffing eine Schritt für Schritt Anleitung, wie ein solches Cookie Dropping System eingesetzt und eingebunden wird. Letztendlich entsteht so ein komplettes Script zum droppen von Cookies. Als ich mir das eBook durchgelesen habe, war ich begeistert, wie gut es beschrieben ist. Ich als Coder-Noob, jemand der wirklich gar nichts auf dem Kasten hat was mit PHP und so zu tun hat, hat verstanden wie das Script aufgebaut ist und wie es funktioniert. Genau so, wie es auf der Cookie Stuffing Seite, auf der man das eBook kaufen kann, geschrieben ist: Für Anfänger aber auch für Profis geeignet.

„Juhu, ich werde reich!“

Das könnte sogar sein. Wenn man die Anleitung aus dem eBook befolgt, das Script sauber einbaut, Cookies für gute Mainstream-Shops droppt und die Cookies auf Seiten mit sehr vielen Seitenaufrufen verteilt, kann es echt passieren, das du mit diesen eBook sehr gut verdienen wird. Aber Vorsicht! Es kann auch sein, das du Auffliegst und der Partnerprogramm-Betreiber dich aus dem Partnerprogramm schmeißt. Unter Umständen kann es sogar sein, das der Partnerprogramm-Betreiber rechtliche Schritte einleitet.

Cookie Stuffing bedeutet nicht nur die Möglichkeit richtig Geld zu verdienen, sondern auch, aufzufliegen und sich alles zunichte zu machen.

Moralisch vertretbar?

Jetzt mal Butter bei die Fische. Augen auf, Ohren zu. Nur lesen und drüber nachdenken. Cookie Stuffing ist nicht erlaubt, das wissen wir jetzt. Aber: Ist Cookie Stuffing moralisch Vertretbar? Letztendlich bescheißen wir nicht nur die Merchants und die Besucher unserer Webseiten, sondern auch uns. Denn als Affiliate bin ich – auf dem rechtmäßigen Weg – dazu gezwungen, das die Besucher meiner Webseite auf ein Werbemittel oder Werbelink klicken und anschließend kaufen. Und dazu gehört viel Kunst der Überzeugung und natürlich viel Arbeit. Die gesamte Conversionoptimierung bräuchte man als Affiliate gar nicht, wenn Cookie Stuffing legal wäre. Fakt ist doch, das der Affiliate mehr ist als nur jemand der es schafft Besucher auf seine Webseiten zu locken. Viel mehr müssen wir Affiliates dafür sorgen, das die Besucher auf die Werbemittel klicken und dann im Shop kaufen.

Ich persönlich würde Cookie Stuffing nie anfassen oder nur dran denken das ganze auf einem meiner Projekte umzusetzen, denn ich stecke so viel Arbeit in meine Projekte, das ich es mir nicht leisten kann wenn ich aus einem Partnerprogramm rausfliege. Ich möchte weder Merchant, Besucher, noch mich bescheißen. Denn wenn ich Cookies droppe, weiß ich doch gar nicht, ob ich ein guter Affiliate bin oder nicht. Letztendlich verdiene ich nur daran, das ich Traffic im großen Stil auf meine Webseite bringe und die Besucher anschließend in einem Shop, für die ich Cookies gedroppt habe, einkaufen. Aber: Hätten die Besucher auch auf Werbemittel geklickt? Keine Ahnung.

1 Kommentar

  1. Moralisch vertretbar ist eigentlich schwierig zu beantworten. Es gibt sicher etliche Leute, die das machen. Heißt jetzt nicht, dass wenn es viele machen es gleich legal ist. Die Problematik ist doch aber, dass die, die es machen anderen Leuten ja das Geld wegnehmen. Wie also wieder an sein Geld kommen?

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