AdSense-Optimierung für mehr Einnahmen

Geld oder Freizeit?

AdSense ist für viele ein leidiges Thema: Die einen kommen nicht einmal in das AdSense-Programm rein, die anderen generieren zu wenig Klicks und wieder andere generieren zwar viele Klicks, aber im Vergleich zu den Klicks recht wenig Einnahmen. Um mehr Einnahmen zu generieren, muss eine Optimierung durchgeführt werden, die in verschiedenen Bereichen aufgeteilt ist, denn nicht immer ist es die Anzeige selber. Viel mehr geht es um die Zusammenarbeit verschiedener Faktoren, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Bevor wir uns der AdSense-Optimierung widmen, möchte ich noch ein paar Worte verlieren: AdSense ist kein einfaches Thema und vor allem keins, welches man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Es muss alles beachtet werden, was es zu beachten gilt und das ist weitaus mehr als nur der eigene Traffic, die Anzahl der Klicks und das Geld. Beachtet werden sollte vor allem der Inhalt der Webseite, auf der AdSense eingebaut wird oder eingebaut ist. Google ist Eiskalt wenn es um das Werbenetzwerk geht und wer einmal rausgeschmissen wurde, bekommt lebenslanges Hausverbot.

AdSense-Optimierung in verschiedene Bereiche aufteilen

Google AdSense und die daraus resultierenden Einnahmen basieren auf verschiedenen Faktoren, die eure Einnahmen beeinflussen. Um das beste Ergebnis mit AdSense zu erzielen, sollte nicht nur der Großteil aller Faktoren passen, sondern eben alles. Und das ist gar nicht so einfach, wie es auf manch einer Webseite steht. Oftmals findet man nämlich nur die Tipps, die Anzeige prominenter zu platzieren oder dem Content anzupassen. Andere Parameter werden dabei völlig außer acht gelassen.

Wir teilen die Optimierung unserer AdSense-Einnahmen zunächst in zwei verschiedene Bereiche auf:

  • Faktor 1 ist der Faktor, der die Anzahl Anzeigenklicks beeinflusst
  • Faktor 2 ist der Faktor, der den Preis pro Klick (CPC) bestimmt

Diese beiden Faktoren haben wiederum verschiedene Bereiche, die ich jetzt aber nicht stumpf untereinander aufzählen möchte, sondern auch darauf eingehe. Ansonsten hätte dieser Artikel ja wenig Sinn für euch.

Faktor 1: Der Faktor, der die Anzahl der Klicks beeinflusst

Dieser Faktor ist ein wichtiger Faktor für die AdSense-Optimierung, denn selbst die Webseite mit den meisten Besuchern würde keinen Cent abwerfen, wenn die Anzeigen nicht geklickt werden würden. Umso mehr Klicks am Ende erreicht werden, desto höhere Einnahmen hat der Webmaster bzw. Blogger später auf seinem Konto. Ich finde besonders die Klickzahl recht interessant, weil sie sich von heute auf morgen stark erhöhen aber auch schnell Richtung 0 schießen lässt.

Doch schauen wir uns erst einmal an, welche Faktoren die Anzahl der Klicks bestimmen und wie man diese erhöhen kann. Es gibt nämlich etliche Faktoren, die für die Anzahl der Klicks ausschlaggebend sind.

  • Platzierung der Anzeige
  • Typ der Anzeige (Text, Image, Linkblock)
  • Layout der Anzeige
  • Layout der Webseite selber
  • Anzahl der AdSense-Anzeigen
  • Relevanz der Anzeigen zum Content

Platzierung der Anzeige

Die Platzierung einer Anzeige hat für mich einen hohen Stellenwert und sollte unbedingt mal ausprobiert werden, denn hier lässt sich sehr, wirklich sehr, viel rausholen. Jeder AdSense-Teilnehmer kennt die typischen Anzeigengrößen und weiß, dass man diese praktisch überall auf der Webseite platzieren kann. Für fast jede Position gibt es eine Anzeigengröße. Aber: Nicht jede Position schafft es auch, den Nutzer zu erreichen und zum Klicken zu bewegen.

Ich selber habe bestimmt mehr mehrere Hundert Positionen für AdSense-Anzeigen versucht und kann eins ganz sicher sagen: Die Anzeige sollte dort platziert werden, wo der Nutzer hinschaut. Klar, wir alle Betreiben unsere Webseite für den Nutzer. Aber wir möchten mit unseren Webseiten auch Geld verdienen, sonst würden wir jetzt nicht hier sitzen und den Artikel lesen, um noch mehr Geld mit Google AdSense herauszuholen oder wir hätten uns erst gar nicht für das Anzeigenprogramm bei Google beworben.

Der Nutzer kommt auf die Webseite, weil er den Content, also den Inhalt der Webseite lesen oder sehen möchte. Also wird sein Hauptaugenmerk im Content liegen und weniger in der Sidebar, im Header oder im Footer. Also legen wir die Anzeige in den Content. Der Vorteil ist, dass AdSense zwar Werbung ist, sich dabei aber am Content ausrichtet und sich entsprechende Keywords raussucht, um zum Content relevante Anzeigen aus dem Advertiser-Pool zu suchen und entsprechende Anzeigen schaltet. Oder der Nutzer hat bestimmte Cookies gesetzt bekommen, die AdSense ausließt um den Nutzer Anzeigen zu zeigen, die ihn aufgrund seines Surfverhaltens und seiner Suchanfragen bei Google, interessieren könnten. Google ist also eine Werbung, die sich auch nach den Interessen der Nutzer richtet (via Cookie oder eben via Content, den der Nutzer ließt) und kann so auch leicht als „Linkempfehlung“ angesehen werden. Entsprechende Anzeigen im Content würden den Nutzer also nicht so stark stören, wie wenn er im Content irrelevante Werbung angezeigt bekommen würde, wie zum Beispiel, wenn jemand einen Blogbeitrag über Smartphones ließt, aber Werbung für Singlebörsen angezeigt bekommen würde.

Ich selber habe herausgefunden, dann Anzeigen im Content besonders dann funktionieren, wenn sie vom Text umgeben werden und nicht alleine stehen. Der Text eurer Webseite sollte also Links oder Rechts an der Anzeige vorbeifließen. Bei mir klappt es außerdem gut, wenn die Anzeige, die geklickt werden soll, im direkt sichtbaren Bereich platziert wurde. Also so, dass der Nutzer nicht erst Scrollen muss, damit er die Anzeige sieht.

Wichtig ist aber, dass ihr selber ausprobiert, was auf euren Webseiten klappt und was nicht. Niemand kann eine pauschale Aussage machen, welche Position eine Anzeige im Idealfall haben soll, um die meisten Klicks zu erreichen. Ich für meinen Teil habe verschiedene Tests durchgeführt, die mir wiederum gewünschte Ergebnisse geliefert haben. So konnte ich meine AdSense-Einnahmen optimieren. Vielleicht funktioniert es auf einigen eurer Webseite sogar besser, wenn die Anzeige nicht einmal im Content eingebaut wird, sondern in der Sidebar. Probieren geht über Studieren, heißt ein altes Sprichwort, welches auch auf die Anzeigenposition von AdSense angewendet werden kann. Aber: Die Anzeigenposition alleine ist nicht alles.

Anzeigen-Typ

Ein weiterer Faktor für die Anzahl der Klicks ist der Typ der Anzeige selber. Google stellt seinen Publishern verschiedene Anzeigen-Typen bereit, die auf den Webseiten eingebaut werden können. Folgende Typen gibt es derzeit im Google-AdSense Programm:

  • Display-Anzeigen (Bild-Anzeigen)
  • Textanzeigen
  • Videoanzeigen
  • Mobile Anzeigen
  • Link-Blöcke

Aus diesen verschiedenen Anzeigen-Typen kann der Publisher auswählen und eine entsprechende Anzeige für die Webseite erstellen. Am beliebtesten sind die Display-Anzeigen und die Textanzeigen, die man am häufigsten auf den Webseiten findet. Auch die Link-Blöcke sind ein oft genutzter Kandidat und schafft je nach Webseite und Einbindung viele Klicks am Tag. Aber: Auch hier muss getestet werden, welcher Typ von Anzeigen am besten konvertiert, sprich geklickt wird. Viele Webseiten, die eine angebliche AdSense-Optimierung versprechen, sind der Meinung, dass die Display-Anzeigen die meisten Klicks bringen. Hört erst gar nicht auf solche unseriösen Aussagen, sondern probiert es lieber selber aus, welche Anzeigen am meisten geklickt werden und euch die höheren Einnahmen bringen.

Layout der Anzeige

Google gibt den Publishern nicht nur verschiedene Anzeigen-Typen an die Hand, sondern auch verschiedene Layouts. Zu den Layouts zählt für mich auch die Größe der Anzeige, welche vom Nutzer aus einer größeren Auswahl an gängigen Werbemittel-Größen ausgewählt werden kann. Hier muss man als Webseitenbetreiber bzw. Blogger auch kräftig testen und vor allem sich an die eigene Webseite richten.

Wer Textanzeigen einbindet, hat neben der Auswahl der Anzeigen-Größe auch noch die Möglichkeit, die Anzeige etwas selber zu gestalten. Dazu stellt Google einige Anzeigendesigns bereit, die vom Benutzer aber auch verändert werden dürfen. Verändern lassen sich folgende Parameter:

  • Farbe des Rahmens
  • Farbe des Titels
  • Farbe des Hintergrundes
  • Farbe des Textes
  • Farbe der URL
  • Stil der Ecken
  • Schriftart der Anzeige
  • Schriftgröße der Anzeige

Das sind die Anpassungsmöglichkeiten für normale AdSense-Nutzer. Dann gibt es noch die von vielen als „Premium-Publisher“ bezeichneten Publisher, die weitere Anpassungsmöglichkeiten besitzen, wobei man hier nicht einfach eine Anzeige gestaltet und die einbauen kann, sondern dies vorher mit einem Mitarbeiter des Google-AdSense Teams besprochen werden muss. Diese „Premium-Publisher“ haben besonders Reichweitenstarke, Trafficstarke und Umsatzstarke Webseiten, mit denen Sie in das Premium-Programm gerutscht sind. Welche Anforderungen für dieses AdSense-Premium Programm genau zählen, weiß eigentlich nur Google und vielleicht eine Hand voll Nicht-Google-Mitarbeiter. Bevor ihr fragt: Wenn Google euch noch nicht kontaktiert hat, reicht eure Webseite nicht aus, um „Premium-Publisher“ zu werden. Und Nein, meines Wissens kann man sich nirgendwo dafür offiziell bewerben. Beenden wir das Thema „Premium AdSense-Nutzer“.

Gestaltung der Textanzeige

Eine der Königsdisziplinen in der AdSense-Optimierung ist die Gestaltung der Textanzeigen. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie der Publisher vorzugehen hat und das Optimum aus seinen Anzeigen herausholen kann. Eine sehr beliebte Methode ist es, die Anzeigen so zu gestalten, als wenn diese zum Content gehören und praktisch weiterführende Links sind. Nun, das wird bei vielen Nutzern bestimmt auch klappen, aber nicht immer ist dies eine Zauberformel, denn im Endeffekt möchtet ihr, dass die Anzeigen euren Nutzern ins Auge fallen und geklickt werden. Daher kann es manchmal auch helfen, die Anzeigen im Kontrast zur Webseite und zum Content zu gestalten, um aufzufallen. Hier sind euch eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt und mein Tipp für euch: Probiert aus, welche Leistungen mit welchem Design erzielt werden können.

Anzahl der AdSense-Anzeigen

Google erlaubt seinen Publishern 3 Text- oder Displayanzeigen sowie 3 Linkblöcke gleichzeitig pro Seite zu schalten. Sollte die Seite, auf der die Anzeigen geschaltet werden, über genug Inhalt verfügen, könnt ihr die Palette auch gerne nutzen. Aber: Übertreibt es nicht, denn dann werden auch eure Leser verärgert sein. Schreibt ihr zum Beispiel einen langen Beitrag, könnt ihr ruhig 2-3 Text- oder Display-Anzeigen schalten. Da spricht nichts gegen. Ein Artikel mit 300 Wörtern allerdings, sollte nicht mit 3 Anzeigen ausgestattet sein, auch wenn man sich oft erhofft, durch die deutlich größere Fläche, die zu AdSense zählt, mehr Klicks zu erhalten. Nun, das mag zwar Logisch okay sein, aber euch sollte es auch wichtig sein, dass eure Leser den Inhalt lesen. Denn: Inhalte sind zum lesen da. Sind diese qualitativ, werden diese über Facebook, Twitter, etc. geteilt und erhalten mehr Traffic. Mehr Traffic kann bei gut optimierten AdSense-Anzeigen auch zu mehr Klicks und dadurch zu mehr Einnahmen führen.

Relevanz der Anzeigen

Jetzt kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen bei der AdSense-Optimierung: Der Anzeigen-Relevanz. Wie jeder weiß, klicken die Leute nicht gerne auf Werbung und empfinden Werbung als lästig. Nun, wenn die Anzeige aber relevant zum Content ist – was sie im besten Falle auch ist – kann man die Werbung als „weiterführende Links“ ansehen. Die Nutzer freuen sich über weitere Informationen die sie erhalten, sofern das Thema relevant ist. Doch was bedeutet Anzeigen-Relevanz? Eine Anzeige ist dann relevant, wenn es sich um das gleiche Thema handelt. Schreibe ich hier zu Beispiel über die AdSense-Optimierung, sollten im Idealfall Anzeigen zum gleichen Thema erscheinen und keine Anzeigen zum Thema Mobiltelefone. Warum? Weil der Nutzer ließt sich meinen Text durch, weil er ihn für Interessant hält und hat womöglich auch Interesse daran, weitere Tipps zu AdSense zu erhalten. Kein Interesse besteht in der Zeit, in der er diesen Beitrag ließt, an Mobiltelefonen.

Wie funktionieren die AdSense-Anzeigen?

Doch wie stellen wir die Anzeigen-Relevanz her? Zunächst müssen wir wissen, wie die Anzeigen innerhalb von AdSense funktionieren, ausgewählt werden und wieso sie bei mir angezeigt werden. Dazu unterscheidet man Hauptsächlich zwischen 2 verschiedenen Fällen:

  1. Anzeigen auf Basis der Keywords im Content
  2. Anzeigen auf Basis des Nutzers, ausgewählt durch Cookies

Anzeigen auf Basis der Keywords im Content

Ein Text behandelt immer ein Thema. Dieser hier behandelt das Thema „AdSense-Optimierung“. Für dieses Thema gibt es nun verschiedene Schlüsselwörter („Keywords“), die im Text enthalten sind. In diesem Beispiel wären das: AdSense, Werbung, Anzeigen, Geld. Ich könnte bestimmt deutlich mehr aufzählen, halte dies an dieser Stelle aber nicht für Sinnvoll. Die Verbindung zu diesen Keywords geschieht so: AdSense ist Werbung. Angezeigt werden Anzeigen. Der Webmaster kann mit AdSense Geld verdienen. Und so weiter, und so fort.

AdSense ließt sich aus dem Text Keywords heraus und sucht im Pool der Advertiser nach passenden Anzeigen. Ein Advertiser, also der Werbende, muss bei der Schaltung von Anzeigen über Google AdWords, seine Anzeigen mit Keywords versehen. Hier sucht AdSense nach Übereinstimmungen und zeigt diese anschließend bei mir auf der Webseite an. Schon besteht eine Relevanz zwischen Anzeige und Content.

Anzeigen auf Basis des Nutzers, ausgewählt durch Cookies

Google verteilt gerne Cookies: Beim Suchen, beim einloggen, beim Surfen. Diese Cookies nutzt Google für das Werbe-Programm AdSense. Surft der Nutzer nun auf diverse Seiten von Werbetreibenden, werden den Nutzern diese Anzeigen mehr oder weniger verfolgen. Ein kleines Beispiel: Besucht mal die Webseite von Zalando, sucht euch ein paar Schuhe aus und bleibt ein paar Sekunden – wie ein echter Besucher – auf der Seite. Ihr werdet sehen, dass euch in Zukunft mehr Zalando-Anzeigen durch AdSense über den Weg laufen.

Warum ist das so? Ganz einfach: Ihr habt Interesse am Onlineshop, der über AdWords Anzeigen bzw. Werbung bucht, sowie an Schuhen gezeigt. Google sieht genau, welche Schuhe euch gefallen haben und wird euch dementsprechend auch mit entsprechender Werbung versorgen. Der Grund dafür ist einfach: Nicht nur, weil Zalando Geld für die Werbeanzeigen bezahlt, sondern auch, weil die Konversion-Rate entsprechend hoch sein kann. Denn: Ihr habt gezeigt, dass ihr vielleicht Schuhe kaufen wollt. Zalando zahlt pro Klick auf die Werbeanzeige einen gewissen Betrag an Google. Google zahlt, sofern sich die Anzeige im Publisher-Netzwerk (Anzeigen, die in externen Webseiten angezeigt wurden und nicht in den Google-Suchergebnissen) einen Betrag X an den Publisher selber und behält dabei Betrag Y als „Provision“ ein. Ein Klick, sagen wir mal, kostet nicht mehr als 1 Euro für Zalando, das Paar Schuhe aber 40 Euro. Bleiben 39 Euro für Zalando. 39 Euro, die Zalando beim nächsten mal vielleicht wieder in das Werbebudget steckt, um noch mehr Anzeigen zu schalten und damit vielleicht noch mehr Geld zu verdienen. Im Endeffekt ist dieses Werbeprinzip, basierend auf Cookies, eine Win-Win-Situation für alle beteiligten.

Irrelevante Anzeigen sperren

„Nobody ist perfect“ – So oder so ähnlich sollte man auch das System von AdSense betrachten. Daher ist es wichtig, die eigene Seite und die entsprechenden Anzeigen zu beobachten. Nur weil ihr einen Text mit 1000 Wörter zum Thema LED-TVs geschrieben habt, heißt es nicht, dass die AdSense-Anzeigen relevant für den Nutzer sein müssen. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Marius löscht seine Cookies, surft meine Seite an und ließt sich diesen Artikel durch. Jetzt werden ihm AdSense-Anzeigen angezeigt, die nicht auf der Basis von Cookies ausgewählt werden können, weil er diese ja vorher gelöscht hat. Also sucht AdSense nach Keywords im Text und zeigt entsprechende Anzeigen an. Jetzt gibt es Anzeigen, die mit so vielen Keywords gespickt sind, dass sie hier angezeigt werden, obwohl sie keinerlei Relevanz zur Seite zeigen.

Diese Anzeigen müsst ihr erkennen und sperren, denn irrelevante Anzeigen werden selten geklickt und vergeuden daher nur Platz innerhalb der Anzeige. Diesen Platz könnte eine relevante Anzeige einnehmen und vielleicht für einen oder mehr Klicks sorgen.

Das tolle an AdSense ist, dass man die Anzeigen ganz einfach durch eintragen der angezeigten URL (innerhalb der AdSense-Anzeige) sperren kann. Aber: Man kann noch viel mehr: Es lassen sich ganze Kategorien ausblenden, sensible Kategorien sperren und komplette Werbenetzwerke deaktivieren. Dazu klickt ihr einfach auf den Reiter „Anzeigen zulassen und blockieren“ in eurem AdSense-Account. So lassen sich irrelevante Anzeigen aus euren Anzeigen sperren. In sehr vielen Fällen handelt es sich auch um recht merkwürdige Angebote, die beworben werden, die ich erst gar nicht anzeigen lassen möchte. Einfach zum Schutz meiner Leser.

Sperren von Advertisern in AdSense

Faktor 2: Der Faktor, der den Preis pro Klick bestimmt

Kommen wir nun zum Faktor, der den Preis pro Klick, also eure Einnahmen pro Klick, bestimmt. Da gibt es eigentlich einige Interessante Ansätze, wie sich der CPC (Cost-per-Click) erhöhen lässt, allerdings möchte ich euch hier diejenigen vorstellen, die meiner Erfahrung nach am meisten bringen und euch auch helfen könnten. Wer es schafft den CPC gezielt zu erhöhen, kann auch mehr Geld mit AdSense verdienen, denn es macht schon einiges aus, wenn ihr einen 60 Klicks mit einem CPC von 0,15 Euro habt, oder die gleiche Anzahl mit Klicks und einem CPC von stolten 0,50 Euro oder mehr.

Benutzerdefinierte Channels erstellen – Advertisern Möglichkeiten bieten

Ein Schritt während der Optimierung, der auf jede Webseite angewendet werden sollte, um das wirkliche Maximum herauszuholen. Leider ist diese Funktion in vielen AdSense-Accounts noch unberührt und die Publisher wissen nicht so wirklich etwas mit dieser Funktion anzufangen. Um diese Funktion nutzen zu können, ist es in meinen Augen wichtig zu wissen, was sie überhaupt bewirkt.

Ein schlecht strukturierter AdSense-Account mit nur einem für Advertiser zugänglichen benutzerdefinierten Channel

„Benutzerdefinierte“ Channel werden angelegt, um Anzeigen diesen Channels zuordnen zu können. Ein kleines Beispiel: Ich erstelle drei Anzeigen, die auf einer einzigen Seite an verschiedenen Stellen platziert werden sollen: Eine Anzeige über den Content, eine Anzeige in der Mitte des Contents und eine Anzeige unter dem Content. Nun bekommt jede Anzeige einen eigenen „benutzerdefinierten Channel“ von mir. Einen Monat später möchte ich sehen, welche Anzeige am besten läuft und die beste Performance bringt. Mittels der benutzerdefinierten Channels kann ich die Anzeigen in den Berichten ganz einfach trennen. Jetzt werden viele von euch kommen und sagen: Dann nenne ich einfach die Anzeigen unterschiedlich und kann mir diese in den Statistik-Berichten ebenfalls sauber getrennt anzeigen lassen. Das stimmt auch wieder, aber mit den benutzerdefinierten Channel habe ich die Möglichkeit, Werbetreibenden eine Buchung von AdSense-Anzeigen auf meiner Webseite zu ermöglichen.

Das bedeutet: Ein Advertiser, also der Werbetreibende, der über AdWords Anzeigen schalten möchte, kann der Advertiser im Placement-Tool von AdWords bestimmte Channels buchen. Ein gutes Beispiel gibt Google hier selber. So können Werbetreibende zum Beispiel nach Channels zum Thema „Mobiltelefone“ suchen und sich anschließend passende Channels heraussuchen, auf denen die Werbung integriert werden soll. Natürlich kann der Werbetreibende nicht nur themenrelevante Webseiten auswählen, sondern auch Anzeigen-Typ, Anzeigen-Größe und viel mehr.

Jede Seite sollte meiner Meinung nach über entsprechende Channels verfügen, die den Advertisern auch zugänglich gemacht werden. Wieso? Weil sich dadurch der CPC erhöht bzw. erhöhen kann. Stellen wir uns mal vor, wir betreiben eine Nachrichtenseite. Für jede unserer Kategorien erstellen wir einen eigenen benutzerdefinierten Channel, um AdWords-Kunden eine themenrelevante Umgebung anbieten zu können. Das bedeutet für uns: Mehr Klicks durch die themenrelevanz, mehr Einnahmen durch mehr Klicks und höherer CPC, sollten wir von den Advertisern gefunden und gebucht werden. Je mehr Buchungen wir erhalten, desto höher wird auch der CPC sein, den wir erhalten werden, schließlich überbieten sich die Advertiser praktisch selber, um die Konkurrenz hinter sich zu lassen und die eigenen Anzeigen prominenter platzieren zu können.

 Content eingrenzen – den Rest ausgrenzen

Google AdSense ließt den Text einer Webseite aus, auf der die Werbeeinblendung stattfindet. Doch AdSense ließt hier die gesamte Seite aus, was auch bedeutet, dass AdSense Informationen aus der Sidebar oder dem Footer erhält. Auch dort verstecken sich Keywords, die AdSense zur Generierung der Anzeige zu Hilfe nimmt. Also müssen wir zusehen, dass wir Google nur noch unseren Content, dem wichtigsten Teil der Seite, zeigen und den Rest ausgrenzen.

Folgende Befehle müssen eingesetzt werden, um dem Google-Crawler zu zeigen, welchen Bereich er zur Analyse für AdSense verwenden darf. Mit dem Tag „<!– google_ad_section_start –>“ startet ihr den Analyse-Bereich, während der Tag „<!– google_ad_section_end –>“ den Bereich beendet. Der Text dazwischen wird nun für die Generierung von AdSense-Anzeigen verwendet.

Anzeigen mit geringen Klickpreisen sperren

Normalerweise sieht man die Preise nicht, die Advertiser pro Klick zahlen. Daher wird man sich nun denken: „Wie soll man denn Anzeigen mit geringen Klickpreisen sperren können?“. Nun, das Sperren selber macht ihr wie mit den irrelevanten Anzeigen: Sie werden über AdSense einfach blockiert. Und den Klickpreis bekommt ein Nutzer auch recht schnell heraus, nämlich mit dem Online-Tool „Klickpreis-Detektor“. Dort gibt man einfach die eigene URL ein, im besten Falle die direkte URL zum Artikel und kann sich die Anzeigendetails anschauen. Angezeigt wird die normale Seite, nur eben dass der Klickpreis-Detektor neben der eingebundenen AdSense-Anzeige folgende Informationen anzeigt:

  • Werbekunde (beworbene URL)
  • Preis pro Klick
  • beworbenes Keyword

Nun lässt sich die Seite öfters Besuchen und entsprechende Werbekunden anzeigen lassen, zu denen man die Klickpreise einsehen kann. Die Klickpreise, die zu niedrig sind, lassen sich entfernen, indem man den Werbekunden bzw. die URL des Werbekunden einfach über den AdSense-Account blockiert. Hier muss aber jeder für sich selber entscheiden, welche Preise als „zu niedrig“ angesehen werden. Es kommt ja auch immer auf das Thema selber an.

Bestimmte Themen im Content erhöhen den CPC

Es gibt Themen, bei denen die Advertiser einen niedrigen CPC zahlen. Auf der anderen Seite gibt es aber Themen, bei denen der CPC deutlich höher liegt. Zum Beispiel bringt das Thema Finanzen (Banking, Konto, Kredit, Kreditkarten, etc.) einen deutlich höheren Klickpreis als zum Beispiel das Thema „Handcreme“. Solche Vergleiche lassen sich immer finden. Aber es ist ganz normal, dass es Themen gibt, die mehr pro Klick bringen, als andere Themen, schließlich sind die Werbebudgets pro Branche unterschiedlicher Höhe.

Damit möchte ich jetzt natürlich nicht sagen, dass ihr eure Software-Blogs nun auch in Richtung Finanzen oder Versicherungen führen wollt. Es ist nur ein kleiner Tipp für Leute, die vielleicht auf der Suche nach einem neuem Blog-Thema sind, oder für Leute, die kreativ so begabt sind, dass sie teurere Themen auch in weniger lukrative Themen einbauen können, um den CPC zu erhöhen.

Probieren geht über Studieren!

So, ich habe euch nun die beiden Faktoren für eine AdSense-Optimierung gezeigt, die es nun durchzuführen gilt. In meinem Blogbeitrag hört sich der Spaß natürlich sehr leicht an, allerdings ist es harte Arbeit, die gesamte Optimierung durchzuführen. Was bei der Optimierung immer zählen sollte: Probieren geht über Studieren. Natürlich solltet ihr die Tests in gleichen Abständen und Zeiträumen durchführen, um realistische Ergebnisse zu erzielen. Wichtig ist aber auch, dass alles mögliche getestet wird. Folgendes solltet ihr nicht tun:

Denken, man erleichtert sich die Arbeit

AdSense-Optimierung ist eine Arbeit, die mehrere Wochen, sogar mehrere Monate dauert und dauern muss. Denkt bitte nicht, dass ihr euch die Arbeit erleichtern könnt, indem ihr eine Anzeige nehmt, diese eine Woche über den Content, eine Woche im Content und eine Woche unter dem Content anzeigen lässt und schaut, welche am besten Performt. Damit verfälscht ihr euer Testergebnis um sehr viele Faktoren! Ihr müsst verschiedene Tests gleichzeitig durchführen! Es reicht nicht, eine Image-Anzeige zu nehmen, zu schauen die diese am besten Konvertiert und anschließend einen Test durchzuführen, ob nicht eine Text-Anzeige besser funktionieren würde. Der Grund ist denkbar einfach: Vielleicht funktioniert eine Textanzeige an einer Stelle, an der Image-Anzeigen nicht konvertieren, deutlich besser als dort, wo Image-Anzeigen funktionieren. Ein schwerer Satz, der aber alles wichtige zu diesem Thema sagt.

Fazit

Ein sehr langer Blogbeitrag zu einem sehr komplexen und sehr schwierigen Thema geht zu Ende. Die AdSense-Optimierung ist alles andere als einfach, sofern man sich nur mit dem Maximum zufrieden gibt. Wer Fragen hat, kann diese gerne in die Kommentare posten. Ebenfalls wie weitere Tipps zur Optimierung der AdSense-Einnahmen.

9 Kommentare

  1. Hi Christian,
    erstmal muss ich dir ein großes Lob aussprechen, der Artikel ist wirklich klasse. Ich beschäftige mich seit kurzem mit AdSense und hab bis jetzt eher versucht die Besucherzahlen zu steigern. Weißt du, ob es bei AdSense auch eine Möglichkeit zu einem A/B-Test gibt? Der Vergleich zwischen Text- und Imageanzeige würde mich bei einer ganz bestimmten Anzeige interessieren, jedoch kann ich ja immer nur das eine oder das andere auswählen.

  2. Hallo Sabrina,
    in AdSense selber besteht die Möglichkeit eines A/B-Testes nicht. Allerdings kannst du so einen A/B-Test ganz einfach selber machen. Für WordPress gibt es spezielle Plugins oder eben die Advertising-Plugins (Empfehlung: AdRotate). Ansonsten gibt es diverse Anbieter, die solche Tools bzw. Scripts und entsprechende Plugins für die gängigen Content-Systeme (WP, Joomla, Drupal, T3, etc.) anbieten.

  3. Hi Christian,

    sorry, da hab ich mich vorhin wohl nicht ganz klar ausgedrückt. Um ein valides Ergebnis zu bekommen, ob Text- oder Imageanzeige besser ist, wäre es doch cool, wenn man auch für die Anzeigentypen eine Art A/B-Test machen könnte. Denn wenn ich in Woche 1 Textanzeigen und in Woche 2 Imageanzeigen teste, dann ist das Ergebnis ja nicht zwingend aussagekräftig (es sei den die Zahlen unterscheiden sich immenz). Immerhin schwanken während eines solchen Zeitraums die Zugriffszahlen. Oder testet du nach genau dieser Methode, welcher Anzeigentyp der bessere ist?

  4. Hallo Sabrina,
    nein, so teste ich nicht. Ich glaube, wir reden aneinander vorbei, denn mit AdRotate und diversen anderen Plugins kannst du ja zwei Werbeanzeigen (in deinem Fall die Image-Anzeige und die Text-Anzeige) in eine Werbegruppe packen und auf ein und den selben Platz, zum Beispiel im Content, platzieren. Dann laufen die Anzeigen gegeneinander, wie in einem A/B-Test. Da die Klicks via Plugin nicht gezählt werden können, musst du zur Analyse der Testergebnisse in deinen AdSense-Account und dort schauen, welche der beiden Anzeigen in dem gewünschten Zeitraum besser performt hat. So war das auch schon in meinem ersten Kommentar gemeint.

  5. Auf jeden Fall ein sehr umfassender und gut strukturierter Beitrag! Tatsächlich ist die Adsense-Optimierung genau wie die Suchmaschinenoptimierung wohl eher ein laufender Prozess, als eine einmalige Aktion! Schon kleine Veränderungen können große Nachwirkungen nach sich ziehen. Daher sollte man sich auch nicht auf eine Konstellation beschränken, sondern die Schaltung von Anzeigen permanent beobachten.

  6. Besten Dank für den ausführlichen Artikel. Ich beschäftige mich immer mal wieder mit dem Thema, da ich auf meiner Seite zwar viele Impressions habe, aber wenig klicks. Das kann an ihrer Art (Forum) liegen, aber auch an schlechter Optimierung. Hier habe ich allerdings viele Hinweise gefunden, die eher auf letzteres deuten und die ich auf jeden Fall mal ausprobieren werde.
    Interessant war auch der Teil über die Premium Partner. Ich habe mich schon oft gefragt, wie diese „besonderen“ Adsense-Anzeigen zustande kommen, denen man hier und da auf großen Seiten begegnet.

  7. Hi Christian,
    wirklich ein toller Artikel ein großes Lob an dich !
    Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich mit AdSense und bin dabei alles zu optimieren, dein Artikel hat mir ganz neue Möglichkeiten gezeigt und ist darüberhinaus einfach super strukturiert und es macht Spaß ihn zu lesen.
    Nochmal ein großes Lob und weiter so !

  8. Habe jetzt schon ein paar Artikel zur Adsense-Optimierung gelesen, aber leider immer noch nicht wirklich zufriedenstellende Einnahmen mit meinen Seiten. Irgendwie klickt keiner auf die Adsense-Werbung, dafür auf die Amazon-Artikel, kaufen diese aber nicht – wenns nur andersrum wäre ;)
    Gut, dass du das ganze so umfangreich aufgearbeitet hast – ich werd mich dann nochmal ans optimieren setzen.

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